Das LOS 32 "Maschinentechnik" beinhaltet im Wesentlichen die Detailplanung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der verfahrens- und
maschinentechnischen Komponenten, die bei der Erweiterung der Gasaufbereitung um einen Raseneisenerzfilter und bei der Erneuerung der
Gasverwertung (BHKW-Anlage) der Kläranlage Osnabrück-Eversburg anfallen.
Für die maschinentechnischen Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen ist es erforderlich die bestehenden BHKW-Module inkl. Peripherie an
2 Standorten zu demontieren und durch neue BHKW-Module inkl. Modulsteueranlage und Peripherie (= Kompaktanlagen) zu ersetzen. Die Demontage- und
Erneuerungsmaßnahmen umfassen ebenso alle Rohrleitungsund Anschlussarbeiten an den Bestand (z. B. Wärmenetz, Erdgasanschluss, Klär-/Faulgasanschluss,
Frisch-/Altölanlage etc.). Die Verkabelung der Kompaktanlagen ist ebenfalls im Umfang des LOS 32. Der Anschluss der Modulsteuerung an die NSHV des AG erfolgt
durch das LOS 33. Weiterhin sind die maschinentechnischen Komponenten des neuen Raseneisenerzfilters in den Bestand zu integrieren und bestehende Gasmessungen zu erweitern.
Die Programmierung der Kompaktanlagen erfolgt durch den AN.
Gasaufbereitung:
Die bestehende Gasaufbereitung erfolgt über zwei bestehende Aktivkohlefilter im Bauwerk [Nr. 19.5] Gasfilter soll mit einen neuen
Raseneisenerzfilter (Filtervolumen: 10 m³) im Außenbereich vor dem Gebäude [Nr. 19.3] Gasverteiler ergänzt werden. Der neue Filter wird in einem
Sicherheitsabstand von ? 6 m zum [Nr. 19.2] Gasspeicher aufgestellt und über Rammschutzpoller zur Betriebsstraße hin geschützt. Der
Raseneisenerzfilter wird mit Pfählen gegründet. Die Gründung erfolgt in einem vorgelagerten Bauabschnitt.
Die Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme sowie Erstbefüllung des Filters inkl. der Anschlüsse an Luftdosierung und Gasanalyse erfolgt durch den AN.
Gasverwertung:
Das Konzept zur Verwertung von Faulgas und zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie auf der Kläranlage mittels vier BHKW-Module bleibt bestehen. Die neuen BHKW-Module werden analog zum Bestand für den Betrieb mit Klär-/Faulgas und Erdgas ausgerüstet und an das jeweilige Netz angeschlossen. Die elektrische Anund Einbindung sowie Steuerung der BHKW-Module werden
ebenfalls analog zum Bestand ausgeführt.
Am Standort B (Faulung), [Nr. 20B] BHKW-Gebäude B, werden die bestehenden beiden BHKW-Module (je 250 kWel) durch zwei neue BHKW-Module (je ca. 333 kWel) ersetzt.
Analog zum Bestand erfolgt eine getrennte Aufstellung der Abgaswärmetauscher außerhalb der Module.
Die beiden bestehenden Abgasschornsteine am Treppenturm der Faulung bleiben bestehen. Die gemeinsame Abluftführung der Module im Gebäudeinneren wird künftig getrennt ausgeführt.
Die vorhandenen Gemischnotkühler (vertikale Aufstellung) werden durch leitungsstärkere und geräuschärmere Aggregate (horizontale Aufstellung) auf der Gebäuderückseite ersetzt. Zusätzliche
Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich. Die beiden stillgelegten Frisch- und Altölanlagen im Kellergeschoss des Maschinengebäudes werden im Rahmen der Erneuerung der Gasverwertung wieder in Betrieb genommen und in die BHKW-Anlagensteuerung eingebunden.
Am Standort A (Betriebszentrale), [Nr. 20A] BHKW-Gebäude A, werden ebenfalls die bestehenden beiden BHKW-Module (je 250 kWel) durch zwei neue BHKW-Module
(je ca. 333 kWel) ersetzt. Die Aufstellung der Abgaswärmetauscher erfolgt getrennt außerhalb der Module. Der bestehende und altersbedingt abgängige 13 m
hohe Abgasschornstein mit zwei innenliegenden Abgaszügen auf der nordwestlichen Gebäuderückseite wird durch einen neuen 20 m hohen Abgasschornstein mit zwei
innenliegenden Abgaszügen auf der nordöstlichen Gebäudeseite ersetzt. Der Abgasschornstein wird mit Pfählen gegründet. Die Gründung erfolgt in einem
vorgelagerten Bauabschnitt. Die vorhandenen Gemischnotkühler (vertikale Aufstellung) werden durch leitungsstärkere und geräuschärmere Aggregate (horizontale Aufstellung) auf
der Gebäuderückseite ersetzt. Zusätzliche Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich. Die beiden stillgelegten Frisch- und Altölanlagen
im Erdgeschoss des BHKW-Gebäudes werden wieder in Betrieb genommen und in die BHKW-Anlagensteuerung eingebunden.
Bauablauf:
Der Bauablauf erfolgt im Wesentlichen in folgenden Schritten:
1. Schritt: Erneuerung der BHKW-Module an Standort B
2. Schritt: Erneuerung der BHKW-Module an Standort A
Neubau Raseneisenerzfilter
Parallel erfolgt die Ausführung von LOS 31 "Bautechnik" und LOS 33 EMSR-Technik".