Ausschreibung zur Vergabe vonPlanungsleistungen der Leistungsphasen 1-9 HOAI 2021 im Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Teilnahmewettbewerb für die Objektplanung zum Ersatzneubau mit Erweiterung eines Wohnhauses für Studierende in Jena, Maurerstraße 38.
Das Studierendenwerk Thüringen beabsichtigt, mittels eines Verhandlungsverfahrens mit vorgelagertem Teilnahmewettbewerb die Vergabe der Objektplanungsleistungen für den Ersatzneubau mit Erweiterung eines Wohnhauses für Studierende. Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen. In der ersten Stufe sollen die LPH 1-4 beauftragt werden. Der Auftraggeber beabsichtigt, bei Fortsetzung der Planung und Ausführung der Baumaßnahme weitere LPH (5-9) abzurufen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Beauftragung auf einzelne Leistungsphasen bzw. Teilleistungen einzelner Leistungsphasen oder auf einzelne Abschnitte der Baumaßnahme zu beschränken.Die anrechenbaren Kosten gem. § 33 HOAI werden auf ca. 4.750.000 Euro netto geschätzt.Das Baugrundstück befindet sich in einem eng bebauten Wohngebiet der Stadt Jena. Nach Abbruch des zweigeschossigen und vollunterkellerten Bestandsgebäudes soll der Ersatzneubau eine maximale Auslastung des Grundstücks ermöglichen und mindestens 70 Wohnplätze schaffen. Die geschätzte Bruttogeschossfläche von 2.800 m² lässt sich auf 2 Vollgeschosse, Dachgeschoss, ggfls. Staffelgeschoss und Untergeschoss verteilen.
Niedrigstes Honorar = 30 Punkte2-facher Wert des niedrigsten Wertungshonorars und darüber = 0 PunkteAlle dazwischenliegenden Angebote werden anteilig linear berechnet. Die Punktebewertung für dazwischenliegende Honorare erfolgt über eine lineare Interpolation, bei der nur die erste Nachkommastelle Berücksichtigung findet. Alle weiteren Nachkommastellen werden mathematisch gerundet.
Bewertet wird die projektspezifische Eignung des Bieters, in der er die wesentlichen Anforderungen an die Planung und die von ihm geplante Herangehensweise an die Aufgabe schlüssig darlegt. So kann der Bieter zwischen 20 Punkten für "sehr gut", 15 Punkte für "gut", 10 Punkte für "befriedigend" und 5 Punkte für "ausreichend" erzielen. Das Erreichen von 0 bis 4 Punkten führt zum Ausschluss.
Bewertet werden die Angaben des Bieters über den geplanten Ablauf und die zu erwartende Qualität der Leistungserbringung. Der Bieter kann maximal 30 Punkte für "sehr gut", 25 Punkte für "gut", 15 Punkte für "befriedigend", 8 Punkte für "ausreichend" und 3 Punkte für "mangelhaft" erzielen. 0 Punkte bis 2 Punkte führen zum Ausschluss.
Bewertet wird der geplante Personaleinsatz des Bieters. Hier werden mindestens ein Projektleiter, dessen Stellvertreter, Planer, ein Objektüberwachender sowie weitere Mitarbeitende erwartet, wobei der Projektleiter oder sein Stellvertreter sowie der jeweils zuständige Verantwortliche an regelmäßigen Planungs- und Bauberatungen in Jena teilzunehmen haben. Es können 5 Punkte für "sehr gut", 4 Punkte für "gut", 3 Punkte für "befriedigend", 2 Punkte für "ausreichend" und 1 Punkt für "mangelhaft" erreicht werden. 0 Punkte führt zum Ausschluss.
Bewertet wird die Präsentation und die dargestellten Referenzen. Der Bieter kann 15 Punkte für "sehr gut", 10 Punkte für "gut", 7 Punkte für "befriedigend", 4 Punkte für "ausreichend", 1 Punkt für "mangelhaft" und 0 Punkte für "ungenügend" erreichen.
Die Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen sind in § 160 Abs. 3 GWB geregelt.
Unterlagen werden im Rahmen des § 56 Abs. 2 bis 4 VgV nachgefordert. Das Leistungsverzeichnis/der Teilnahmeantrag kann nicht nachgefordert werden.
Dabei handelt es sich um Nachweise über erfolgreich abgeschlossene Bauprojekte, um ihre Erfahrung und Kompetenz zu belegen.
Der durchschnittliche Jahresumsatz in den letzten drei Geschäftsjahren sollte mindestens 200.000,00 Euro betragen.
Gefordert werden ein Projektleiter, ein Stellvertreter, ein Planer mit den Berufsqualifikationen gem. § 75 Abs. 1 bis 3 VgV als Architekt/in oder Ingenieur/in mit Vorlagenberechtigung in Thüringen.
Bewertet wird die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten in den letzten drei Geschäftsjahren. Neben den angegebenen Führungskräften werden mindestens drei weitere technische Angestellte gefordert.
Bewertet wird die Anzahl der Unterauftragsvergabe und Bietergemeinschaften.
Es ist ein Existenznachweis als Auszug aus dem Handelsregister oder ein vergleichbarer Nachweis für die Existenz und den Gegenstand des Unternehmens vorzulegen. Der Auszug aus dem Handelsregister bzw. der vergleichbare Nachweis darf zum Zeitpunkt des Schlusstermins für den Eingang des Teilnahmeantrages nicht älter als drei Monate sein.
Es ist der Nachweis eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens über eine Berufshaftpflichtversicherung mit der Mindestdeckungssummen (jeweils zweifach maximiert) in Höhe von 2 Mio. Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) des Bewerbers/ Bewerbergemeinschaft vorzulegen.