Hinweise zum Verfahrensablauf:
Vorinformation: Diese Vorinformation enthält den Aufruf zum Wettbewerb. Hiermit informiert der Auftraggeber Unternehmen über den geplanten Auftrag und fordert sie auf, ihr Interesse formlos zu bekunden (Interessenbekundung, § 12 EU Abs. 2 Nr. 1 VOB/A).
Interessenbekundung: Die Interessenbekundung erfolgt formlos durch einfache Mitteilung an trautmann@buehner-rae.de. Weitere Mitteilungen, Nachweise oder Dokumente müssen zur Interessensbekundung noch nicht eingereicht werden.
Die Interessensbekundung muss eingegangen sein bis 06.10.2026, 12.00 Uhr.
Aufforderung zur Interessenbestätigung: Der Auftraggeber fordert alle interessierten Unternehmen, die bis zu dem Zeitpunkt der Aufforderung eine Interessensbekundung übermittelt haben, auf, ihr Interesse zu bestätigen (Aufforderung zur Interessensbestätigung). Diese Aufforderung ergeht frühestens 35 Tage nach Veröffentlichung dieser Vorinformation. Mit der Aufforderung zur Interessensbestätigung wird der Teilnahmewettbewerb nach § 3 EU Nr. 3 VOB/A und § 3b EU Absatz 3 VOB/A eingeleitet (§ 12 EU Abs. 2 S.1 VgV).
Teilnahmewettbewerb: Im Teilnahmewettbewerb prüft der Auftraggeber die Eignung der Unternehmen, die ihr Interesse bestätigt haben. Die Eignungskriterien werden mit der Aufforderung zur Interessensbestätigung bekanntgemacht.
Auswahl der Teilnehmer: Der Auftraggeber prüft die eingegangenen Teilnahmeanträge und wählt bis zu vier geeignete Unternehmen aus, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Die Auswahlkriterien zur Auswahl der zur Angebotsabgabe aufgeforderten Unternehmen werden mit der Aufforderung zur Interessensbestätigung bekanntgemacht.
Angebots- und Verhandlungsphase: Der Auftraggeber fordert die ausgewählten Unternehmen auf, Angebote einzureichen. Leistungsbeschreibung, Details der Angebotsabgabe und der Verhandlungen sowie Zuschlagskriterien werden vorher bekanntgegeben. Der Auftraggeber behält sich vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote vergeben, § 3b EU Abs. 3 Nr. 6 VOB/A.
Zuschlagserteilung: Nach Einreichung der endgültigen Angebote wird der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt.
Der Auftraggeber plant derzeit die Vergabe des Auftrags. Er kann jedoch ohne Angabe von Gründen von einer Auftragsvergabe absehen. In diesem Fall erfolgt keine Aufforderung zu Interessensbestätigung. Die Unternehmen, die ihr Interesse bekundet haben, werden entsprechend informiert.
Eignungskriterien:
Art: Eignung zur Berufsausübung
Beschreibung des Eignungskriteriums: (1) Nachweis der Erlaubnis zur Berufsausübung je nach den Rechtsvorschriften des Staats, in dem der Bewerber niedergelassen ist, entweder durch die Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister dieses Staates oder durch sonstigen Nachweis über die erlaubte Berufsausübung.
Art: Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Beschreibung des Eignungskriteriums:
(1) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz (netto) des Unternehmens in den letzten drei Geschäftsjahren.
Mindestgesamtumsatz: 1,3 Mio. EUR netto
(2) Nachweis einer Haftpflichtversicherung im Falle der Beauftragung mit einer Deckungssumme je Schadensereignis von mindestens 1 000 000 EUR für Personenschäden, 1 000 000 EUR für Sachschäden sowie 1 000 000 EUR für reine Vermögensschäden. Der Nachweis wird durch eine Bestätigung des Versicherers über das Bestehen der Versicherung mit den genannten Deckungssummen bereitgestellt. Ist das nicht der Fall, hat der Bewerber den Nachweis durch eine Bestätigung des Versicherers über die Bereitschaft, im Auftragsfall eine Versicherung mit den genannten Deckungssummen bereitzustellen, zu erfolgen.
Art: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Beschreibung des Eignungskriteriums: (1) Eigenerklärung zu mind. 3 vergleichbaren Referenzen durch eine Aufstellung der wesentlichen, innerhalb der letzten 5 Jahre sowie des laufenden Jahres erbrachten Leistungen des Bewerbers als Generalunternehmer/Generalübernehmer (=hat Planungs- und Bauleistungen erbracht). Anzugeben sind dabei - je Projekt/je Referenz der Leistungsinhalt und Leistungsumfang sowie die Modalitäten der Leistung, der Auftragswert, Ausführungszeit sowie der Auftraggeber mit Ansprechstelle (Telefonnummer/E-Mail--Adresse). Bescheinigungen des Auftraggebers können ergänzend zum Nachweis der Ordnungsmäßigkeit der Leistungserbringung vorgelegt werden.
Anwendung dieses Kriteriums:
Unter den geeigneten Bewerbern werden drei Unternehmen ausgewählt anhand der vorgelegten Referenzen. Die Referenzen werden nach folgenden Kriterien bewertet:
-öffentlicher Auftraggeber (ja = 5 Pkt./nein = 0 Pkt.)
- Sanierung eines Wohngebäudes (ja = 2 Pkt./nein = 0 Pkt.)
- Aufstockung eines Wohngebäudes (ja = 2 Pkt./nein = 0 Pkt.)
- Sanierung und Aufstockung eines Wohngebäudes (ja = 3 Pkt. / nein = 0 Pkt.)
- Sanierung eines Studierendenwohnheims (ja = 3 Pkt./nein = 0 Pkt.)
- Aufstockung eines Studierendenwohnheims (ja = 3 Pkt./nein = 0 Pkt.)
- Sanierung und Aufstockung eines Studierendenwohnheims (ja = 5 Pkt. / nein = 0 Pkt.)
- vergleichbares Bauvolumen (bis 1,5 Mio. EUR = 3 Pkt. / bis 1 Mio. EUR = 2 Pkt. / bis 0,5 Mio. EUR = 1 Pkt. / < 0,5 Mio. EUR = 0 Pkt.)
-Schlüsselfertige Errichtung (ja = 5 Pkt. / nein = 0 Pkt.)
- Zeitplan eingehalten (ja = 5 Pkt. / nein = 0 Pkt.)