Veranlassung und Planungsziel:Die Fernwärmeerzeugungsstandorte Ratekauer Weg und Posener Straße der Stadtwerke Lübeck erzeugen Fernwärme für das Fernwärmenetz Vorwerk. Am Standort Ratekauer Weg befindet sich ein BHKW inkl. Wärmespeicher. Am Standort Posener Straße befinden sich drei Gaskessel und ein BHKW sowie ein Umspannwerk der TraveNetz GmbH. Da beide BHKWs in Kürze ihr Laufzeitende erreichen, sollen diese remotorisiert werden. Um zukünftig im Fernwärmenetz Vorwerk den Anteil erneuerbarer Wärme am Gesamtwärmeabsatz zu erhöhen, sollen die zu erneuernden KWK-Anlagen um je eine innovative Erzeugerkomponente ergänzt werden. Aufgrund fehlender alternativer Primärwärmequellen ist für beide Systeme jeweils eine Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage als innovative Komponente vorgesehen worden. Zusammen mit einem neu zu errichtenden Elektrokessel ergeben sich hieraus zwei iKWK-Systeme nach §8 KWKG, welche beide im Jahr 2025 einen Zuschlag auf iKWK-Förderung erhalten haben.
Gegenstand dieser Anfrage und Planungsziel soll der Umbau der bestehenden Heizzentralen inkl. 10 kV Übergabestation sein, angelehnt an die HOAI-Leistungsphasen 1 - 9. Die Planungsaufgabe setzt sich aus den folgenden Komponenten und Systemen zusammen:iKWK-System nach KWKG §8b mit:- Schwarzstartfähige Erdgas-BHKW-Anlage (iKWK BHKW) ca. 2.200 -2.500 kWel / < 2.700 kWth am Standort Ratekauer Weg- Erdgas-BHKW-Anlage (iKWK BHKW) ca. 2.200 - 2.500 kWel / < 2.700 kWth am Standort Posener Straße- Luft-Wasser-Wärmepumpe (2-stufig) ca. 2.000 kWth, VL > 80°C am Standort Posener Straße- Luft-Wasser-Wärmepumpe (2-stufig) ca. 2.000 kWth, VL > 80°C am Standort Posener Straße- Elektrodenkessel bzw. PtH-Anlage mit ca. 10.000 kWth am Standort Posener StraßeNebenanlagen wie:- SCR-Katalysatoranlagen für beide BHKW-Standorte - Hilfs- und Betriebsmittel (u.a. Öl, Harnstoff) für beide BHKW-Standorte- Rückbau der bestehenden Gemischkühl-Wärmepumpe am Standort Ratekauer WegVerfahrenstechnische Integration u.a. mit:- Rohrleitungen, Armaturen, Pumpen, Lüftung, Abgasanlagen (Schornsteine bauseits vorhanden)Elektrotechnische Integration mit:- 10 kV Übergabestation mit aktueller Anbindung an eine im Bau befindliche 10 kV Schaltanlage - Die 10 kV Übergabestation soll so geplant werden, dass Sie zukünftig (in ca. 5-10 Jahren) an eine 110 kV Schaltanlage angeschlossen werden kann (dies soll perspektivisch über einen 110kV/10 kV Transformator geschehen)- Transformator von 10 kV auf Niederspannung (zur Stromversorgung der LWWP)- die Niederspannungshauptverteilung (Zur Stromversorgung der LWWP)MSR- und leittechnische Integration mit:- Anlagenautomatisierung- BuB-System- Integration in die bestehende Leittechnik und Fernwirkverbindungen zur Netzleitstelle- Melde-/Überwachungsanlagen bzw. Anschluss an die bauseits vorhandenen Systeme (Gas-, Brand-, Einbruchmeldeanlage)Bautechnische Integration- Objektplanung, Tragwerksplanung und TGA für das Technikgebäude an der Posener Straße zur Aufnahme der Verfahrenstechnischen Anlagen. D.h. hier sollen die beiden LWWP integriert werden. Für die beiden BHKWs und den Elektrodenkessel können Bestandsflächen innerhalb der bestehenden Heizzentralen genutzt werden.- Innerhalb des zu planenden Technikgebäudes sollen zudem die elektrischen Schaltanlagen integriert werden:o 10 kV Übergabestationo Transformator Mittel- auf Niederspannung,o Niederspannungshauptverteilungo Dieses Technikgebäude soll so dimensioniert werden, dass (in ca. 5-10 Jahren) ein 110kV/10 kV Transformator integriert werden könnte. Diese Integration ist als mögliche Außenaufstellung des Transformators am Gebäude oder Innenaufstellung über eine Toranlage (Einschubmöglichkeit) zu optimieren und mitzudenken.- Gründung ggf. erforderlicher Nebenanlagen (Stahlbau, Lärmschutzwände, u.w.)- Lärmschutzwände- erforderlicher Stahlbau - Erschließung für die Ver- und Entsorgung im Baufeldbereich- AußenanlagenZeiträume Planung und Umsetzung iKWK-SystemeAufgrund der notwendigen Einhaltung der förderrechtlich relevanten Zeiträume wird seitens der Stadtwerke Lübeck folgende Zeitplanung anvisiert:- Projektstart: Mitte Juni 2026- HOAI LPH 1-7: bis Ende Mai 2027- HOAI LPH 8-9: bis Ende 2028
um 12 Monate (Fertigstellung bis Ende 2028)
Ein Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens ist unzulässig, soweit:1) der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 101b Abs. 1 Nr. 2. §101a Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Bieterkreis im Teilnahmewettbewerb zu selektieren und auf evtl. Nachforderungen von fehlenden Unterlagen zur Vorqualifizierung bei ausreichend Wettbewerb zu verzichten.
Bei der Bewerbung sind die hier angegebenen Unterlagenvollständig mit einzureichen! Dies gilt auch für die abgefordertenUnterlagen/Nachweise/Erklärungen. Teilnahmeanträge, die nicht diegeforderten Unterlagen, Erklärungen und Nachweise komplett enthalten, werden nicht berücksichtigt. Die Unterlagen, Erklärungen und Nachweise sind zwingend vorzulegen, ein Verweis auf frühere Bewerbungen wird nicht akzeptiert. Der Teilnahmeantrag ist in Textform nach § 126b BGB und elektronisch über die Vergabeplattform unter https://www.dtvp.de/abzugeben. Die Erklärungen und Nachweise sollen in der angegebenen Reihenfolge (1) - (15) zusammengefasst werden und als Ganzes, bestenfalls durchnummeriertes Dokument abgegeben werden. Als vorläufiger Eignungsnachweis wird zudem die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) akzeptiert, soweit diese die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise umfasst. Von ausländischen Bietern sind gleichwertige Bescheinigungen ihres Herkunftslandes einzureichen.WICHTIG: Soweit die Aktualität der Eigenerklärung bzw. desEignungsnachweises gefordert wird, bedeutet dies, dass die Erklärung bzw. der Nachweis nicht älter als 6 Monate oder mindestens noch 6 Monate gültig zu sein hat.1. Vorlage eines aktuellen Handelsregisterauszuges oder einer gleichwertigen Urkunde oder Bescheinigung einer zuständigen Verwaltungsbehörde oder eines Gerichts des Herkunftslandes des Bewerbers, soweit aufgrund der Unternehmensform eine Eintragung vorgesehen ist.2. Eigenerklärung zum, Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1 und Abs. 4 GWB und keine fakultativen Ausschlussgründe gemäß § 124 Abs. 1 GWB vorliegen sowie keine Ausschlussgründe nach §§ 19,21 MiLoG, § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 SchwarzArbG und § 21 Abs. 1 i.V.m. § 23 AEntG3. Eigenerklärung Russlandbezug4. Aktuelle Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes.5. Aktuelle Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft.6. Bescheinigung über Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung (Gültigkeit mind. für das laufende Kalenderjahr).7. GuV-Rechnungen der letzten abgeschlossenen 3 Geschäftsjahre, soweit das Unternehmen bereits solange besteht. Ansonsten ist zu erklären, seit wann das Unternehmen besteht und sind die GuV-Rechnungen aus den Jahren des Bestehens des Unternehmens vorzulegen.8. Umsatz mind. aus den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Aufträgen unter Angabe des Eigenleistungsanteils.
9. Personalentwicklung mind. der letzten drei (3) Jahre für vergleichbare Aufgaben.10. Für dieses Projekt in Frage kommendes Personal inkl. Qualifikationsprofil der Mitarbeiter (Klarstellung Projektleitung, stellv. Projektleitung, sowie Teilprojektleitung und Fachingenieure) unter Angabe persönlicher Referenzen - mind. 5 Personenprofile.11. Nachweis von Referenzprojekten mit Schwerpunkt Planung und Bauüberwachung. Nachzuweisen sind jeweils mind. 2 Referenzen zu den folgenden Gewerken (vergleichbar in Art und Umfang der angefragten Leistung):- Bau-/Objektplanung (inkl. Tragwerksplanung und TGA)- Hochspannungs- und Mittelspannungsschaltanlagen- BHKWs- Luft-WärmepumpenEine Referenz darf mehrere Gewerke kombinieren. Sollte eine Kombination mehrerer Gewerke in einzelnen Referenzen nicht möglich sein, d.h. jede Referenz deckt nur eines der oben genannten vier (4) Gewerke ab, sind insgesamt mind. 8 Referenzen vorzulegen.12. Kennzeichnung der Referenzen mit Durchführung von BImSchG-Verfahren(mind. 2 Referenzen sollten ein BImSchG-Verfahren beinhalten, welches vom Bieter durchgeführt wurde)13. Unternehmensbeschreibung unter Berücksichtigung des ausgeschriebenen Leistungsgegenstandes(max. 5 Seiten DIN A4) inkl. Nennung einer Kontaktperson.14. Vorlage einer rechtsverbindlich ausgefüllten Eigenerklärung zur Projektkommunikation in deutscher Sprache. Außerdem ist der Bewerber/Bieter verpflichtet, die Einhaltung dieser Anforderungen auch an seine Unterauftragnehmer weiterzugeben.15. Aufführung einzusetzender Software & relevanter QM-/UM-Zertifikate (z. B. ISO 9001, 14001)
gem. Verdingungsunterlagen