Generalplanungsleistungen (Objektplanung Gebäude und Innenräume, Fachplanung Technische Ausrüstung ELT und HLSK) zur Sanierung von Brandschutzmängeln
Das Klinikgelände ist geprägt durch eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäude, unterschiedlicher Bauweise und Baujahre. Die Bauteile sind verbunden, die Häuser freistehend.Die im Vorfeld vorgenommene Brandschutztechnische Bestandsanalyse wurde aus diesem Grund auf Bauteilebene bzw. pro Haus durchgeführt.Eine detaillierte Aufstellung der baulichen Randbedingungen der Bauteile/Häuser, der vorgefundenen Mängel sowie möglicher Maßnahmen werden im Verlauf des Vergabeverfahrens zur Verfügung gestellt.Für die brandschutztechnische Behebung der Mängel wird die Generalplanung mit den Leistungsbildern Objektplanung Gebäude und technische Ausrüstung (Anlagengruppen 3 - 5) gemäß HOAIausgeschrieben.Es werden stufenweise die Leistungsphasen 1-3 und 5-8 des Leistungsbildes Objektplanung Gebäude u. Innenräume gem. § 34 Abs. 1 HOAI 2021 i.V.m. Anl. 10 Nr. 10.1 vergeben. Zudem werden die Besonderen Leistungen der Mitwirkung bei der Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln, die arbeitstägliche Besetzung der Baustelle mit fachkundigem Personal vergeben. Der Klinikbestand soll hinsichtlich des baulichen-, anlagentechnischen Brandschutzes auf Basis der Brandschutztechnischen Bestandsanalyse ertüchtigt werden. Die Maßnahme erfolgt im laufenden Klinikbetrieb.Geplant ist die brandschutztechnische Sanierung der Bauteile 1-3 und 5-8 + Haus 103 & 105 als Gesamtmaßnahme (BGF ca.65.000 m²). Das Projekt gliedert sich in Teilmaßnahmen 1, 3 und 4. Die Teilmaßnahme 2 wurde bereits umgesetzt.
siehe Dokument "2.02_Wertungsgrundlagen"
Der Auftrag umfasst zunächst die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 gemäß den detaillierten Leistungsbildern/ Teilleistungstabellen der Teilmaßnahmen 1, 3 und 4. Die AG beabsichtigt, den AN auch mit den Leistungen der Leistungsphasen 5 bis 8 zu beauftragen. Der Abruf erfolgt für alle Teilmaßnahmen und Leistungsphasen einzeln. Aufgrund der erforderlichen Gremienläufe kann der Abruf der nachfolgenden Stufe jeweils bis zu ca. 6 Monate dauern. Im Fall einer Unterbrechung (z.B. durch Gremienläufe) hat der AN seine Leistungen spätestens 30 Kalendertage nach Abruf der jeweiligen Leistungsstufen durch die AG fortzusetzen. Die AG ist berechtigt einzelne Teilleistungen der Leistungsphasen nicht oder nicht vollständig abrufen.
Es handelt sich um ein 2- stufiges Verhandlungsverfahren nach § 17 VgV gemäß Abschnitt 6, § 74 VgV. Innerhalb eines Teilnahmewettbewerbs werden maximal 5 Bieter ausgewählt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Der öffentliche Auftraggeber behält sich gem. § 17 Abs. 11 VgV die Möglichkeit vor, den Auftrag auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlung mit den Bietern einzutreten.
Vergabeportal des DTVP; Kommunikationstool des jeweiligen Projektraums. Bietende / Bewerbende werden mittels E-Mail-Nachricht unterrichtet, dass eine Nachricht hinterlegt wurde.
Möchte ein Unternehmen einen Verstoß gegen Vergabevorschriften geltend machen, so hat es diese innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen ab Kenntnis gegenüber der Auftraggeberin zu rügen. Der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die auf Grund der Bekanntmachung oder erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe der Auftraggeberin gegenüber gerügt werden.
Teilt die Auftraggeberin dem Unternehmen mit, dass sie der Rüge nicht abhelfen werde, so kann das Unternehmen innerhalb einer Frist von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen schriftlichen Antrag auf Nachprüfung bei der zuständigen Vergabekammer stellen (§ 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)).
Die genannten Fristen gelten nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 S. 2 bleibt unberührt.
Der Auftraggeber wird nach Ausübung seines pflichtgemäßenErmessens über die Nachforderung von Unterlagen entscheiden. Kommunikation über das Vergabeportal der DTVP; Kommunikationstool des jeweiligen Projektraums. Bietende / Bewerbende werden mittels E-Mail-Nachricht unterrichtet, dass eine Nachricht hinterlegt wurde. Nachforderung erfolgt nach § 56 VgV.
Eigenerklärung zur Haftpflichtversicherung, dass eine aktuell gültige Haftpflichtversicherung oder eine vergleichbare marktübliche Versicherung mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 5,0 Mio. Euro für Personenschäden und 3,0 Mio. Euro für Sach- und Vermögensschäden pro Versicherungsjahr und Schadensfall besteht.
Oder, sollte kein entsprechender Versicherungsschutz bestehen, unwiderrufliche und unbedingte, Eigenerklärung, dass im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung mit ausreichender Deckungssumme abgeschlossen und ein entsprechender Nachweis vor Erteilung des Zuschlags vorgelegt wird.
1. ) Eigenerklärung, dass für die Ausführung der Leistungen erforderliche Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich)
2.) Anzahl der durchschnittlich jährlich Beschäftigten der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023-2025): mindestens 15 Mitarbeitende.Die Anzahl der durchschnittlich jährlich Beschäftigten sind bei Bietergemeinschaften für jedes Mitglied und bei für den Eignungsnachweis notwendigen Nachunternehmern getrennt anzugeben.Bei einer Bietergemeinschaft muss diese Mindestanforderung nicht von jedem Mitglied einzeln erfüllt werden. Es genügt, wenn die von den Mitgliedern jeweils nachgewiesenen Beschäftigtenzahlen in der Summe mindestens 15 Mitarbeitende ergeben. Eine Mindestbeschäftigtenzahl je Mitglied der Bietergemeinschaft wird nicht gefordert.Soweit sich der Bieter oder die Bietergemeinschaft zum Nachweis der Mindestbeschäftigtenzahl auf die Kapazitäten anderer Unternehmen im Wege der Eignungsleihe stützt, werden deren Beschäftigtenzahlen ebenfalls berücksichtigt. Voraussetzung ist, dass die erforderlichen Erklärungen und Nachweise zur Eignungsleihe vorgelegt werden. Die Beschäftigtenzahlen sind für jedes beteiligte Unternehmen gesondert auszuweisen.
Angaben zu den technischen Fachkräften oder den technischen Stellen, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, unabhängig davon, ob diese dem Unternehmen angehören oder nicht: Architekt, Ingenieur/Techniker, mind. 4 Fachkräfte; Ingenieure/ Techniker für Elektrotechnik mind. 2 Fachkräfte; Ingenieure/ Techniker für Gebäudetechnik mind. 2 Fachkräfte. Die Mitarbeitenden sind bei Bietergemeinschaften für jedes Mitglied und bei für den Eignungsnachweis notwendigen Nachunternehmern getrennt anzugeben.Bei einer Bietergemeinschaft muss die Mindestanforderung an die Fachkräfte nicht von jedem Mitglied einzeln erfüllt werden. Es genügt, wenn die Fachkräfte insgesamt nachgewiesen werden.
Der Bewerber muss besondere Kenntnisse im Bereich des anlagentechnischen Brandschutzes nachweisen, beispielsweise durch:- eine Zertifizierung nach DIN 14675;- vergleichbare Fortbildungen oder Qualifikationen.
Teilnahmeberechtigt sind gem. § 75 VgV Bewerber*innen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates als Architekten / Architektinnen tätig sind und die berechtigt sind, diese Berufsbezeichnung zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland in diesem Beruf tätig zu werden (Kammermitgliedschaft).
Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Bezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Anforderung, wer über ein Diplom,Prüfzeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, deren Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG gewährleistet ist und berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt*in tätig zu werden.
Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörige*n nach § 43, Absatz 1 VgV benennen.
Objektplanung Gebäude und Innenräume, Mindestsanforderung an die Referenzen: Fertigstellung/ Abschluss der LPh 8 ab 01.01.2021 und mindestens Erbringung der LPH 2, 3, 5-8Es ist mindestens je eine Referenz für: - eine vergleichbare Leistung für den Umbau und Sanierung von Brandschutzmängeln - eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Gesamtprojektkosten KG 300-400 >= 3.000.000 EUR netto- eine vergleichbare Leistung mit Umsetzung im laufenden Betrieb- eine vergleichbare Leistung mit dem Objekttyp Krankenhausvorzulegen.Bei der Bewertung der einzureichenden Referenzen im Rahmen des Auswahlverfahrens im Teilnahmewettbewerb werden dabei folgende Punkte besonders berücksichtigt:1.) Vergleichbarkeit der Bauaufgabe, gemäß Anlage 10.2 HOAI 2021: a) "Krankenhäuser der Versorgungsstufe I-III" (15 Punkte), b) "Therapie- oder Rehabilitationseinrichtungen, Gebäude für Erholung, Kur und Genesung" (10 Punkte), c) "Sonstige Objekte" mind. HZ II (5 Punkte); 2.) Sanierung von Brandschutzmängeln: Ja (15 Punkte); 3.) Umsetzung erfolgte im lfd. Betrieb: Ja (10 Punkte); 4.) Vergleichbarkeit des Bauvolumens netto: >= 5,5 Mio. EUR (15 Punkte); >= 4,5 Mio. EUR (10 Punkte); >= 3,5 Mio. EUR (5 Punkte); > 3,0 Mio. EUR (1 Punkt);5.) Planungsumfang Leistungsphasen 1+2 (5 Punkte), 3 (5 Punkte), 5 (5 Punkte), 6+7 (5 Punkte), 8 (5 Punkte)
Fachplanung Technische Ausrüstung ELT, Mindestsanforderung an die Referenzen: Fertigstellung/ Abschluss der LPh 8 ab 01.01.2021 und mindestens Erbringung der LPH 2, 3, 5-8Es ist mindestens je eine Referenz für:- eine vergleichbare Leistung für den Umbau / die Brandschutzsanierung eines Objektes im Bereich der "Anlagengruppe 4 und 5" gem. Anlage 15.2 Objektliste HOAI 2021 (mind. HZ II);- eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Baukosten KG 440 >= 250.000 EUR netto.- eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Baukosten KG 450 >= 250.000 EUR netto.- eine vergleichbare Leistung mit Umsetzung im laufenden Betrieb- eine Sanierung bzw. den Neubau einer Brandmeldeanlagevorzulegen.
Bei der Bewertung der einzureichenden Referenzen im Rahmen des Auswahlverfahrens im Teilnahmewettbewerb werden dabei folgende Punkte besonders berücksichtigt:1.) Vergleichbarkeit der Bauaufgabe, gemäß Anlage 10.2 HOAI 2021: a) "Krankenhäuser der Versorgungsstufe I-III" (15 Punkte), b) "Therapie- oder Rehabilitationseinrichtungen, Gebäude für Erholung, Kur und Genesung" (10 Punkte), c) "Sonstige Objekte" mind. HZ II (5 Punkte); 2.) Umgesetzte Anlagen in der Referenz: BMA (15 Punkte), digitale BOS-Anlage (15 Punkte)3.) Vergleichbarkeit des Bauvolumens netto (KG 440): >= 900.000,00 EUR (10 Punkte); >= 500.000,00 EUR (5 Punkte); >= 100.000,00 EUR (1 Punkt); 4.) Vergleichbarkeit des Bauvolumens netto (KG 450): >= 1.400.000,00 EUR (10 Punkte); >= 700.000,00 EUR (10 Punkte); >= 250.000,00 EUR (1 Punkt);5.) Planungsumfang Leistungsphasen 1+2 (5 Punkte), 3 (5 Punkte), 5 (5 Punkte), 6+7 (5 Punkte), 8 (5 Punkte)
Fachplanung Technische Ausrüstung HLSK, Mindestsanforderung an die Referenzen: Fertigstellung/ Abschluss der LPh 8 ab 01.01.2021 und mindestens Erbringung der LPH 2, 3, 5-8Es ist mindestens je eine Referenz für die:- eine vergleichbare Leistung für den Umbau / die Brandschutzsanierung eines Objektes im Bereich der "Anlagengruppe 3" gem. Anlage 15.2 Objektliste HOAI 2021 (mind. HZ II);- Eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Baukosten KG 430 >= 200.000 EUR netto.- eine vergleichbare Leistung mit Umsetzung im laufenden Betrieb vorzulegen.
Bei der Bewertung der einzureichenden Referenzen im Rahmen des Auswahlverfahrens im Teilnahmewettbewerb werden dabei folgende Punkte besonders berücksichtigt:1.) Vergleichbarkeit der Bauaufgabe, gemäß Anlage 10.2 HOAI 2021: a) "Krankenhäuser der Versorgungsstufe I-III" (15 Punkte), b) "Therapie- oder Rehabilitationseinrichtungen, Gebäude für Erholung, Kur und Genesung" (10 Punkte), c) "Sonstige Objekte" mind. HZ II (5 Punkte); 2.) Vergleichbarkeit des Bauvolumens netto: >= 370.000,00 EUR (10 Punkte); >= 200.000,00 EUR (5 Punkte); >= 100.000,00 EUR (1 Punkt); 3.) Planungsumfang Leistungsphasen 1+2 (5 Punkte), 3 (5 Punkte), 5 (5 Punkte), 6+7 (5 Punkte), 8 (5 Punkte)
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:- "Ingenieur*in, Beratende*r Ingenieur*in" gemäß Unterabschnitt § 75 VgV- Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe eine*n verantwortliche*n Berufsangehörige*n nach § 75 Absatz 3 VgV benennen.Bieter haben mit dem Angebot Art und Umfang von Leistungen anzugeben, die sie an geeignete Nachunternehmer übertragen wollen. Die Eignung der Nachunternehmer ist entsprechend den ihnen übertragenen Leistungen durch geeignete Erklärungen und Belege (Eigenerklärung zur Eignung, PQ-Register, u.a.) nachzuweisen.