Die Fraunhofer Gesellschaft (FhG) plant in einem mehrstufigen Projekt den Aufbau einer "Forschungsfertigung Batteriezelle" (FFB), in der die neuartigen Batteriezellkonzepte und -prozesse mit digitalisierten, flexiblen und modularen Fertigungsmethoden kombiniert und erforscht werden sollen. Ziel der FFB ist die Absenkung des Entwicklungsaufwandes für die hochskalierte Produktion neuester Lithium-Ionen-Batte-riezellen. Damit soll die FFB das Risiko von industriellen Partnern bei der Überführung neuartiger Zellkonzepte und Produktionstechnologien in die Großserienfertigung wesentlich mindern und die Eintrittshür-den für neue Hersteller signifikant reduzieren. Weiter soll die Einrichtung FFB mittel- und langfristig dazu beitragen, die Qualifikation von Fachpersonal für die Batteriezellfertigung zu sichern.
Die FhG wurde vom BMBF mit der Planung und Realisierung der FFB im Rahmen des Forschungsvorhabens FoFeBat beauftragt. Die FFB ist eine Fraunhofer-Einrichtung und wird in Münster aufgebaut. Das Wachstum der Infrastruktur vor Ort soll schrittweise innerhalb von mehrstufigen Planungs- und Bauphasen erfolgen.
Zur elektrochemischen Charakterisierung der verschiedenen Festkörperzellen und der Untersuchung des Einflusses der verschiedenen Prozessierungsparameter auf die Zellperformance ist die Verwendung von Potentiostaten und Zyklisierern unerlässlich. Während die Zyklisierung von Zellen Auskunft über die Performance und Langlebigkeit der Zellen liefert, gewährt die Impedanzspektroskopie tiefere Einblicke in die verschiedenen Transportprozesse im Inneren der Zelle und ermöglichen eine Korrelation der Prozessierungsparameter mit den Leistungsdaten der Zelle. Um diese Untersuchungen zu ermöglichen, müssen die Potentiostaten in der Lage sein sowohl impedanzspektroskopische, als auch Zyklisierexperimente durchführen zu können.
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Weiter wird auf die Rügeobliegenheit gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 bis 3 GWB und die - gegebenenfalls verkürzte - Frist des § 134 Abs. 2 GWB hingewiesen.
Der Auftraggeber behält sich vor, den betreffenden Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren.
Mit dem Angebot sind mind. zwei vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren (gerechnet ab dem Ende der Angebotsfrist) einzureichen. Für die Referenzen ist das Formblatt Eignung zu verwenden. Vergleichbar sind Referenzen aus dem Bereich der Herstellung und Lieferung von Potentiostaten, Zyklisierer und ähnlichen Geräten.
Die Referenzen dürfen den Umfang von jeweils 5 Seiten DIN A4 pro Referenz nicht überschreiten und müssen die folgenden Angaben enthalten:
- Name und Gegenstand der Referenzleistung- Angabe des Auftraggebers- Angabe des Ausführungszeitraumes- Beschreibung der erbrachten Leistung, der Anforderungen und technischen Umsetzung (vgl. Formblatt Eignung).
Bieter müssen über eine Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung eines in der EU zugelassenen Versicherers oder eine in der EU zugelassene subsidiäre Versicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 2.500.000 EUR oder USD je Versicherungsfall (einfach maximiert pro Jahr) oder über eine entsprechende unwiderrufliche Deckungszusage eines Versicherers (nicht Maklers) verfügen.
Die subsidiäre Versicherung muss gleich aus welchem Grund unverzüglich zahlen, insbesondere wegen Ausschlüssen, Erschöpfung der Versicherungssumme, Insolvenz des Versicherers oder Ablehnung der Deckung und tritt ohne weitere Prüfung der vorrangigen Versicherung ein und muss den Schaden regulieren, sofern der Versicherungsnehmer nachweist, dass die entsprechende vorrangige Deckung nicht oder nicht innerhalb von 30 Tagen erfolgt.
Vor Zuschlagserteilung müssen Bieter innerhalb von 10 Tagen nach Aufforderung des Auftraggebers einen entsprechenden Nachweis einreichen, aus dem sämtliche o. g. Anforderung klar ersichtlich sind. Der Nachweis darf nicht älter als 6 Monate sein und muss in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Für den Nachweis kann das Dokument "Versicherungsbestätigung Muster" verwendet werden.
Es handelt sich bei dem Los 1 um einen Potentiostaten mit den Spezifikationen nach LV 1.
Es handelt sich bei dem Los 2 um einen Potentiostaten mit den Spezifikationen nach LV 2.
Es handelt sich bei dem Los 3 um einen Potentiostaten mit den Spezifikationen nach LV 3.
Es handelt sich bei dem Los 4 um einen Zyklisierer mit den Spezifikationen nach LV 4.
Es handelt sich bei dem Los 5 um einen Zyklisierer mit den Spezifikationen nach LV 5.
Es handelt sich bei dem Los 6 um einen Zyklisierer mit den Spezifikationen nach LV 6.