Die drei Auftraggeber benötigen eine homogene Finanzbuchhaltungs-Lösung zur Ablösung der bestehenden Systeme. Die Umsetzung des Projekts in allen seinen Erfordernissen muss als eine Full-Service-Dienstleistung des Bieters erfolgen, die Installation, Support, Wartung (Bereitstellung v. Updates, HotFixes u. Security-Updates) und bei Bedarf Individualentwicklung sowie Standard-Erweiterungen (Erweiterungs-Module) anbietet. Installation, Konfiguration sowie die Migration der Anwendung und aller zugehörigen Komponenten erfolgen durch den Bieter in enger Abstimmung mit der IT-Abteilung und Finanzabteilung des Auftraggebers.
Das System muss eine digitale und workflowbasierte Haushaltsplanung ermöglichen. Eine Anlagenbuchhaltung muss enthalten und vollständig in die Softwarelösung integriert sein. Weitere Anforderungen ergeben sich aus den Leistungsverzeichnissen 1WW, 2MzBin und 3RHK.
Das System samt der zugehörigen Lizenzen ist zu liefern und zu installieren. Eine lokale Middleware ist bereit zu stellen; die Auftraggeber sind bei der Anbindung ihrer Drittsysteme zu unterstützen. Das System ist über eine Laufzeit von 5 Jahren zu warten. Näheres regeln die Leistungsverzeichnisse.
Die Bereitstellung der Software muss im Cloud-Betrieb auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure erfolgen. Diese Betriebsart muss bereits bei Kunden des öffentlichen Sektors in Deutschland nachweislich im Produktivbetrieb sein. Die Daten dürfen ausschließlich in Deutschland gespeichert sein.
Leistungszeitraum: Das System muss so eingerichtet und produktiv gesetzt werden, dass die Haushaltsplanung für das Jahr 2027 vollständig mit der neuen Lösung noch im laufenden Jahr 2026 durchgeführt werden kann. Die Produktivsetzung soll am Stichtag 01.01.2027 erfolgen.
Siehe kurze Beschreibung
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 100 Punkte. Ein Angebot mit einem 2-fachen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung des Angebots fließen die Preise aus dem Angebotsformblatt inklusive der Preise für die ergänzend aufgeführten Leistungen, soweit diese für die Auftragsdurchführung erforderlich sind, mit ein.
In den Leistungsverzeichnissen sind Qualitätsanforderungen aus den mit "B" gekennzeichneten Beschreibungen ersichtlich. Ein Angebot erhält:100 Punkte, wenn die Anforderungen in dem jeweiligen Punkt vollständig erfüllt werden,50 Punkte, wenn die Anforderungen teilweise,10 Punkte, wenn die Anforderungen minimal und 0 Punkte, wenn die Anforderungen nicht erfüllt werden.Insgesamt sind mindestens 0 und höchstens 27.300 Wert-Punkte zu erzielen, davon entfallen 9.500 Wert-Punkte auf das LV1 WW, 8.900 Wert-Punkte auf das LV 2 MzBin und ebenfalls 8.900 Wert-Punkte auf das LV 3 RHK.Für die höchstmögliche Punktzahl werden 100 Punkte vergeben. Zwischen der höchstmöglichen Punktzahl und 0 Punkten wird linear interpoliert.
Von Bewerbern/Bietern erkannte Verstöße der vergebenden Stelle gegen das geltende Vergaberecht hat der Bieter gegenüber dem Auftraggeber innerhalb von 10 Kalendertagen zu rügen. Erklärt der Auftraggeber, dass er der Rüge nicht abhelfen will, hat der Bieter binnen einer Frist von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung bei folgender Stelle schriftlich einen Nachprüfungsantrag zu stellen:Vergabekammer Rheinland-Pfalz Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Stiftsstraße 955116 MainzDeutschlandE-Mail: vergabekammer.rlp@mwvlw.rlp.deTel.: +49 6131 / 165240Fax: +49 6131 / 162113.
1. Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die Vergabeplattform geführt. Das bieterindividuelle Postfach auf der Vergabeplattform fungiert als "elektronischer Briefkasten" der Bieter und ist für den Zugang von Erklärungen, Nachforderungen pp. im Vergabeverfahren maßgeblich und verbindlich.2. Der Versand der Informationsschreiben gemäß § 134 GWB und sonstiger Schriftverkehr, wie z.B. Nachforderungen, erfolgt ebenso über das Bieterpostfach der Vergabeplattform. 3. Eine Ausnahme von der Nutzung der Vergabeplattform besteht für die Zuschlagserteilung. Das Zuschlagsschreiben kann auch auf anderem Wege, z.B. per E-Mail an die vom Bieter benannte E-Mail-Adresse erfolgen.4. Im Falle der Bewerbung einer Arbeits-/Bietergemeinschaft erfolgt die Korrespondenz ausschließlich über den bevollmächtigten Partner der Arbeits-/Bietergemeinschaft.5. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.
Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist.
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist.
1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.
Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten.
Der Bieter muss über ein zertifiziertes Qualitäts- oder Informationssicherheitsmanagementsystem verfügen. Als Mindestanforderung gilt: ISO 9001 (Qualitätsmanagement) oder ISO/IEC 27001 (Informationssicherheitsmanagement)Gleichwertige Zertifizierungen oder Nachweise sind zulässig, sofern sie in Inhalt und Aussagekraft vergleichbar sind.Das Zertifikat muss zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe gültig sein.
Mindestanforderung:
Einzureichen sind mindestens zwei Referenzobjekte:1. Der Bieter muss mindestens ein erfolgreich abgeschlossenes und produktiv betriebenes Referenzprojekt nachweisen:- bei einem Landkreis oder einer vergleichbaren öffentlichen Einrichtung- mit einer Größenordnung von mindestens 100.000 Einwohnern- bezogen auf die Einführung und den produktiven Betrieb der angebotenen SoftwarelösungDas Referenzprojekt darf zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe nicht länger als fünf Jahre abgeschlossen sein.2. Der Bieter muss seine spezielle Projektmanagement- und Migrationserfahrung nachweisen, indem mindestens ein Migrationsprojekt dargestellt wirdbei dem das System mpsNF auf die angebotene Softwarelösung des Bieters migriert wurde und welches erfolgreich abgeschlossen und produktiv betrieben wird.
Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind.
Zu den Referenzen hat der Bewerber mitzuteilen, inwieweit sie von den zur Ausführung vorgesehenen Personen erbracht worden sind; ebenso Namen, Anschrift und Kontaktdaten des Referenzgebers. Der Bewerber hat für die jeweilige Referenz eine kurze Beschreibung der Maßnahme zu machen (max. 3 DINA4-Seiten).
Es werden nur Referenzen berücksichtigt, die die Mindestanforderungen erfüllen und eine aussagekräftige Beschreibung enthalten, aus der die Erfüllung dieser Mindestanforderungen hervorgeht. Eine nur namentliche Aufzählung ist nicht ausreichend.
Die beiden für die Projektleitung vorgesehenen Personen (Person 1: Gesamtprojektverantwortlicher; Projektmanager für die Erstellung des Gesamtsystems und Person 2: GesamtprojektverantwortlicherProjektleiter als Ansprechpartner) müssen in vergleichbaren Projekten erfahren sein. Entsprechende Referenzleistungen sind anzugeben. Beide Personen müssen über eine Berufserfahrung im einschlägigen Bereich von mindestens drei Jahren verfügen.Beide Personen müssen Deutsch mindestens auf C1-Niveau beherrschen.
Das Projektteam muss aus mindestens zwei Personen bestehen: (Person 1: Gesamtprojektverantwortlicher; Projektmanager für die Erstellung des Gesamtsystems und Person 2: Gesamtprojektverantwortlicher Projektleiter als Ansprechpartner).Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Person (Person 1: Gesamtprojektverantwortlicher; Projektmanager für die Erstellung des Gesamtsystems und Person 2: Gesamtprojektverantwortlicher Projektleiter als Ansprechpartner) namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB).
Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
1. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist.2. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (SanktionenVO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft.
Mindestanforderung:Der Bewerber muss mit dem Teilnahmeantrag erklären, dass er über eine bestehende Betriebshaftpflichtversicherung verfügt mit mindestens folgenden Deckungssummen:- Personenschäden: mindestens 5 Mio. EUR je Schadensfall,- Sach- und Vermögensschäden: mindestens 3 Mio. EUR je Schadensfall.Dies ist auf Verlangen durch eine Bescheinigung der Haftpflichtversicherung oder durch eine Erklärung der Versicherung nachzuweisen, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung stehen wird.
- Der Bieter muss einen Mindestjahresumsatz im Bereich Softwarelösungen für das kommunale Finanzwesen / öffentliche Verwaltung nachweisen.- Der Mindestumsatz muss mindestens das 2-fache des jährlichen Auftragswertes betragen.- Der Nachweis ist für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre zu erbringen. Der vorläufige Nachweis wird durch Eigenerklärungen erbracht, die auf Verlangen durch geeignete Bestätigungen nachzuweisen ist (z. B. durch testierte Jahresabschlüsse).
Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis Vorzulegen.