Die Verbandsgemeinde Diez vergibt für die Ortsgemeinden Holzappel, Laurenburg und Scheidt die Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für den Neubau einer Kita in Holzappel.
Der Neubau soll mit insgesamt 5 Gruppen ca. 100 Kitaplätze schaffen, und zwar für U2-Kinder ca. 8-10 Plätze und für Ü2-Kinder ca. 90-92 Kitaplätze.
Für den Neubau ist ein Grundstück in der Gemarkung Holzappel, Flur 12, Flurstück 56, von insgesamt 4.923 m² vorgesehen. Derzeit handelt es sich bei dem Grundstück um eine Wiese. Der für die Durchführung des Vorhabens erforderliche Bebauungsplan befindet sich in Aufstellung.
Die Auftraggeberin ließ im Vorfeld der Ausschreibung eine Machbarkeitsstudie durchführen. Diese ist Inhalt der Vergabeunterlagen. Dargestellt sind zwei Varianten der Ausführung, und zwar mit einem eingeschossigem und mit einem zweigeschossigen Gebäude und jeweils einer Nutzungsfläche von 925 m². Die Auftraggeberin hat sich für die Ausführung in einem Geschoss ohne Keller entschieden. Die bevorzugte Ausführungsweise ist in Holz, Holzhybrid oder Holzmodulbauweise. Die Auftraggeberin ist im Hinblick auf die wirtschaftliche Ausführung zu beraten.
Vorgesehen ist die Errichtung der Kita nach dem sogenannten Teiloffenen Konzept der Auftraggeberin. Das pädagogische Konzept der Kita Holzappel ist Bestandteil der Vergabeunterlagen und ist bei der Planung zu beachten.
Die Planung soll nach erfolgter Beauftragung zügig durchgeführt werden. Die Leistungsphase 3 ist drei Monate nach Beauftragung vorzulegen. Die Ausführung des Vorhabens ist vom Ende 2026 bis Anfang 2028 geplant.
Gegenstand dieser Ausschreibung ist Los 3: Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1-6 nach § 51 HOAI.
Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4 und anschließend die Leistungsphasen 5-6 beauftragt werden.
Die voraussichtlichen Kosten werden wie folgt erwartet (netto):
KG 300 Bauwerk - Baukonstruktion 3.000.000,00 EURKG 400 Bauwerk - Technische Anlagen 900.000,00 EURKG 500 Außenanlagen und Freiflächen 320.000,00 EUR
Die Objektplanung Gebäude ist bereits vergeben. Parallel werden an die Planungsleistungen TGA HLS und Elektro sowie die Freianlagenplanung vergeben.
Hinsichtlich der Bewertung Ihres Honorarangebots wird meine Mandantin wie folgt verfahren: Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Honorar mit einem 1,5-fach so hohen Preis erhält 0 Punkte. Zwischenwerte werden ins Verhältnis gesetzt. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 10 Stunden Unternehmensleitung (Geschäftsführer, Partner, Inhaber)- 30 Stunden angestellte Architekten / Ingenieure - 20 Stunden Zeichner / sonstige Mitarbeiter
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement vorgestellt wird, welcher eine qualitative Ausführung sowie die Einhaltung von Bauzeit und Baukosten erwarten lässt. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem eine qualitäts-, termin- und kostenoptimierte Ausführung zu erwarten ist.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Beachtung von Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung bei Planung und Umsetzung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf die Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung gar nicht bis kaum geachtet wird. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem auf die Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung durch entsprechende Zielsetzung geachtet wird und diese in der Planung berücksichtigt werden. Mit 7-10 Punkte wird ein Angebot bewertet bei dem das Büro eine geübte Methodik an den Tag legt, dass eine besonders nachhaltige und ressourcenschonende Umsetzung verspricht.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Intensität der ingenieurtechnischen Kontrolle" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, dass keine rechtzeitige Kontrolle der Ausführung des Tragwerks während der Bauzeit erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine rechtzeitige Kontrolle erwarten lässt und eine mehr als nur stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine nahezu durchgehende Kontrolle der Tragwerksausführung vorsieht.
Hinsichtlich des Wertungskriterium "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Verteilung von Risiken und Zuständigkeiten zulasten der Auftraggeberin führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigeren Verteilung von Risiken und Zuständigkeiten zulasten der Auftraggeberin führt als im Vertragsentwurf vorgesehen, beispielsweise durch eine geringfügige Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für die Auftraggeberin günstigere Verteilung von Risiken und Zuständigkeiten vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
Die Auftragserteilung erfolgt stufenweise. Zunächst werden, die Leistungsphasen 1-4 beauftragt (Leistungsstufe 1). Danach werden optional die Leistungsphasen 5-6 (Leistungsstufe 2) beauftragt. Auf eine über die Leistungsstufe 1 hinausgehende Beauftragung mit optional ausgeschriebenen Leistungen besteht kein Anspruch.
In der ersten Phase - Teilnahmewettbewerb - wird die Eignung der Bieter geprüft. 3-5 der am besten geeigneten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Angebote sollen in einer oder mehreren Runden verhandelt werden. Der Zuschlag auf das Erstangebot bleibt vorbehalten.
Von Bewerbern/Bietern erkannte Verstöße der vergebenden Stelle gegen das geltende Vergaberecht hat der Bieter gegenüber dem Auftraggeber innerhalb von 10 Kalendertagen zu rügen. Erklärt der Auftraggeber, dass er der Rüge nicht abhelfen will, hat der Bieter binnen einer Frist von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung bei folgender Stelle schriftlich einen Nachprüfungsantrag zu stellen:Vergabekammer Rheinland-Pfalz Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Stiftsstraße 955116 MainzDeutschlandE-Mail: vergabekammer.rlp@mwvlw.rlp.deTel.: +49 6131 / 165240Fax: +49 6131 / 162113
1. Die Teilnahmeanträge sind mit den geforderten Erklärungen und Nachweisen innerhalb der Teilnahmefrist elektronisch - nur über das Bietertool der Vergabeplattform einzureichen. Hierzu kann das veröffentlichte vorbereitete Teilnahmeformular genutzt werden. Hinsichtlich der Eigenerklärungen kann der Nachweis vorläufig durch eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung geführt werden. Maßgeblich bleibt jedoch der Inhalt der Bekanntmachung.2. Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die Vergabeplattform geführt. Das bieterindividuelle Postfach auf der Vergabeplattform fungiert als "elektronischer Briefkasten" der Bieter und ist für den Zugang von Erklärungen, Nachforderungen pp. im Vergabeverfahren maßgeblich und verbindlich.3. Der Versand der Einladungen zum Verhandlungsgespräch, der Informationsschreiben gemäß § 134 GWB und sonstiger Schriftverkehr, wie z.B. Nachforderungen, erfolgt ebenso über das Bieterpostfach der Vergabeplattform. 4. Eine Ausnahme von der Nutzung der Vergabeplattform besteht für das Zuschlagsschreiben. Dieses kann vom Auftraggeber direkt an die vom Bieter angegebene E-Mail-Adresse versandt werden.5. Im Falle der Bewerbung einer Arbeits-/Bietergemeinschaft erfolgt die Korrespondenz ausschließlich über den bevollmächtigten Partner der Arbeits-/Bietergemeinschaft.6. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.
Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Nachweis des Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben nachgekommen ist,
Nachweis des Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung der gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge nachgekommen ist,
1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.
Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekt, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB).
Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Planung und Bauüberwachung der Tragwerksplanung wie folgt nachzuweisen: - mindestens drei Referenzobjekte über Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für die Tragwerksplanung in einer vergleichbaren Größenordnung mit Baukosten in der KG 300 und KG 400 von mindestens 1.0 Mio. EUR;- die Leistungen sind mind. in den Leistungsphasen 3 und 6 gemäß § 51 HOAI erbracht worden,- das Objekt muss nach dem 01.01.2020 und vor dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung fertig gestellt worden sein (d.h. Abschluss der LP 8, alternativ die Inbetriebnahme).
Mindestens zwei Referenzobjekte müssen die ingenieurtechnische Kontrolle während der Ausführung beinhalten (besondere Leistung in der LP 8 der Objektplanung).
Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen.
Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Excel-Datei "Teilnahmeantrag" genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Den Teilnahmeantrag bitten wir im Excel-Format einzureichen, sonstige Unterlagen in PDF. Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen.
Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB).+Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Projektteam muss mit mindestens zwei Personen (Projektleitung und Stellvertretung) besetzt sein. Beide müssen berechtigt sein in Deutschland die Berufsbezeichnung Ingenieur im Bauingenieurwesens/Tragwerksplanung zu führen.
Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung.
Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
1. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist.2. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (SanktionenVO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft.
Mindestanforderung:Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 3,0 Mio. EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 3,0 Mio. EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung über die Haftpflichtversicherung oder durch eine Erklärung der Versicherung nachzuweisen, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung stehen wird. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.
Erklärung über den Umsatz für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis Vorzulegen.
Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungsleistungen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen erfüllen. 1 Referenz = 2 Punkte; 2 Referenzen = 4 Punkte; 3 Referenzen = 6 Punkte; 4 Referenzen = 8 Punkte; 5 und mehr Referenzen = 10 Punkte. Durch die Einreichung von zusätzlichen Referenzen über die Mindestanzahl hinaus, die ebenfalls den Mindestanforderungen entsprechen, kann eine bessere Bewertung erzielt werden. Erreichen die Bieter bei einer Überschreitung der Höchstzahl der zugelassenen Bieter in der Gesamtwertung dieselbe Punktezahl, entscheidet das Los.
Berufserfahrung des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters in Jahren. Maßgeblich ist die Summe der durch den Projektleiter und des stellv. Projektleiters erreichten Punkte. 1 Punkt = 1-4 Jahre Berufserfahrung; 2 Punkte = 5-8 Jahre Berufserfahrung; 3 Punkte = 9-12 Jahre Berufserfahrung; 4 Punkte = 13-16 Jahre Berufserfahrung; 5 Punkte = ab 17 Jahren Berufserfahrung. Erreichen die Bieter bei einer Überschreitung der Höchstzahl der zugelassenen Bieter in der Gesamtwertung dieselbe Punktezahl, entscheidet das Los.
Berufserfahrung des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen erfüllen. 1 Referenz = 1 Punkt; 2 Referenzen = 2 Punkte; 3 Referenzen = 3 Punkte; 4 Referenzen = 4 Punkte; 5 und mehr Referenzen = 5 Punkte. Maßgeblich ist die Summe der durch den Projektleiter und des stellv. Projektleiters erzielten Punkte.
Durch die Einreichung von zusätzlichen Referenzen über die Mindestanzahl hinaus, die ebenfalls den Mindestanforderungen entsprechen, kann eine bessere Bewertung erzielt werden. Erreichen die Bieter bei einer Überschreitung der Höchstzahl der zugelassenen Bieter in der Gesamtwertung dieselbe Punktezahl, entscheidet das Los.
Die Auftragsausführung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten:
Zugelassen ist, wer berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Ingenieur im Bauingenieurwesens/Tragwerksplanung zu führen oder nach den EU-Richtlinien berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als entsprechender Ingenieur tätig zu werden. Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen entsprechenden Ingenieur benennen.