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Verfahrensangaben

WB 2151_OK43_Kassel_Bewerbungsphase

VO: VgV Vergabeart: Nicht offener Planungswettbewerb (Bewerbungsphase) Status: Veröffentlicht

Fristen

Fristen
13.05.2026
22.05.2026 10:00 Uhr

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Stadt Kassel
113056958
34119
Kassel
Deutschland
DE731
wettbewerb@thielehoch3.de
061512783980

Angaben zum Auftraggeber

Kommunalbehörden
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
THIELE³ ARCHITEKTEN UND INGENIEURE
DE0625242644
64285
Darmstadt
Deutschland
DE711
THIELE³ ARCHITEKTEN UND INGENIEURE
wettbewerb@thielehoch3.de
061512783980
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
DE 812 056 745
Wilhelminenstraße 1-3
64283
Darmstadt
Deutschland
DE711
poststelle@rpda.hessen.de
+49 6151126-603

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
DE 812 056 745
Wilhelminenstraße 1-3
64283
Darmstadt
Deutschland
DE711
poststelle@rpda.hessen.de
+49 6151126-603

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Dienstleistungen

CPV-Codes

71221000-3
71223000-7
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Die Stadt Kassel verfolgt das Ziel, die Innenstadt durch nicht-kommerzielle, niedrigschwellige und identitätsstiftende Angebote neu zu beleben. Hierzu soll ein Konzept für die zukünftige Nutzung des ruruHauses in der Oberen Königstraße 43 entwickelt werden. Das ehemalige Kaufhaus steht derzeit leer und zeichnet sich durch seine zentrale Lage und seine Bekanntheit aus.

Das ruruHaus soll sich zu einem lebendigen, multifunktionalen, barrierefreien und inklusivem Campus für Bildung, Begegnung, Kultur und Jugend entwickeln - als offener Ort inmitten der Innenstadt konsumfrei, resilient und identitätsstiftend. Neben der neuen Stadtbibliothek sollen hier auch jugendkulturelle Formate, kreative Werkstätten und flexible Veranstaltungsflächen ihren Platz finden. Zentrale Nutzung und inhaltlicher Kern ist eine moderne Stadtbibliothek, die als zeitgemäße Einrichtung der öffentlichen Grundversorgung verstanden wird und sich im Sinne aktueller Bibliotheksentwicklung deutlich über die klassische Medienausleihe hinaus positioniert. Das Gebäude wird dazu ressourcenschonend, sowie im Einklang mit dem Ensembleschutz saniert und gegebenenfalls durch eine gezielte, bedarfsgerechte Erweiterung ergänzt.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Teilnahmeberechtigt sind Generalplaner (Architekten in Federführung), die zwingend einen Innenarchitekten entweder als Nachunternehmer oder im Rahmen einer Bewerbergemeinschaft einbinden.

Die zu vergebenden Generalplanungsleistungen umfassen die im Folgenden genannten Teilleistungen und Vergütungselemente. Folgende Honorarparameter gemäß Ziffer 7.1 bis Ziffer 7.6 werden der Beauftragung zugrunde gelegt:
Hinweis 1: Es müssen alle Teilleistungen der Generalplanung angeboten werden.
Hinweis 2: Der Auftraggeber sieht eine stufenweise Beauftragung vor. Die erste Beauftragungsstufe umfasst die Leistungsphasen 1 bis 3, die zweite Beauftragungsstufe die Leistungsphasen 4 bis 5 und die dritte Beauftragungsstufe die Leistungsphase 6 bis 9.

Objektplanungsleistungen Gebäude gemäß §§ 33 ff HOAI
Leistungsphasen 1 (anteilig), 2 bis 9 gemäß § 34 (3) HOAI, sämtliche Grundleistungen, Honorarzone IV, Basishonorarsatz, Umbauzuschlag 30 %
Besondere Leistung Bestandsaufnahme
weitere besondere und zusätzliche Leistungen sind derzeit nicht bekannt

Objektplanungsleistungen Innenräume gemäß §§ 33 ff HOAI
Leistungsphasen 1 (anteilig), 2 bis 9 gemäß § 34 (3) HOAI, sämtliche Grundleistungen, Honorarzone IV, Basishonorarsatz, Umbauzuschlag 30 %
Besondere Leistung Bestandsaufnahme
weitere besondere und zusätzliche Leistungen sind derzeit nicht bekannt

Fachplanungsleistungen Tragwerksplanung gemäß §§ 49 ff HOAI
Leistungsphasen 1 (anteilig), 2 bis 6 gemäß § 51 (3) HOAI, sämtliche Grundleistungen, Honorarzone III, Basishonorarsatz, Umbauzuschlag 30 %
Besondere Leistungen: Schall- und Wärmeschutz sowie Erdbebennachweis, Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks
Besondere Leistung Bestandsaufnahme
weitere besondere und zusätzliche Leistungen sind derzeit nicht bekannt

Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung gemäß §§ 53 ff HOAI - HLS
Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1 bis 3 gemäß § 53 (2) HOAI, sämtliche Grundleistungen, Honorarzone II-III (Differenzierung nach Anlagengruppen) , Basishonorarsatz, Umbauzuschlag 30 %
Leistungsphasen 1 (anteilig), 2 bis 3 und 5 bis 9 gemäß § 55 (1) HOAI, das Entwässerungsgesuch (Lph 4, sofern erforderlich) bei Anlagengruppe 1 wird separat vergütet.
Besondere Leistung Bestandsaufnahme
Weitere besondere und zusätzliche Leistungen sind derzeit nicht bekannt

Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung gemäß §§ 53 ff HOAI - Elektro
Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung Anlagengruppen 4 bis 8 gemäß § 53 (2) HOAI, sämtliche Grundleistungen, Honorarzone III (Differenzierung nach Anlagengruppen) , Basishonorarsatz, Umbauzuschlag 30 %
Leistungsphasen 1 (anteilig), 2 bis 3 und 5 bis 9 gemäß § 55 (1) HOAI.
Besondere Leistung Bestandsaufnahme
Weitere besondere und zusätzliche Leistungen sind derzeit nicht bekannt

Freianlagen gemäß §§ 38 ff HOAI
Fachplanungsleistungen Freianlagen
Leistungsphase 1 (anteilig), 2-9 gemäß § 39 HOAI, sämtliche Grundleistungen, Honorarzone III, Basishonorarsatz, Umbauzuschlag 30 %
Besondere Leistung Bestandsaufnahme
weitere besondere und zusätzliche Leistungen sind derzeit nicht bekannt

Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Kassel
Deutschland
DE731

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

---
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Nichtoffenes Verfahren

Angaben zum Verfahren

Die im Folgenden aufgeführten Kriterien für die Preisrichterbeurteilung der 1.Stufe - Wettbewerb werden sein (Aufzählung ohne Rangfolge):
- Qualität des (städte-)baulichen Konzeptes
- architektonischen und gestalterischen Konzeptes
- innenarchitektonischen Konzeptes
- und Funktionalität, Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten,
- des Beleuchtungskonzept
- des Akustikkonzept
- Außenraumkonzept
- Qualitätsstiftende Identität
- Denkmalpflegerische Belange
- Umgang mit dem Bestand
- Öffnung zum Stadtraum
- Wirtschaftlichkeit, Bauökonomie und Betrieb
- Nachhaltigkeit
- Angemessenheit und Nachhaltigkeit des Gestalt

Die Auftraggeberin wird nach § 76 VgV mit den drei bis fünf in der 2. Stufe ausgewählten Preisträgern über den Auftrag verhandeln. Folgende Zuschlagskriterien und deren Gewichtung sind vorgesehen:

Das wirtschaftlichste Angebot ermittelt sich anhand
A. Wettbewerbsergebnisses (Gewichtung 30 %)
B. Überarbeitung des Entwurfes (Gewichtung 30 %) und
C. Projektorganisation / Team / Präsenz vor Ort / Projektmanagement (Gewichtung 25 %) und
D. Honorars (Gewichtung 15 %).

Für die Honorarberechnung im Rahmen des Vergabeverfahrens ist von einem vorläufigen Kostenrahmen in Höhe von ca. 35 Mio. EUR brutto (Kostengruppe 200 bis 700) auszugehen.
Der Kostenanteil für die Kostengruppen 300/400 und 500 sowie 600 beträgt (Kostenstand 1. Quartal 2026):
KG 300: ca. 14,7 Mio. EUR
anrechenbarer Honoraranteil KG 300 Architekt: ca. 11,8 Mio. EUR
anrechenbarer Honoraranteil KG 300 Innenarchitekt: ca. 2,9 Mio. EUR

KG 400: ca. 11,2 Mio. EUR
anrechenbarer Honoraranteil KG 400 Architekt: ca. 7,3 Mio. EUR
anrechenbarer Honoraranteil KG 400 Innenarchitekt: 3,9 Mio. EUR
hiervon KG 410 ca. 1,5 Mio. EUR
hiervon KG 420 ca. 1,8 Mio. EUR
hiervon KG 430 ca. 1,3 Mio. EUR
hiervon KG 440 ca. 3,9 Mio. EUR
hiervon KG 450 ca. 0,9 Mio. EUR
hiervon KG 460 ca. 0,3 Mio. EUR
hiervon KG 470 ca. 0,6 Mio. EUR
hiervon KG 480 ca. 0,4 Mio. EUR

KG 500: ca. 0,7 Mio. EUR
KG 600: ca. 2,5 Mio. EUR

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zum Wettbewerb

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Auftragsunterlagen

Sprache der Auftragsunterlagen

Deutsch
Sonstiges / Weitere Angaben

Kommunikationskanal


https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y3WMACZ

Einlegung von Rechtsbehelfen

Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).
Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Zuschlag erfolgt ist, bevor die Vergabekammer den Auftraggeber über den Antrag auf Nachprüfung informiert hat (§§ 168 Abs. 2 Satz 1, 169 Abs. 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 15 Kalendertage nach Absendung der Bieterinformation nach § 134 Abs. 1 GWB. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage (§ 134 Abs. 2 GWB). Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an. Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße 10 Kalendertage nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB).

Zuständige Vergabekammer ist für einen Nachprüfungsantrag:
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Wilhelminenstraße 1 - 3 / 64283 Darmstadt
Telefon: 0 6151/12-6601 / Telefax: 0 6151/12-5816
E-Mail: poststelle@rpda.hessen.de

Weitere Angaben

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Zusätzliche Informationen

Die Ausloberin stellt für die 1. Stufe ein Bearbeitungshonorar und Preisgelder mit einem Gesamtbetrag von 195.000 EUR netto zur Verfügung. Folgende Aufteilung der Wettbewerbssumme ist vorgesehen:

- Ein Anteil von 92.500 EUR netto, zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer wird als Bearbeitungshonorar ausgeschüttet. Jeder Teilnehmer der 1. Stufe ( Wettbewerb), der einen vom Preisgericht zugelassenen Beitrag einreicht, erhält ein anteiliges Bearbeitungshonorar in gleicher Höhe. Mit dieser Aufwandentschädigung sind sämtliche Zahlungsansprüche des jeweiligen Teilnehmers aus der 1. Stufe (Wettbewerb) abgegolten, mit Ausnahme des Anspruchs auf Auszahlung etwaiger Preise und Anerkennungen.

- Im Rahmen der 1. Stufe (Wettbewerb) werden folgende Preise und Anerkennungen in Höhe von insgesamt 92.500 EUR netto, zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer ausgelobt:
1. Preis: 37.000,- EUR
2. Preis: 23.000,- EUR
3. Preis: 14.000,- EUR
Anerkennungssumme 18.500,- EUR

Eine andere Aufteilung der Preisgelder kann durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichts neu festgelegt werden.

Die für die 2. Stufe, das Verhandlungsverfahren plazierten 3-5 Preisträger erhalten für die Ausarbeitung bzw. Überarbeitung der Wettbewerbsbeiträge zusätzlich eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25.000 EUR netto, zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Mit dieser Aufwandsentschädigung sind sämtliche Zahlungsansprüche des jeweiligen Teilnehmers aus der 2. Stufe im Vergabeverfahren abgegolten.

Im Falle der Beauftragung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Preisträgers bis zur Höhe der Grundvergütung der Grundleistungen nach HOAI nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.

Namen der ausgewählten Preisrichter:

Sachpreisrichter:
1. Dr. Sven Schoeller, Oberbürgermeister, Stadt Kassel
2. Simone Fedderke, Stadtklimarätin, Stadt Kassel
3. Martin Bach, Kulturamtsleiter, Stadt Kassel

Sachpreisrichtervertreter:
1. Knut Hoffmann, Leiter der Stadtbibliothek, Stadt Kassel
2. Anne Kirschbaum, Amt Bauaufsicht und Denkmalschutz Stadtplanung, Stadt Kassel
3. Thomas Reuting. stellv. Amtsleiter Jugendamt, Stadt Kassel

Fachpreisrichter:
1. Axel Jäger, Architekt, Amtsleiter Amt für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung, Stadt Kassel
2. Prof. Alexander Reichel, Architekt, Kassel
3. Prof. Kerstin Schultz, Architektin, Reichelsheim-Laudenau
4. Anne Mehring, Innenarchitektin, Darmstadt

Fachpreisrichtervertreter:
1. Alexander Scholtysek, Architekt, Darmstadt
2. Thomas Welzel, Amt für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung, Stadt Kassel
3. Christine Weinmann, Innenarchitektin, Frankfurt a. M.

Teilnahmeanträge

Anforderungen an Angebote / Teilnahmeanträge

Übermittlung der Angebote / Teilnahmeanträge

Anforderungen an die Form bei elektronischer Übermittlung

Sprache(n), in der (denen) Angebote / Teilnahmeanträge eingereicht werden können

Deutsch

Varianten / Alternativangebote

Mehrere Angebote pro Bieter

Nicht zulässig
Verwaltungsangaben

Nachforderung

Eine Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist teilweise ausgeschlossen.

Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Auftraggebers können fehlende Bewerberunterlagen nach Fristablauf auf Nachforderung des Auftraggebers nachgefordert werden. Eine Nachforderung fehlender Bewerberunterlagen steht grundsätzlich im Ermessen des Auftraggebers.

Bedingungen

Ausschlussgründe

Ort der Angabe der Ausschlussgründe

Auswahl der Ausschlussgründe

Begrenzung der Bieter

Begrenzung der Bieter

20
20

6 vorab benannte Teilnehmer:
-Baupiloten, Berlin, mit NN Innenarchitekt
-Foundation5+ architekten, Kassel, mit NN Innenarchitekt
-Gerber Architekten, Dortmund, mit NN Innenarchitekt
-Pbr planungs- und beratungsgesellschaft mbh, Osnabrück, mit NN Innenarchitekt
-Schrammel Architektur Stadtplanung GmbH & Co. KG, Augsburg, mit NN Innenarchitekt
-Steimle Architekten, Stuttgart, mit NN Innenarchitekt

Teilnahmebedingungen

Eignungskriterien / Ausschreibungsbedingungen

Eignungskriterium

Eintragung in ein relevantes Berufsregister

Nachweis der geforderten beruflichen Qualifikation jedes Bewerbers/ Mitglieds der Bewerbergemeinschaft durch aktuellen Nachweis der Berufszulassungen.

Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Herkunftsstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeichnung
"Architekt"
"Innenarchitekt"
zu führen.

Ist in dem Herkunftsstaat des Bewerbers die Berufsbezeichnung nicht gesetzlich geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung gemäß der Richtlinie 2005/36/EG und 2013/55 EU- "Berufsanerkennungsricht- linie" - gewährleistet ist.

Als Generalplaner wird derjenige bezeichnet, der dem Bauherrn als einziger Vertragspartner auf Planerseite gegenübertritt und der sämtliche Architektur-, Ingenieur- und Fachplanungen erbringt. Auf Grund der besonderen Planungsbedingungen ist die Teilnahme ausschließlich Generalplanern (Architekten) gestattet, die zwingend einen Innenarchitekten entweder als Nachunternehmer oder im Rahmen einer Bewerbergemeinschaft einbinden.

Die Bildung einer Bewerbergemeinschaft aus Generalplaner, Architekt und Innenarchitektin ist nur dann erforderlich, wenn die geforderten Qualifikationen nicht innerhalb eines einzigen Unternehmens vereint sind.

Er trägt gegenüber dem Bauherrn die alleinige rechtliche Verantwortung für die Planungsleistungen.
Als Verantwortliche innerhalb der Generalplanung oder Bietergemeinschaft sind Personen zugelassen, die die Berufsqualifikation des Berufs des Architekten nach § 75 Abs. 1 VgV erfüllen.

Architekt ist, wer nach dem für die öffentliche Auftragsvergabe geltenden Landesrecht berechtigt ist, die entsprechende Berufsbezeichnung zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland entsprechend tätig zu werden.

Bei juristischen Personen sind die Qualifikationsanforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Planungsaufgabe entsprechen, und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden.

Bewerbergemeinschaften natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Eignungskriterium

Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen

Den Nachweis der fachlichen Eignung und Kompetenz erbringen die Bewerber durch Nachweise, Erklärungen und Referenzen in Form von Referenzprojekten gegliedert nach den Leistungsbereichen.
In der 1. Stufe (Wettbewerb) sind ausschließlich die Nachweise des Leistungsbereiches A nachzuweisen.

(Nachweis in 1. Stufe)
A Objektplanung Gebäude- und Innenräume gemäß §§ 33 ff HOAI

(Folgende Nachweis müssen erst im Vergabeverfahren - in der 2. Stufe vorgelegt werden)
B Tragwerksplanung gemäß §§ 49 ff HOAI
C Technische Ausrüstung HLS (Anlagengruppen 1, 2, 3 gemäß §§ 53 ff HOAI
D Technische Ausrüstung Elektro (Anlagengruppen 4, 5, 6, 8) gemäß §§ 53 ff HOAI,
E Fachplanungsleistungen Freianlagen gemäß §§ 38 ff HOAI
in denen sie darlegen, inwieweit sie den Eignungskriterien genügen. Auf den Nachweis einer Referenz für eine Generalplanertätigkeit wird verzichtet.

Leistungsbereich A / Objektplanung Gebäude- und Innenräume gemäß § 34 HOAI (1. Stufe)
A1 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Anzahl der Berufsträger (BT / Architekten oder vergleichbare Qualifikation)
durchschnittliche Anzahl der Berufsträger der letzten 3 Geschäftsjahre (2023 / 2024 / 2025)

A2 Referenz (Architekt):
A2.1. Referenzprojekt vergleichbarer Komplexität Kategorie Umbau/Sanierung eines Bestandsgebäudes, allgemein mit öffentlichem Auftraggeber
- Gebäude mit Nutzfläche (NUF 1-6) mindestens 750 m²
- mind. 5 aufeinanderfolgende, selbst erbrachte Leistungsphasen der Leis
- Einordnung mindestens Honorarzone III n. HOAI
- Baukosten KG 300 / 400: mind. 3,0 Mio. EUR netto
Übergabe (Abschluss LPH 8 (§ 34 HOAI)) an den Nutzer nach dem 01.01.2016 bis zum 30.04.2026 Benennung Bauherr/Auftraggeber (Anschrift, Ansprechpartner)
A.2.2 Referenzprojekt vergleichbarer Komplexität Kategorie Neubau oder Umbau/Sanierung, Kultur- oder Bildungsbau
- Gebäude mit Nutzfläche (NUF 1-6) mindestens 750 m²
- mind. 5 aufeinanderfolgende, selbst erbrachte Leistungsphasen der Leistungsphasen 1 bis 8 nach § 34 HOAI
- Einordnung mindestens Honorarzone III n. HOAI
- Baukosten KG 300 / 400: mind. 3,0 Mio. EUR netto
- Übergabe (Abschluss LPH 8 (§ 34 HOAI)) an den Nutzer nach dem 01.01.2016 bis zum 30.04.2026 Benennung Bauherr/Auftraggeber (Anschrift, Ansprechpartner)

A3 Referenzen (Innenarchitekt)
A.3 Referenzprojekt vergleichbarer Komplexität Kategorie Umbau/Sanierung eines Bestandsgebäudes, allgemein
- Gebäude mit Nutzfläche (NUF 1-6) mindestens 750 m²
- mind. 5 aufeinanderfolgende, selbst erbrachte Leistungsphasen der Leistungsphasen 1 bis 8 nach § 34 HOAI (LPH 4 kann übersprungen werden)
- Einordnung mindestens Honorarzone III n. HOAI
- Baukosten KG 300 / 400: mind. 0,5 Mio. EUR netto
- Übergabe (Abschluss LPH 8 (§ 34 HOAI)) an den Nutzer nach dem 01.01.2016 bis zum 30.04.2026 Benennung Bauherr/Auftraggeber (Anschrift, Ansprechpartner)

Die Angaben nach Ziffer A1 erfolgen als Eigenerklärung im Teilnahmeantrag. Den Nachweis der fachlichen Eignung und Kompetenz erbringen die Bewerber durch den Nachweis von Referenzprojekten. Anhand von Angaben in der Teilnahmeerklärung, ergänzt durch ein Projektfoto (optional auch eines Projektblatts), legen die Bewerber dar, inwieweit sie den Eignungskriterien genügen.
Zum optimalen Nachweis der Leistungsfähigkeit wird empfohlen, gegebenenfalls eine Bewerbergemeinschaft zu bilden. Auf die Möglichkeit der Eignungsleihe wird ausdrücklich hingewiesen.
Hinweise zur Anerkennung der Referenzprojekte
Bei den Referenzprojekten der Kategorien A2.1 und A2.2 muss es sich um jeweils unterschiedliche Projekte handeln. In der Kategorie A3 "Innenarchitektur" können auch die bereits in Kategorien A2.1 bis A2.2 aufgeführten Referenzprojekte benannt werden.
Zur Anerkennung als Referenzprojekt muss das Projekt jeweils alle geforderten Kriterien an die jeweilige Referenzkategorie erfüllen. Wird ein Kriterium nicht erfüllt, kann das Projekt nicht als Referenzprojekt anerkannt werden. Mit Einreichung der Referenzprojekte wird die Einhaltung der o. g. Voraussetzungen bestätigt.

Wenn sich mehr als 14 (weitere) Bewerber qualifizieren, entscheidet das Los.

Mit der Angebotsabgabe sind folgende Eignungsnachweise beizubringen:

Der Nachweis der im Rahmen der Auswahlphase geforderten Eigenerklärung zur Haftpflichtversicherung für Personenschäden und Sachschäden bei einem in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmen ist spätestens bei Abgabe des Honorarangebots im Vergabeverfahren vorzulegen.
Die Betragshöhe ist im Auftragsfalle durch schriftliche Zusage des Versicherers über die Bereitschaft zur erforderlichen Höhe der Deckungssumme oder durch den Abschluss einer objektbezogenen Versicherung zu bestätigen. Bei einer Bewerbergemeinschaft ist die Deckungszusage des Generalplaners ausreichend.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Mindestpunktzahl
3