Das LOS 33 "EMSR-Technik" beinhaltet im Wesentlichen die Detailplanung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der elektrotechnischen und
automatisierungstechnischen Komponenten, die bei der Erweiterung der Gasaufbereitung um einen Raseneisenerzfilter und bei der Erneuerung der
Gasverwertung (BHKW-Anlage) der Kläranlage Osnabrück-Eversburg anfallen.
Für die elektrotechnischen Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen ist es erforderlich die neuen
Steuerschränke der BHKW-Module (= Kompaktanlagen) wieder in die NSHVs des AG anzubinden. Hierfür sind die
Komponenten (u. a. SYMAP-Geräte, EZA-Regler, Netzwerktechnik usw.) miteinander zu verkabeln, sowie den Trassenbau durchzuführen. Weiterhin sind die elektrotechnischen und automatisierungstechnischen Komponenten des neuen Raseneisenerzfilters in den Bestand zu integrieren und bestehende Gasmessungen zu erweitern.
Die Programmierung der Steuerungstechnik mit Ausnahme der Kompaktanlagen erfolgt bauseitig. Weiterhin erfolgt
die Erstellung der Stromlaufpläne und Planung der Niederspannungstechnik ebenfalls bauseits. Diese Pläne werden dem AN als Werks- und Montagepläne für die Schaltanlagen zur Verfügung gestellt. Die Prüfung der Stromlaufpläne gehört zum Leistungsumfang des AN.
Gasaufbereitung:
Die bestehende Gasaufbereitung erfolgt über zwei bestehende Aktivkohlefilter im Bauwerk
[Nr. 19.5] Gasfilter soll mit einen neuen Raseneisenerzfilter (Filtervolumen: 10 m³) im Außenbereich vor dem Gebäude [Nr. 19.3] Gasverteiler
ergänzt werden. Der neue Filter wird in einem Sicherheitsabstand von ? 6 m zum [Nr. 19.2] Gasspeicher aufgestellt und über Rammschutzpoller
zur Betriebsstraße hin geschützt. Der Raseneisenerzfilter wird mit Pfählen gegründet. Die Gründung erfolgt in einem vorgelagerten Bauabschnitt.
Die elektrische Einbindung Frostschutzheizung des Filters erfolgt mit dem Einbau eines neuen Sicherungselementes in den bestehenden E-Schrank der
Aktivkohlefilterung in Bauwerk [Nr. 19.5] Gasfilter. Die neu zu installierenden Messstellen werden durch die Nachrüstung von Ein/Ausgabebaugruppen an die im Schrank
vorhandene SPS angeschlossen.
Gasverwertung:
Das Konzept zur Verwertung von Faulgas und zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie auf der Kläranlage mittels vier BHKW-Module
bleibt bestehen. Die neuen BHKW-Module werden analog zum Bestand für den Betrieb mit Klär-/Faulgas und Erdgas ausgerüstet und an
das jeweilige Netz angeschlossen. Die elektrische Anund Einbindung sowie Steuerung der BHKW-Module werden ebenfalls analog zum Bestand ausgeführt.
Am Standort B (Faulung), [Nr. 20B] BHKW-Gebäude B, werden die bestehenden beiden BHKW-Module (je 250 kWel) durch zwei neue BHKW-Module (je ca. 333 kWel) ersetzt.
Analog zum Bestand erfolgt eine getrennte Aufstellung der Abgaswärmetauscher außerhalb der Module.
Die beiden bestehenden Abgasschornsteine am Treppenturm der Faulung bleiben bestehen. Die gemeinsame Abluftführung der Module im Gebäudeinneren wird künftig
getrennt ausgeführt.
Die vorhandenen Gemischnotkühler (vertikale Aufstellung) werden durch leitungsstärkere und geräuschärmere Aggregate (horizontale Aufstellung) auf der Gebäuderückseite ersetzt. Zusätzliche Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich. Die beiden stillgelegten Frisch- und Altölanlagen im Kellergeschoss des Maschinengebäudes werden im Rahmen
der Erneuerung der Gasverwertung wieder in Betrieb genommen und in die BHKW-Anlagensteuerung eingebunden.
Am Standort A (Betriebszentrale), [Nr. 20A] BHKW-Gebäude A, werden ebenfalls die bestehenden beiden BHKW-Module (je 250 kWel) durch zwei neue BHKW-Module
(je ca. 333 kWel) ersetzt. Die Aufstellung der Abgaswärmetauscher erfolgt getrennt außerhalb der Module. Der bestehende und altersbedingt abgängige 13 m
hohe Abgasschornstein mit zwei innenliegenden Abgaszügen auf der nordwestlichen Gebäuderückseite wird durch einen neuen 20 m hohen Abgasschornstein mit zwei
innenliegenden Abgaszügen auf der nordöstlichen Gebäudeseite ersetzt. Der Abgasschornstein wird mit Pfählen gegründet. Die Gründung erfolgt in einem
vorgelagerten Bauabschnitt. Die vorhandenen Gemischnotkühler (vertikale Aufstellung) werden durch leitungsstärkere und geräuschärmere Aggregate (horizontale Aufstellung) auf
der Gebäuderückseite ersetzt. Zusätzliche Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich. Die beiden stillgelegten Frisch- und Altölanlagen im Erdgeschoss des BHKW-Gebäudes werden wieder in Betrieb genommen und in die BHKW-Anlagensteuerung eingebunden.
Bauablauf:
Der Bauablauf erfolgt im Wesentlichen in folgenden Schritten:
1. Schritt: Erneuerung der BHKW-Module an Standort B
2. Schritt: Erneuerung der BHKW-Module an Standort A
Neubau Raseneisenerzfilter
Parallel erfolgt die Ausführung von LOS 31 "Bautechnik" und LOS 32 "Maschinentechnik".