Die Versorgungsbetriebe Bordesholm GmbH beabsichtigen, Leistungen für den Bau und die spätere (optionale) Wartung eines Batteriespeichers im Wege eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb zu vergeben. Die Vergabe erfolgt in 4 Losen. Gegenstand des hier ausgeschriebenen Loses 1 ist die Lieferung, Aufstellung, Inbetriebnahme und optionale Wartung von 6 bis 9 Batteriecontainern inkl. Batterien, Kühl- und Kontrollsystem, Anschlussmöglichkeiten sowie Neben-, Steuer-, Schalt- und Messanlagen für den Batteriespeicher in unmittelbarer räumlicher Nähe des PV-Freilandparks "Eiderstede" mit einer installierten Leistung von 14,236 kWp. Der Batteriespeicher soll die Vermarktung des Stroms aus der PV-Freilandanlage optimieren und in verbleibenden Freilaufzeiten im Cross-Market in verschiedenen Märkten tätig sein (z.B. in den Wintermonaten und den Nachtstunden). Der Batteriespeicher soll mit 3 Line-Ups mit jeweils 2-3 Stück 20 Fuß-Containern mit jeweils rd. 5 MWh Batteriekapazität und einer Mindestleistungsanforderung je Container von 2,3 MVA ausgestattet werden. Die genaue Anzahl der Container je Line-Up (2 oder 3 Stück) ergibt sich auf Basis des wirtschaftlichsten Angebots für Los 1. Die Batteriekühlung soll in jedem Fall per Flüssigkühlung erfolgen. Der Batteriespeicher entsteht am bereits bestehenden Netzanschlusskabel des PV-Freilandparks. Die max. zulässigen Leistung am Netzanschlusspunkt beträgt 12,3 MW. Diese max. zulässige Leistung am Netzanschlusspunkt darf nicht überschritten werden. Dies wird im Betrieb dadurch sichergestellt, dass der neue Batteriespeichers mit einem bereits bei den Versorgungsbetrieben vorhandenen Batteriespeicher (aktuell rd.: 15 MW & 14,2 MWh) gemeinsam vermarktet und gesteuert wird. In diese Steuerung und Vermarktung wird dann auch die jeweilige Übergabemessung aus der PV-Freilandanlage "Eiderstede" und die Übergabe zum vorgelagerten Netzbetreiber SH Netz AG einbezogen.
Weitere Einzelheiten zum Liefer- und Leistungsumfang des Loses 1 sind unter Ziff. 1 der Anlage A: Technische Bieterinformation näher beschrieben.
Wertungssumme der Anlage J: Preisblatt (Los 1), siehe ergänzend Anlage K: Zuschlagskriterien.
Konzept zur Qualität des Batteriecontainers, siehe ergänzend Anlage K: Zuschlagskriterien.
Es ist geplant max. 5 Bewerber, die die Eignungs- und Mindestanforderungen erfüllen, zur Abgabe eines Erstangebots aufzufordern (Auswahlentscheidung). Die Auswahl der Bewerber erfolgt anhand folgender Auswahlkriterien in der Reihenfolge der erreichten höchsten Gesamtpunktzahl: Die 5 Bewerber, die die meisten Punkte i.R.d. gesamten Eignungsprüfung auf sich vereinigen können, werden ausgewählt. Die Bewerber werden anhand der Auswahlkriterien "Höhe des durchschnittlichen Gesamtjahresumsatzes" (30%) und "Gesamtkapazität aller als wertbare Referenzen eingereichten Batteriecontainer in MWh" (70%) ausgewählt.1) Die Punkte für das Auswahlkriterium "Höhe des durchschnittlichen Gesamtjahresumsatzes" werden wie folgt vergeben: Der Bewerber mit dem höchsten durchschnittlichen Gesamtjahresumsatz erhält 4 Punkte. Die anderen Bewerber erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (zu bewertender Umsatz/höchster Umsatz). Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 30% gewichtet. Die resultierenden Punktwerte werden auf eine Nachkommastelle kaufmännisch gerundet. 2) Die Punkte für das Auswahlkriterium "Gesamtkapazität aller als wertbare Referenzen eingereichten Batteriecontainer in MWh" werden wie folgt vergeben: Der Bewerber mit der höchsten Gesamtkapazität aller als wertbare Referenzen eingereichten Batteriecontainer in MWh, die die genannten Mindestanforderungen erfüllen, erhält 4 Punkte. Die anderen Bewerber erhalten nach Maßgabe der folgenden Formel entsprechend weniger Punkte: Punktzahl (zu bewertender Bewerber) = maximale Punktzahl * (Gesamtkapazität zu bewertender Bewerber/höchste Gesamtkapazität). Die Punktzahl des Bewerbers wird mit 70% gewichtet. Erreichen mehrere Bewerber nach Auswertung eine gleiche Punktzahl, ist für die Auswahl des letzten Bewerbers, der zur Angebotsabgabe aufgefordert wird, die höchste Gesamtkapazität entscheidend.
DTVP
Gemäß § 160 Abs. 1 GWB leitet die Vergabekammer ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist unter anderem unzulässig, wenn der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb von zehn Kalendertagen gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund dieser Bekanntmachung erkennbar sind, muss ein Bewerber bis spätestens zum Ablauf der in dieser Bekanntmachung benannten Frist zur Abgabe des Teilnahmeantrags rügen, § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB. Auch ist gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB der Nachprüfungsantrag unzulässig, wenn mehr als 15 Tage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Der Auftraggeber behält sich vor, im Rahmen des § 51 Abs. 2 SektVO Bewerber oder Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen.
- Gefordert sind Eigenerklärungen über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB u.a.- Gefordert ist eine Eigenerklärung zu den Russland-Sanktionen (nach Artikel 5k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Artikel 1 Ziffer 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 08. April 2022 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage der Ukraine destabilisieren.Die Anlage I: Formblatt Teilnahmeantrag ist zu nutzen und die geforderten Anlagen beizufügen.
Gefordert ist ein aktueller Auszug aus dem Handelsregister (in Kopie; nicht älter als ein Jahr am Ende der Teilnahmefrist).
Gefordert ist eine Vorlage einer aktuellen Versicherungsbestätigung über das Vorliegen einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung mit Angabe der Deckungssumme je Schadensfall durch Vorlage einer Kopie des Nachweises bzw. eine Bescheinigung eines Versicherers (nicht Makler), dass eine Betrieb-/Berufshaftpflichtversicherung ab-geschlossen werden kann (nicht älter als ein Jahr am Ende der Teilnahmefrist).MINDESTANFORDERUNG: Die Versicherung muss folgende Deckungssumme aufweisen:1. für Personenschäden und daraus resultierende Vermögensschäden: EUR 5,0 Mio. pro Schadensfall,2. für Sach- und daraus resultierende Vermögensschäden: EUR 5,0 Mio. pro Schadensfall,Sollte sich ein Bewerber für mehr als ein Los bewerben, steigt die jeweils erforderliche Deckungssumme auf die Summe der pro Los jeweils angeführten Deckungssummen, jedoch max. auf EUR 10 Mio.Die Anlage I: Formblatt Teilnahmeantrag ist zu nutzen und die geforderten Anlagen beizufügen.
Gefordert ist die Erklärung über den Gesamtjahresumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre - d.h. für die Geschäftsjahre, welche in den Jahren 2022, 2023, 2024 abgeschlossen wurden, sofern das Unternehmen länger als drei Jahre am Markt ist.Die Anlage I: Formblatt Teilnahmeantrag ist zu nutzen und die geforderten Anlagen beizufügen.
Gefordert ist eine Unternehmensdarstellung des Bewerbers, die insbesondere die bisherige Geschäftstätigkeit im Rahmen der ausgeschriebenen Leistung, die Gesellschaftsstruktur, ggf. die Konzernzugehörigkeit, etwaige Niederlassung und Beteiligung an anderen im Bereich der Ausschreibung tätigen Unternehmen umfasst (max. 10 DIN A4-Seiten).
Gefordert sind Angaben zu Unternehmensreferenzen, die hinsichtlich Art und Umfang der Leistungen mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind und die Projekte betreffen, deren Leistungen in den letzten drei Jahren erbracht worden sind. Vergleichbar sind Referenzen, die- die die Lieferung und Inbetriebnahme eines Batteriecontainers mit mind. 5 MWh Batteriekapazität und einer Leistung von 2,5 MVA in einem 20-Fußcontainer umfassen und- die eine Inbetriebnahme im Regelenergiemarkt der Länder Deutschland, Belgien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Schweiz, Dänemark, Slowenien oder Tschechien (oder einem Regelenergiemarkt mit vergleichbaren Anforderungen) umfassen. Die Darstellung aller Referenzen muss folgende Angaben beinhalten:- Name und Adresse des Referenzauftraggebers sowie Benennung des dortigen Ansprechpartners mit Telefonnummer /E-Mailadresse (Zur Überprüfung der Referenz erforderlich. Die Informationen werden nicht an Dritte weitergegeben und die Bestimmungen des DSGVO eingehalten.)- Benennung des Referenzprojektes (Titel)- Kurze Projektbeschreibung- Ausführungsort(e) (Anschrift des Referenzprojektes)- Zeitraum der Leistungserbringung- Auftragsvolumen in EUR (netto)- Art der Leistung (hier insbesondere anzugeben: Batteriekapazität in MWh und Leistung in MVA)MINDESTANFORDERUNG: Es muss mind. eine vergleichbare Referenz vorliegen.Die Anlage I: Formblatt Teilnahmeantrag ist zu nutzen und die geforderten Anlagen beizufügen.
Es gelten die Anforderungen und Bedingungen der Anlage B: EPC-Vertrag und der Anlage C: Wartungsvertrag.
Für die Beauftragung und Ausführung der Leistungen des Loses 1 "Lieferung, Aufstellung, Inbetriebnahme und optionale Wartung von Batteriecontainern" gelten die Anforderungen und Bedingungen der Anlage A: Technische Bieterinformation, der Anlage B: EPC-Vertrag und der Anlage C: Wartungsvertrag.