Die Deutsche Energy Terminal GmbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, schreibt einen Rahmenvertrag über die Durchführung von Peilungen und Strömungsmessungen im Bereich des LNG- Anlandeterminals Wilhelmshaven (FSRU WHV02) aus. Der Umfang der auftragsgegenständlichen Leistungen ist der Leistungsbeschreibung (Anlage II) zu entnehmen.
Die Auftraggeberin schreibt im Wege eines offenen Verfahrens Leistungen der Peilungen und Strömungsmessung für die FSRU WHV02 aus.Im Rahmen des Betriebs der FSRU WHV02 sind kontinuierliche Monitoring-Maßnahmen erforderlich. Ziel ist die Erfassung von Veränderungen im Strömungs- und Sedimentregime, die Sicherstellung der Kielfreiheit im Wendebecken und der Liegewanne sowie die Überwachung des Kolkschutzes im Bereich der Anlegedalben und die Kontrolle der Kabel- und TCP-Überdeckung.Die Leistungen umfassen insbesondere:(1) ADCP-Strömungsmessungen: Messungen an den Langzeit-Profilen des Jade-Weser-Ports mit jährlicher Berichterstattung an die Behörden,(2) Bathymetrische Peilungen: Regelmäßige Peilungen der Umgebung, des Wendebeckens, des Zufahrtsbereichs sowie Überwachung des Kolkschutzes, der Kabeltrasse und der TCP-Trasse,(3) Datenaufbereitung und Dokumentation: Erstellung digitaler Geländemodelle, Peilpläne, Karten und Berichte sowie Übergabe aller Daten an die Auftraggeberin.Die Leistungen sind nachfolgend spezifiziert. Ergebnisse sind digital (Rohdaten + Auswertung) sowie als Berichte und Kartenmaterial der Auftraggeberin vorzulegen.
Der Auftraggeberin steht das Recht zu, den Vertrag zweimalig um jeweils ein Jahr zu verlängern. Die Ausübung der Verlängerungsoption erfolgt einseitig in Textform und ist spätestens einen Monat vor dem Ende der jeweiligen Laufzeit zu erklären. Ein Anspruch der Auftragnehmerin auf Verlängerung besteht nicht.
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt (§ 127 Abs. 1 GWB i.V.m. § 52 Abs. 1 SektVO). Das Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis (100 % Gewichtung). Das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis gemäß Preisblatt (Anlage IV) erhält den Zuschlag.
Die Ausschreibung wird als Offenes Verfahren gemäß § 119 Abs. 1, 3 i.V.m. §§ 13 Abs. 1, 14 SektVO durchgeführt.Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Auf die Rügepflicht des § 160 Abs. 3 GWB wird hingewiesen. Hiernach ist ein Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer zulässig, soweit der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber der Auftraggeberin innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Ange-botsabgabe gegenüber der Auftraggeberin gerügt werden,- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,- nicht mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Die Vergabestelle behält sich vor, fehlende Unterlagen nachzufordern und Angebote vom Verfahren auszuschließen, für welche die Bieter auf einmalige Nachforderung keine oder nur unvollständige Unterlagen nachgereicht haben.
Zum Nachweis der Eintragung in das Handelsregister/Berufsregister haben die Bieter den Auszug aus dem Handelsregister/Berufsregister (nicht älter als sechs Monate zum Zeitpunkt der Einreichung des Teilnahmeantrags) oder eine Kopie desselben einzureichen.
Die Bieter haben zu erklären, dass sie im Auftragsfall den Nachweis über eine gültige Betriebshaftpflichtversicherung mit einer angemessenen Deckungssumme für Personen- und Sachschäden, sowie für Vermögensschäden (einschließlich Datenschutzverletzungen) vorlegen werden.
Gefordert ist die Angabe des durchschnittlichen Netto-Jahresumsatzes in den letzten drei Geschäftsjahren. Die Abfrage erfolgt informatorisch.
Ausrüstung: MBES-System
Der Bieter bestätigt, über ein einsatzfähiges MBES-System (Flach- und Tiefwasser) zu verfügen.
Ausrüstung: ADCP-Messsystem
Der Bieter bestätigt, über ein einsatzfähiges ADCP-Messsystem zu verfügen.
SchlüsselpersonalDer Bieter setzt für die Auftragsausführung mindestens einen Vermessungsingenieur (Dipl.-Ing. oder vergleichbar) mit nachgewiesener Erfahrung in der hydrographischen Vermessung ein. Dazu müssen die Bieter entsprechende Nachweise (bspw. Lebensläufe etc.) mit dem Angebot einreichen.
Der Bieter hat mit seinem Angebot mindestens fünf Referenzprojekte aus den letzten fünf Jahren einzureichen. Dabei muss jedes dieser Referenzprojekte die Vermessung mittels Multibeam-Echolots in vergleichbaren nautischen Infrastrukturen (Häfen, Fahrrinnen, Offshore-Anlagen) umfassen.Die Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen in Anlage V Angebotsschreiben c) Referenzen zu entnehmen.
Siehe Vergabeunterlagen.
Siehe Vergabeunterlagen