Im Rahmen dieses Projekts soll die Fassade des Bauteils 1 eines in den späten 1960er Jahren errichteten Gebäudekomplexes grundlegend saniert werden. Das Bauteil besteht aus einem zweigeschossigen Sockelbau und einem darauf aufgesetzten neungeschossigen Hochhaus. Bislang wurde lediglich ein Teil der oberen Etagen modernisiert; die übrige Gebäudehülle befindet sich im originalen, sanierungsbedürftigen Zustand. Die Fenster der unteren Etagen sind undicht und bieten keine ausreichende Wärmedämmung. Auch die Fassade selbst - bestehend aus vorgehängten Betonfertigteilen ohne moderne Dämmung - entspricht nicht mehr den heutigen energetischen Standards. Ziel der Maßnahme ist eine umfassende Modernisierung unter besonderer Berücksichtigung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Im Zuge der Planung wird auch der Einsatz innovativer Elemente wie gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV) und Fassadenbegrünungen geprüft, um die ökologische Qualität des Gebäudes langfristig zu verbessern.
Die Klinik beabsichtigt die Fassadensanierung von Bauteil 1, bestehend aus einem zweigeschossigen Sockelbau sowie einem zehngeschossigen aufgesetzten Turm. Gegenstand dieser Ausschreibung sind Planungsleistungen der Objektplanung Gebäude (§§34 ff. HOAI) in Verbindung mit Fachplanung für Fassadentechnik (AHO Heft Nr. 28) für die Planung und Umsetzung der Baumaßnahme.
Die Wirtschaftlichkeit des Projekts ist für die AG wesentlich. Die Planung hat daher dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die Ausführungsqualität, die Nachhaltigkeit (wartungsfreundlich, nachrüstbar, umnutzungsfähig) und Hygienequalität zu folgen.Im Zuge der Vorplanung erfolgt eine erneute Prüfung von Varianten zum möglichen Umfang der Umsetzung, über die dann entschieden werden muss.
Es wurde bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt, die interessierten Planungsbüros gegen Einreichung der den Ausschreibungsunterlagen beigefügten Geheimhaltungserklärung im Falle einer Auswahl für die zweite Verfahrensstufe mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt wird.Das Vorhaben wird durch Fördermittel der DGUV finanziert und unterliegt daher den Auflagen und Bestimmungen aus der Verfahrensordnung der DGUV/ BG Kliniken. Diese wird den ausgewählten Bietern ebenfalls mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt.
Wertungshonorar gemäß Honorarangebot
- Herausforderungen im Projektverlauf (10)- Änderungsmanagement (10)- Kostenverfolgung und Kostensicherheit (5)- Terminverfolgung und Terminsicherheit (10)- Zusammenarbeit und Kommunikation (5)
- Nachtragsprüfung und Abwendung von Nachträgen (5)- Terminüberwachung und Gegensteuerung (5)- Vorbereitung und Durchführung von Abnahmen nach VOB (5)- Vorgehensweise bei Leistungsdefiziten und Mängelmanagement (5)
Der Auftraggeber legt großen Wert darauf, dass das vorgesehene Personal eine zügige und verlässliche Durchführung des Projekts sicherstellt. Bitte legen Sie dar, mit welchen personellen Mitteln Sie die termingerechte Umsetzung gewährleisten. Dazu sind folgende Unterlagen vorzulegen:- Ein Organigramm mit den vorgesehenen Projektbeteiligten, das die Projektorganisation transparent abbildet.- Einen detaillierten Personaleinsatzplan, der die Kapazitäten der Projektverantwortlichen und weiterer wichtiger Teammitglieder leistungsphasengenau über die gesamte Projektlaufzeit darstellt.Benennen Sie die Schlüsselpersonen verbindlich mit Namen und Funktion. Änderungen in der Personalbesetzung sind nur mit Zustimmung des Auftraggebers zulässig. Die Kontinuität der Besetzung der wesentlichen Projektrollen ist für die gesamte Laufzeit sicherzustellen. Bitte erläutern Sie zudem kurz, wie Sie die personelle Verfügbarkeit und den Ressourceneinsatz steuern, um Engpässe zu vermeiden.
Der Auftraggeber erwartet, dass der PL und BL, die zum Einsatz kommen, die entsprechende, einschlägige Berufserfahrung haben. Die Berufserfahrung soll persönlich anhand von Referenzprojekten dargestellt werden. - Berufserfahrung des vorgesehenen Projektleiters (5)- Berufserfahrung des vorgesehenen stellv. Projektleiters (5)- Berufserfahrung des vorgesehenen Bauleiters (5)
Die AG beauftragt den AN zunächst mit den Planungsleistungen für die Fassadentechnik und den Leistungen der Objektplanung gemäß HOAI § 34 Abs. 3 Lph 1 (Grundlagenermittlung) bis HOAI § 34 Abs. 3 Lph 2 (Vorplanung) - entsprechend dem detaillierten Leistungsbild.Die weitere Beauftragung mit den Leistungsphasen 3-9 erfolgt jeweils durch schriftlichen Einzelabruf durch die AG.
Es handelt sich um ein 2- stufiges Verhandlungsverfahren nach § 17 VgV gemäß Abschnitt 6, § 74 VgV. Innerhalb eines Teilnahmewettbewerbs werden maximal 5 Bieter ausgewählt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Der öffentliche Auftraggeber behält sich gem. § 17 Abs. 11 VgV die Möglichkeit vor, den Auftrag auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlung mit den Bietern einzutreten.
Sämtliche Kommunikation findet ausschließlich über die Kommunikationsfunktion des dtvp statt.
Möchte ein Unternehmen einen Verstoß gegen Vergabevorschriften geltend machen, so hat es diese innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen ab Kenntnis gegenüber der Auftraggeberin zu rügen. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die auf Grund der Bekanntmachung oder erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Teilnahme oder zur Angebotsabgabe der Auftraggeberin gegenüber gerügt werden.Teilt die Auftraggeberin dem Unternehmen mit, dass sie der Rüge nicht abhelfen werde, so kann das Unternehmen innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen schriftlichen Antrag auf Nachprüfung bei der zuständigen Vergabekammer stellen (§ 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)).Die genannten Fristen gelten nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 S. 2 bleibt unberührt.
1. Interessierte Unternehmen können sich unter Verwendung der zur Verfügung gestellten Formulare um Teilnahme am Verhandlungsverfahren bewerben. Das Teilnahmeformular ist ausschließlich elektronisch auf dem Deutschen Vergabeportal erhältlich. Sämtliche Vergabeunterlagen dürfen ausschließlich für die Teilnahme an diesem Vergabeverfahren verwendet werden; eine weitergehende Verwendung, auch in umgearbeiteter Form, ist ausgeschlossen. Ein derartiges Nutzungsrecht wird ausdrücklich nicht erteilt.2. Die Beantwortung von Fragen zum Verfahren sowie sämtliche Kommunikation zwischen den Beteiligten und der Vergabestelle erfolgt ausschließlich über das Deutsche Vergabeportal DTVP. Zur Teilnahme an der Kommunikation ist eine Registrierung erforderlich.3. Es wird ein zweistufiges Verfahren geführt. Mit dem Teilnahmeantrag sind ausschließlich die in dem Formblatt "Teilnahmeantrag" aufgeführten Unterlagen vorzulegen (bitte beachten Sie, dass in dem Formblatt "Aufforderung zur Abgabe Teilnahmeantrag" aufgelistet ist, welche Unterlagen zusätzlich von Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft sowie von Nachunternehmern vorzulegen sind). Unterlagen, die das spätere Angebotsverfahren betreffen (Dokumente 2.01 fortfolgende), sind mit dem Teilnahmeantrag NICHT vorzulegen. Der Auftraggeber wird die Bieter, die aus dem Kreis der Bewerber ausgewählt werden, gesondert zur Abgabe eines Angebotes auffordern. Die Vergabestelle weist darauf hin, dass Unterlagen, die das Angebotsverfahren betreffen, lediglich Entwurfsfassungen darstellen. Die Änderung der Unterlagen bleibt vorbehalten. Mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe werden ggf. finale Fassungen übermittelt.4. Mehrfachbewerbungen eines Unternehmens als Einzelbewerber sowie als Mitglied einer/mehrerer Bewerbergemeinschaften sind nicht zulässig. Ein Austausch von Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft nach Aufforderung zur Angebotsabgabe bedarf der Zustimmung des Auftraggebers, die grundsätzlich nur bei gleichwertiger Eignung erteilt wird. Entsprechendes gilt für einen Austausch von vorgesehenen Nachunternehmern, auf die sich ein Bewerber/eine Bewerbergemeinschaft im Teilnahmeantrag zum Nachweis seiner/ihrer Eignung im Auftragsfall berufen hat.5. Das Vergabeverfahren wird durch die BG Kliniken - Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH geführt.
Der Auftraggeber wird nach Ausübung seines pflichtgemäßen Ermessens über die Nachforderung von Unterlagen entscheiden. Kommunikation über das Vergabeportal der DTVP; Kommunikationstool des jeweiligen Projektraums. Bietende / Bewerbende werden mittels E-Mail-Nachricht unterrichtet, dass eine Nachricht hinterlegt wurde. Nachforderung erfolgt nach § 56 VgV.
MindestanforderungTeilnahmeberechtigt sind gem. § 75 VgV Bewerber*innen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates als Architekten / Architektinnen oder Ingenieure / Ingenieurinnen tätig sind und die berechtigt sind, diese Berufsbezeichnung zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland in diesem Beruf tätig zu werden (Kammermitgliedschaft). Es besteht die Erfordernis einer Bauvorlageberechtigung. Der Nachweis ist (wenn abweichend zu einer Kammermitgliedschaft) mit den Unterlagen zum Teilnahmeantrag einzureichen.
Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Bezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Anforderung, wer über ein Diplom, Prüfzeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, deren Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG gewährleistet ist und berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt*in oder Ingenieur*in tätig zu werden.
Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörige*n nach § 43, Absatz 1 VgV benennen.
MindestanforderungEigenerklärung zur Haftpflichtversicherung, dass eine aktuell gültige Haftpflichtversicherung oder eine vergleichbare marktübliche Versicherung mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 5 Mio. Euro für Personenschäden und 3 Mio. Euro für Sach- und Vermögensschäden pro Versicherungsjahr und Schadensfall besteht, zweifach maximiert pro Jahr. Oder, sollte kein entsprechender Versicherungsschutz bestehen, unwiderrufliche und unbedingte, Eigenerklärung, dass im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung mit ausreichender Deckungssumme abgeschlossen und ein entsprechender Nachweis vor Erteilung des Zuschlags vorgelegt wird.
Eigenerklärung, dass für die Ausführung der Leistungen erforderliche Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich)
Umsatz (netto): Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre im Rahmen vergleichbarer Planungsleistungen (Objektplanung Gebäude und Innenräume oder Fachplanung Fassadentechnik)
Mindestanforderung :Einreichung mind. einer Referenz (A): Nachweis mindestens eines vergleichbar realisierten Projekts als Sanierung im Bestand im Verwaltungsbau oder ähnlich. Folgende Mindestbedingungen sind dabei zu erfüllen:- Gesamtprojektkosten (KG 200-700) mind. 1,5 Mio. EUR brutto,- Leistungszeitraum 2018 bis Abgabefrist Teilnahmeanträge (mind. Beginn Lph. 8),- Durchführung der wesentlichen Leistungsphasen (mind. 2-8) im Unternehmen
Einreichung mind. einer Referenz (B): Nachweis mindestens eines vergleichbar realisierten Projekts für einen öffentlichen Auftraggeber im Sinne des § 99 GWB oder es handelt sich bei dem Referenzprojekt um eine mit öffentliche Mitteln geförderte Maßnahme. Folgende Mindestbedingungen sind dabei zu erfüllen:- Gesamtprojektkosten (KG 200-700) mind. 1,5 Mio. EUR brutto,- Leistungszeitraum 2018 bis Abgabefrist Teilnahmeanträge (mind. Beginn Lph. 8),- Durchführung der wesentlichen Leistungsphasen (mind. 2-8) im Unternehmen
Referenzprojekte, bei denen vor 2018 die Leistungsphase 8 abgeschlossen wurde, werden bei der Wertung nicht berücksichtigt.
Die Projektreferenzen sind jeweils auf maximal zwei Projektblättern DIN A4 darzustellen. Dabei ist jeweils der diesen Vergabeunterlagen beigefügte Referenzbogen zu verwenden. Dabei sollen aussagekräftige grafische und textliche Erläuterungen zum Projekt und zu projektspezifischen Besonderheiten aufgezeigt werden. Realisierungsnachweis: mind. ein Foto (keine Renderings (!)) des Gebäudes oder schriftliche Bestätigung des Auftraggebers. Die schriftliche Bestätigung kann zusätzlich zu den zwei Seiten eingereicht werden.
Die Nichterfüllung einer Mindestanforderung führt zum Ausschluss des Bewerbers aus dem Verfahren. Beide Referenzen sind zwingend nachzuweisen. Mehrfachnennungen der gleichen Referenz für A und B sind nicht möglich. Diese und die darüber hinaus eingereichten Referenzen werden nach Prüfung der Mindestanforderungen gem. den Auswahlkriterien Teilnahmewettbewerb bewertet. Es können maximal für (A) und (B) jeweils drei Referenzen gewertet werden.
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:-Architekt*in, Ingenieur*in, Beratende*r Ingenieur*in gemäß Unterabschnitt § 75 VgV-Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe eine*n verantwortliche*n Berufsangehörige*n nach § 75 Absatz 3 VgV benennen.Bieter haben mit dem Angebot Art und Umfang von Leistungen anzugeben, die sie an geeignete Nachunternehmer übertragen wollen. Die Eignung der Nachunternehmer ist entsprechend den ihnen übertragenen Leistungen durch geeignete Erklärungen und Belege (Eigenerklärung zur Eignung, PQ-Register, u.a.) nachzuweisen.