Die Verbandsgemeinde Prüm beabsichtigt die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage Oberes Prümtal in Watzerath.Die Planungsleistungen der Kläranlage sind weitestgehend abgeschlossen, die Ausschreibung der Bauleistung steht aus. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Leistung des Prüfsachverständigen für Standsicherheit.
Objektliste und Kostenrahmen:Die zu planenden Objekte ergeben sich nach dem derzeitigen Stand der Planung aus dem beiliegenden Lageplan.
Die anliegende Objektliste entspricht dem derzeitigen Stand der Planung.
Das Bauvorhaben ist nach dem Landeswasserrecht erlaubnisbedürftig (§ 62 LwG).
Allerdings möchte die vergebende Stelle den Prüfsachverständigen für die Standsicherheit bereits frühzeitig in die Planung einbeziehen. Ferner sollen Verzögerungen in der Bearbeitung aus der Dauer eines Vergabeverfahrens über die Prüfsachverständigen Leistungen vermieden werden.
Zur Vergütungsabrede:Eine Vergütung gemäß Prüfverordnung ist vorgesehen.
Zur zeitlichen Umsetzung des Planungsvorhabens:Der Baubeginn der ersten Gewerke soll im Oktober 2026 stattfinden. Eine Bauzeit von 3 Jahren ist kalkuliert.
Es wird verwiesen auf die Leistungsbeschreibung.
Siehe kurze Beschreibung.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Preis" erhält das Angebot mit dem in Summe günstigsten Honorar 10 Punkte. 0 Punkte erhält ein Angebot mit dem 1,5-fachen Angebotspreis. Dazwischen wird linear interpoliert.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Organisatorisches und personelles Konzept zur Einhaltung der Prüffristen und des Projektbearbeitungskonzepts des AG" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem nicht zu erwarten ist, dass die Fristen regelmäßig eingehalten werden. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem zu erwarten ist, dass die Prüffristen regelmäßig eingehalten werden. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem ein Konzept vorgeschlagen wird, dass sich am Bearbeitungskonzept der Planung des AG orientiert, die Vorprüfung bereits auf Grundlage der vorzunehmen und bei dem mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass stets die Prüffristen und die Arbeitsabläufe eingehalten werden.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Reaktionszeit auf unvorhergesehene Termine" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das nicht hinreichend sicher erwarten lässt, dass ein qualifizierter Ingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Konzept bei dem sicher zu erwarten ist, dass ein qualifizierter Ingenieur oder Prüfingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann. 7-10 Punkten erhält ein Konzept bei dem sicher zu erwarten ist, dass ein qualifizierter Prüfingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann.
Hinsichtlich des Wertungskriterium "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
In der ersten Phase - Teilnahmewettbewerb - wird die Eignung der Bieter geprüft. 3-5 geeignete Bieter werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Angebote sollen in einer oder mehreren Runden verhandelt werden. Der Zuschlag auf das Erstangebot bleibt vorbehalten.
Von Bewerbern/Bietern erkannte Verstöße der vergebenden Stelle gegen das geltende Vergaberecht hat der Bieter gegenüber dem Auftraggeber innerhalb von 10 Kalendertagen zu rügen. Erklärt der Auftraggeber, dass er der Rüge nicht abhelfen will, hat der Bieter binnen einer Frist von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung bei folgender Stelle schriftlich einen Nachprüfungsantrag zu stellen:Vergabekammer Rheinland-Pfalz Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Stiftsstraße 955116 MainzDeutschlandE-Mail: vergabekammer.rlp@mwvlw.rlp.deTel.: +49 6131 / 165240Fax: +49 6131 / 162113
1. Die Teilnahmeanträge sind mit den geforderten Erklärungen und Nachweisen innerhalb der Teilnahmefrist elektronisch - nur über das Bietertool der Vergabeplattform einzureichen. Hierzu kann das veröffentlichte vorbereitete Teilnahmeformular genutzt werden. Hinsichtlich der Eigenerklärungen kann der Nachweis vorläufig durch eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung geführt werden. Maßgeblich bleibt jedoch der Inhalt der Bekanntmachung.2. Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die Vergabeplattform geführt. Das bieterindividuelle Postfach auf der Vergabeplattform fungiert als "elektronischer Briefkasten" der Bieter und ist für den Zugang von Erklärungen, Nachforderungen pp. im Vergabeverfahren maßgeblich und verbindlich.3. Der Versand der Einladungen zum Verhandlungsgespräch, der Informationsschreiben gemäß § 134 GWB und sonstiger Schriftverkehr, wie z.B. Nachforderungen, erfolgt ebenso über das Bieterpostfach der Vergabeplattform. 4. Eine Ausnahme von der Nutzung der Vergabeplattform besteht für die Zuschlagserteilung.5. Im Falle der Bewerbung einer Arbeits-/Bietergemeinschaft erfolgt die Korrespondenz ausschließlich über den bevollmächtigten Partner der Arbeits-/Bietergemeinschaft.6. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.
Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist.
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist.
1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.
Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekt, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB).
Mindestanforderung -Eignungsanforderungen an die Berufserfahrung des Bewerbers:
Zum Nachweis seiner besonderen Erfahrung muss der Bewerber mindestens folgende Referenzprojekte angeben, bei denen der Prüfauftrag nach dem 01.01.2020 und vor dem Tag der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung abgeschlossen wurde:1. Eine Referenz hinsichtlich einer statisch-konstruktiven Prüfung der Genehmigungsplanung eines vergleichbaren Ingenieurbauwerks einer Kläranlage in der KG 300 von mindestens 1.000.000 EUR netto.2. Eine Referenz hinsichtlich der statisch-konstruktiven Prüfung der Genehmigungsplanung eines Massivbauwerks und Anbauten aus Holz- oder Stahlbaukonstruktionen mit Baukosten in der KG 300 von mindestens 500.000 EUR netto.
Zu den Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Der Bewerber hat für die jeweilige Referenz eine kurze Beschreibung der Maßnahme zu machen (max. 3 DINA4-Seiten).
Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Excel-Datei "Teilnahmeantrag" genutzt werden. Maßgeblich ist der Inhalt der Bekanntmachung. Den Teilnahmeantrag bitten wir im Excel-Format einzureichen, sonstige Unterlagen in PDF.
1. Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB).
2. Mindestanforderungen - I. Eignungsanforderungen an die Qualifikation des Bewerbers:Dem Team des Bewerbers müssen bauaufsichtlich anerkannte Prüfsachverständige angehören.
II. Eignungsanforderungen an die Bürogröße des Bewerbers:Das Büro des Bewerbers oder der Bewerbergemeinschaft muss über eine Mindestanzahl von einem Ingenieuren für die Prüfaufgabe verfügen.
Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
Erklärung über den Umsatz für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
Mindestanforderung:Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 3 Millionen EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 3 Millionen EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen. Ausreichend ist eine Bescheinigung, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung steht. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.
1. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist.2. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (Sanktionen VO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft.
Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung.
Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen.
Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Prüfleistungen bei Ingenieurbauwerken anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen erfüllen.
Bei gleichqualifizierten Bewerbern entscheidet hinsichtlich der Teilnehmerauswahl das Los. Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen.
Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen in Jahren (Projektleitung und stellvertretende Projektleitung).
Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen erfüllen.
Die Auftragsausführung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten.
Anerkannte Prüfingenieure für Stahl- und Massivbau:Die Prüfleistung der Standsicherheitsnachweise sowie der Ausführungszeichnungen der Stahl- und Massivbauwerke sind gemäß § 47 Abs. 5 VgV direkt von dem Bieter/der Bietergemeinschaft selbst durchzuführen mit Ausnahme der örtlichen Prüfungen von Stoffen und Bauteilen.