Diese Markterkundung dient ausschließlich der Informationsgewinnung und Vorbereitung eines möglichen Vergabeverfahrens. Sie stellt weder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots noch eine Vorabinformation im Sinne des Vergaberechts dar. Ein Vergabeverfahren wird gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt eingeleitet.
Die im Rahmen der Markterkundung zu prüfenden Daten sollen idealerweise nachfolgende Merkmale aufweisen:
Segment Private Credit:
a. Stammdaten der Private Credit Fonds:
Eindeutige Identifikation des Fonds (idealerweise ISIN oder LEI), Fondsname einschließlich historischer Namensänderungen, Fondsmanager, Fondsdomizil (juristischer Sitz), Fondstyp (inklusive einer Abfrage für nicht klassische Vehikel, insbesondere Business Development Companies (BDCs, mit öffentlich verfügbaren Meldungen als Abgleichmöglichkeit), Evergreen- bzw. Interval-Fonds, Separately Managed Accounts (Fund-of-one) sowie versicherungsverbundene Kreditplattformen), Investmentstrategie, Zielregion(en), Zielbranchen/Sektoren, Vintage Year, Gründungsdatum, Laufzeit des Fonds, Fondsstatus, Zielvolumen, finales Fondsvolumen, Angaben zu verbundenen Gesellschaften, Granularität auf Ebene des einzelnen Fonds sowie möglichst einzelner Fund Vehicles;
b. Flussdaten:
Fondsvolumen, Kapitalzusagen, abgerufenes Kapital, nicht abgerufenes Kapital, Ausschüttungen, Kapitalabrufe, Netto-Cashflows, Nettoinventarwert, Bewertungskennzahlen, Performancekennzahlen, Bewertungsmethodik (wie die Fair-Value-Hierarchie), Existenz unabhängiger Drittbewertungen, Häufigkeit der Neubewertung, Zeitreihen der Fondsentwicklung, nach Möglichkeit Angaben auf Ebene einzelner Anteilsklassen;
c. Portfolio- und Dealdaten:
Portfoliounternehmen bzw. Kreditnehmer; Kreditinformationen (Kreditart, Kreditvolumen, Währung, Laufzeit, Zinssatz bzw. Referenzzins, Marge oder Spread über dem Referenzzins, Original Issue Discount (OID), etwaige PIK-Komponente (Payment-in-Kind), Gebühren, Amendment- bzw. Repricing-Historie, Besicherung, Rangigkeit, Covenant-Struktur, Einsatz von Derivaten bzw. Hedging, Subscription-/Capital-Call-Kreditlinien, NAV-basierte Kredite, Leverage-Fazilitäten, Gesamt-Leverage-Ratio des Fonds; Portfoliozusammensetzung: Aufteilung nach Regionen, Branchen, Kredittypen, Ratingklassen, Laufzeiten, Währungen; Kon-zentrationskennzahlen, Diversifikationskennzahlen, Ausfallquoten (inklusive der Kennzahl Non-Accrual), Restrukturierungen, Recovery Rates;
d. Zeitliche Anforderungen:
Zeitnahe Bereitstellung der Daten mit möglichst geringem zeitlichem Versatz, hohe Frequenz der Daten (mindestens monatlich), Dokumentation von Fondsereignissen (Closings, Nachfolgefonds, Liquidationen),
e. Geografische und historische Abdeckung:
Weltweite Abdeckung aller relevanten Private-Credit-Märkte, Europa, USA, Asien-Pazifik, historische Daten (Vergangenheitswerte sowie Daten am aktuellen Rand), Datenquelle der Anbieter (z.B. freiwillige Meldung der Fondsmanager, LP-Reporting, Pflichtpublikationen), geschätzte Abdeckungsquote, Behandlung von Backfill, Point-in-Time / as-reported-Stände (sofern möglich), Berücksichtigung auch bereits aufgelöster Fonds;
Segment Private Equity und Venture Capital:
Der Datenbestand sollte zusätzlich Private-Equity-Fonds und Venture-Capital-Fonds und deren Investitionen weltweit umfassen
a. Stammdaten (eindeutige Identifikation der Fonds, Fondsmanager, Fondsdomizil, Vintage Year, Fondsvolumen, Investmentstrategie, Zielbranchen und Zielregionen, Fondsstatus);
b. Performance- und Fondsdaten, Nettoinventarwert (NAV), Performancekennzahlen , historische Zeitreihen); c. Portfolio- und Deal-Daten (Portfoliounternehmen auf Einzelebene, Finanzierungsrunden, Datum der Finanzierung, Finanzierungsvolumen, Unternehmensbewertungen (Pre-/Post-Money, soweit verfügbar), Investoren je Finanzierungsrunde, Co-Investoren, Exit-Ereignisse, Unternehmensinformationen (Branche, Standort, Entwicklungsphase)).
Zur Überprüfung der Angaben sollen Testzugänge (Softwarezugänge, CSV-Export, etc.) zu den Daten zur Verfügung gestellt werden. Die Daten müssen in den Tresoren der Deutschen Bundesbank (temporär) gespeichert werden dürfen, und sie sollten für den Testzeitraum auch mit anderen Daten verbunden werden dürfen, damit geprüft werden kann, inwiefern die Daten für Analysen der Deutschen Bundesbank nützlich sind.