Online-Psychotherapie
VO: UVgO Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland - Die Gesundheitskasse
Vogelsang 3
66869
Kusel
Deutschland
Vergabestelle
Bernd Schiffmann
+49 63511316-53307
vergabestelle@rps.aok.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YDXMTFG

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YDXMTFG/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland - Die Gesundheitskasse vergibt ein digitales und hybrides Versorgungsangebot "Online-Psychotherapie (OPT)" auf Grundlage eines Vertrages zur besonderen Versorgung nach § 140a SGB V. Das Angebot richtet sich an Versicherte ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit den im Vertrag festgelegten depressiven Erkrankungen sowie Angst-, Zwangs-, Ess- oder Anpassungsstörungen, für die eine ambulante Psychotherapie im Online-Format geeignet ist. Ziel sind ein zeitnaher Zugang zur Behandlung, die Stabilisierung und Reduktion psychischer Krankheitssymptome sowie die Vermeidung einer Chronifizierung.
Der Auftrag umfasst die Organisation und Durchführung eines persönlichen Erstgesprächs vor Ort und von bis zu zwei videobasierten probatorischen Sitzungen sowie die Organisation und Sicherstellung der anschließenden videobasierten Richtlinienpsychotherapie. Der Auftragnehmer bindet hierfür qualifizierte Ärzte, Psychotherapeuten beziehungsweise Einrichtungen ein und gewährleistet ausreichende Behandlungskapazitäten. Während der Teilnahme stellt er die psychotherapeutische Online-Verfügbarkeit sowie Plattform, Videodienst und begleitende Therapie-App durchgehend bis zum Therapieabschluss sicher; die vertraglichen Regelungen zur vorzeitigen Teilnahme- und Vertragsbeendigung bleiben maßgeblich.
Das Erstgespräch und bis zu zwei probatorische Sitzungen sowie die vereinbarten Organisations-, Plattform- und App-Leistungen werden selektivvertraglich durch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland vergütet. Die anschließende Richtlinienpsychotherapie wird von den Leistungserbringern gesondert über die zuständige Kassenärztliche Vereinigung nach EBM und den geltenden Vergütungsregeln der Regelversorgung abgerechnet. Die selektivvertraglichen Organisations- und Plattformleistungen werden während dieser Behandlung fortgeführt.
Zum Leistungsumfang gehören außerdem die elektronische Teilnahmeverwaltung, die revisionssichere Archivierung der Teilnahme- und Einwilligungserklärungen, die Versorgungskoordination, die Abrechnung der selektivvertraglichen Leistungen sowie die vertraglich vereinbarte Qualitätssicherung und Mitwirkung im Projektbeirat. Die Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und den Einsatz der technischen Infrastruktur sind einzuhalten.
Als Kalkulationsgrundlage wird die Einsteuerung von 200 Versicherten jährlich prognostiziert. Eine Mindestabnahme oder ein bestimmtes Auftragsvolumen wird nicht zugesagt. Das tatsächliche Volumen kann bedarfsbedingt von der Prognose nach unten oder oben abweichen; aus den Kalkulationsmengen entsteht kein Anspruch auf ein bestimmtes Auftragsvolumen.
Bieterfragen sind über die in den Vergabeunterlagen benannte Kommunikationsstelle innerhalb der dort angegebenen Frist einzureichen. Die Beantwortung erfolgt nach Maßgabe der vergaberechtlichen Vorgaben.

Haupterfüllungsort

AOK Rheinland-Pfalz / Saarland - Die Gesundheitskasse
Virchowstraße 30
67304
Eisenberg

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Die Auftraggeberin ist berechtigt, die Vertragslaufzeit durch einseitige Erklärung gegenüber dem Auftragnehmer einmalig um 12 Monate bis zum 31.12.2028 zu verlängern. Die Erklärung über die Ausübung der Verlängerungsoption muss dem Auftragnehmer spätestens am 29.10.2027 in Textform (§126 b BGB) zugehen. Bei fristgerechter Ausübung der Verlängerungsoption wird der Vertrag zu unveränderten Vertragsbedingungen bis zum 31.12.2028 fortgeführt und endet mit Ablauf dieses Tages, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Wird die Verlängerungsoption nicht fristgerecht ausgeübt, endet der Vertrag mit Ablauf des 31.12.2027. Eine automatische Vertragsverlängerung findet nicht statt.

Laufzeit bzw. Dauer

01.01.2027
31.12.2027

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Eigenerklärung über die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung (Anlage 7 der Vergabeunterlagen).

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Eigenerklärung über den allgemeinen Jahresumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (Anlage 7 der Vergabeunterlagen).

Eigenerklärung über den spezifischen Jahresumsatz des Unternehmens der letzten 3 Geschäftsjahre in dem Tätigkeitsbereich, der mit zu vergebenden Leistung vergleichbar ist (Vermittlung von Online Leistungen im Bereich Psychotherapie). Das anbietende Unternehmen muss in jedem dieser Geschäftsjahre mindestens einen Jahresumsatz von 250.000 EUR netto erreicht haben.
Bei kürzerer Geschäftstätigkeit sind Angaben für den verfügbaren Zeitraum ausreichend, sofern die Leistungsfähigkeit anderweitig nachgewiesen wird.

Eigenerklärung über eine vorhandene oder noch abzuschließende Haftpflichtversicherung mit folgenden Deckungssummen je Versicherungsfall:
Personenschäden pro Person: 5.000.000,00 EUR
Sachschäden: 1.000.000,00 EUR
Vermögensschäden: 500.000,00 EUR
Datenschutz- und Cyberversicherung: 2.500.000,00 EUR
Weiterhin erklärt der Bieter, dass er den zuvor genannten Versicherungsschutz bis zum Ende dieses Vertrags aufrechterhalten wird.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Eigenerklärung über die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten und Anzahl der Führungskräfte in den letzten 3 Jahren (Anlage 7 der Vergabeunterlagen).

Auf Anforderung sind ein Personal-, Qualitäts-, Datenschutz- und Informationssicherheitskonzept sowie geeignete Nachweise der technischen Betriebsfähigkeit vorzulegen. Medizinische Beratungsqualifikationen werden nicht verlangt.

Sonstige

Vollständig ausgefüllte Verpflichtungserklärung zur Einhaltung des Landestariftreuegesetzes Rheinland-Pfalz (LTTG).
Wir weisen darauf hin, dass die Verpflichtungserklärung (Mustererklärung 1 bzw. 3 LTTG) ab einem Gesamtauftragswert von 20.000 EUR netto ausgefüllt werden muss und sich nur auf Arbeitnehmer (außer Auszubildende) bezieht, die zur Erbringung der Leistung in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt werden (Anlage 6a bzw. 6b der Vergabeunterlagen).

Bei der Beauftragung von Nachunternehmern (Unterauftragnehmer) ist die Verpflichtungserklärung zur Einhaltung des Landestariftreuegesetzes Rheinland-Pfalz (LTTG) des Nachunternehmers auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen, wenn dessen Auftragsvolumen 10.000 EUR netto erreicht oder höher ist;

Eigenerklärung, dass kein Ausschlussgrund gemäß § 123 bzw. § 124 GWB vorliegt (Anlage 9 der Vergabeunterlagen).

Eigenerklärung über die Einhaltung der EU-Sanktionen (Anlage 8 der Vergabeunterlagen).

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

siehe Vergabeunterlagen

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

keine

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Keine.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

08.12.2026 12:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

31.12.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

Allgemeiner Hinweis Bietergemeinschaften:
Bewerben sich mehrere Unternehmen in Form einer Bietergemeinschaft, so ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung (Anlage 10 der Vergabeunterlagen) abzugeben.
Bei Bildung einer Bietergemeinschaft ist die Erklärung über die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung (Anlage 7 der Vergabeunterlagen), die Erklärung gemäß §§ 123 + 124 GWB (Anlage 9 der Vergabeunterlagen) und die Erklärung Sanktionen EU (Anlage 8 der Vergabeunterlagen) des Wirtschaftsteilnehmers für alle Mitglieder zu erbringen. Im Hinblick auf die Erklärungen und Nachweise zur wirtschaftlichen, finanziellen, technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit können die Bietergemeinschaften die Erklärungen grundsätzlich gemeinschaftlich erbringen. Die Eignungsnachweise sind dabei jeweils auf den Teilbereich zu beziehen, den das jeweilige Mitglied der Bietergemeinschaft übernommen hat.

Allgemeiner Hinweis für Unterauftragnehmer:
Die Einschaltung von Unterauftragnehmern für einzelne Teilleistungen ist jeweils möglich. Die Weitergabe von Teilleistungen an Unterauftragnehmer bedarf der schriftlichen Zustimmung durch die Auftraggeberin. Will sich der Bieter für die Vertragsausführung
der Fähigkeiten eines Unterauftragnehmers bedienen, so sind die geforderten Eignungsnachweise (Technische und berufliche
Leistungsfähigkeit) grundsätzlich auch für den Unterauftragnehmer zu erbringen. Die Eignungsnachweise sind dabei jeweils
auf die Leistung zu beziehen, die der Unterauftragnehmer im Zuschlagsfall übernehmen soll und nur insoweit zu erbringen,
wie sie auf die vom Unterauftragnehmer zu übernehmende Leistung anwendbar sind. Wir weisen darauf hin, dass von den Bietern Nachweise zur technischen Fachkunde und Leistungsfähigkeit der Unterauftragnehmer entsprechend den von Bietern geforderten Unterlagen, insbesondere dann beizubringen sind, soweit Unterauftragnehmer wesentliche Auftragsteile erbringen sollen. Ferner muss der Bieter mit Abgabe des Angebots den Umstand des Einsatzes von Unterauftragnehmern sowie Art und Umfang der an Unterauftragnehmer zu vergebenden Leistungen durch eine entsprechende Erklärung (Anlage 11 der Vergabeunterlagen) bei Angebotsabgabe mitteilen. Daneben hat der Bieter der Auftraggeberin nachzuweisen, dass ihm im Auftragsfall die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen in dem er jeweils eine entsprechende Verpflichtungserklärung (Anlage 12 der Vergabeunterlagen) der benannten Unterauftragnehmer vorlegt und diese darin erklären lässt, dass kein Ausschlussgrund gemäß § 123 bzw. § 124 GWB vorliegt. Die Verpflichtungserklärung kann zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe, muss jedoch spätestens nach separater Aufforderung durch die Vergabestelle vor Zuschlagserteilung vorgelegt werden. In diesem Fall gilt die Zustimmung der Auftraggeberin mit dem Zuschlag als erteilt. Es wird darauf hingewiesen, dass auch mit dem Bieter verbundene Unternehmen i. S. des Konzernrechts im Falle einer Einbeziehung in die Leistungserbringung durch den Bieter als Unterauftragnehmer anzusehen sind.

Die Bewerbungsbedingungen inkl. Info DSGVO der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland - Die Gesundheitskasse für die Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge sind den Vergabeunterlagen beigefügt und zu beachten.

Bieterfragen zu den Vergabeunterlagen sind bis 01.12.2026 schriftlich über das Vergabeportal zu stellen! Ansonsten bleibt die Anfrage unberücksichtigt.

Bitte warten...