Die Fraunhofer Gesellschaft (FhG) plant in einem mehrstufigen Projekt bis 2029 den Aufbau einer "Forschungsfertigung Batteriezelle" (FFB), in der neuartige Batteriezellkonzepte und -prozesse mit digitalisierten, flexiblen und modularen Fertigungsmethoden kombiniert und erforscht werden sollen. Ziel der FFB ist die Absenkung des Entwicklungsaufwandes für die hochskalierte Produktion neuester Lithium-Ionen-Batteriezellen. Damit soll die FFB das Risiko von industriellen Partnern bei der Überführung neuartiger Zellkonzepte und Produktionstechnologien in die Großserienfertigung wesentlich mindern und die Eintrittshürden für neue Hersteller signifikant reduzieren. Weiter soll die Einrichtung FFB mittel- und langfristig dazu beitragen, die Qualifikation von Fachpersonal für die Batteriezellfertigung zu sichern.
Die FhG wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Planung und Realisierung der FFB im Rahmen des Forschungsvorhabens FoFeBat beauftragt. Unterstützt vom Mutterinstitut des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnologie (IPT) in Aachen, ist die Forschungsfertigung Batteriezelle Münster mittlerweile eine eigene Fraunhofer Einrichtung und wird später in Münster ein eigenständiges Institut bilden.
Die Fraunhofer FFB möchte sich, neben der Lithium-Ionen Batterie, auch auf weitere Zukunftstechnologien vorbereiten. Gerade in den letzten Jahren, ist das Thema Natrium-Ionen-Batterien (SIB), stark in den Fokus getreten. Auch wenn SIB"s als Drop-In Technologie gelten, werden an der Produktionslinie Anpassungen notwendig sein. Um diese, in Teilen, vorbereitend betrachten zu können, sind gefertigte Elektroden, zur Weiterverarbeitung, sehr hilfreich.
Auftragsgegenstand ist die Lieferung von Kathoden- und Anodenband zur Herstellung von Elektroden für Natrium-Ionen Batterien.