Auftragsgegenstand sind zwei jeweils 20 Meter tiefen Brunnen am Tagungszentrum der Deutschen Bundesbank in Eltville. Ziel ist die Untersuchung der Machbarkeit einer geothermischen Nutzung zur nachhaltigen Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes. Die Brunnen sollen etwa 55 Meter voneinander entfernt gebohrt und für einen Pump- und Schluckversuch sowie Temperaturmessungen und Wasserproben genutzt werden.
Vor Beginn der Arbeiten ist eine Kampfmittelfreigabe erforderlich. Die Bohrungen erfolgen im Bereich von quartären Kiesen und Sanden, darunter folgen wasserundurchlässige Tonschichten. Die Grundwasserstände variieren je nach Lage und stehen in Zusammenhang mit dem Rheinwasserstand.
Für die Ausführung gelten aktuelle technische Normen (u.a. VDI 4640, DIN EN ISO 22475, VOB, DVGW W 120). Die Bieter müssen nachweislich Erfahrung mit vergleichbaren geothermischen Bohrungen haben und entsprechende Qualifikationen und Zulassungen vorlegen. Die Arbeiten sind innerhalb von sechs Wochen abzuschließen.
Die Leistungen umfassen die Baustelleneinrichtung, die Bohrungen (Durchmesser 800 mm), den Ausbau der Brunnen mit Filter- und Vollrohren (DN 500), die Durchführung des Pump- und Schluckversuchs inklusive Temperaturmessungen, die Entnahme und Analyse von Wasserproben sowie die fachgerechte Entsorgung des Bohrguts. Alle Mess- und Prüfergebnisse sind digital zu dokumentieren und zu übergeben.