Gegenstand der Ausschreibung sind Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß §§ 53, 55 HOAI in Verbindung mit Anlage 15 zur HOAI für das Vorhaben "L022 - Umbau Haus 4" am Standort Klinikum Lemgo der Klinikum Lippe GmbH.
Das Vorhaben betrifft die bauliche, funktionale und technische Weiterentwicklung vorhandener Gebäudestrukturen im Haus 4. Die Fachplanungsleistungen beziehen sich insbesondere auf den vollständigen Umbau der vorhandenen Station 42 im 2. Obergeschoss zu einer hochwertigen Wahlleistungsstation auf Grundlage eines Vorentwurfsgrundrisses und eines vorgegebenen Corporate-Interior-(CI)-Konzepts, die Nutzungsänderung der vorhandenen Station 41 im 1. Obergeschoss zu Arzt- und Untersuchungsbereichen der Gefäßchirurgie und Neurologie einschließlich MS-Ambulanz und Parkinson-Tagesklinik, den Rückbau des bestehenden Modulbaus der Firma Caldolto, den Neubau eines notwendigen massiven Ersatztreppenhauses über alle Geschosse vom Sockelgeschoss bis zum 4. Obergeschoss sowie die Wiederherstellung der betroffenen Außenflächen.
Die Vergabe erfolgt in zwei Losen. Los 1 - HLS / Gebäudeautomation / medizinische Gase umfasst die Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8. Dies betrifft insbesondere Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnische Anlagen, nutzungsspezifische Anlagen einschließlich medizinischer Gase sowie Gebäudeautomation einschließlich der Erweiterung der Gebäudeleittechnik.
Los 2 - ELT / Förderanlagen umfasst die Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 4, 5 und 6. Dies betrifft insbesondere Starkstromanlagen, fernmelde- und informationstechnische Anlagen sowie Förderanlagen einschließlich der Erneuerung der Doppelaufzugsgruppe im Haus 4.
Die ausgeschriebenen Leistungen umfassen die in den jeweiligen Leistungsbeschreibungen näher bezeichneten Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung. Die Beauftragung erfolgt je Los stufenweise. Mit Zuschlagserteilung werden je Los zunächst die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 beauftragt, soweit diese für die jeweilige Anlagengruppe Gegenstand der Beauftragung sind. Die weiteren Leistungsphasen können durch die Auftraggeberin je Los ganz oder teilweise gesondert abgerufen werden. Ein Anspruch auf Abruf weiterer Leistungsphasen besteht nicht.
Die Fachplanung ist auf die Umsetzung im vorhandenen Klinikbestand und unter Berücksichtigung des laufenden Klinikbetriebs auszurichten. Dabei sind insbesondere Anforderungen an Hygiene, Barrierefreiheit, Brandschutz, technische Schnittstellen, Medizintechnik, IT, Gebäudeautomation, Betriebsabläufe sowie eine termin- und kostensichere Realisierung zu berücksichtigen.