Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber (bei BG von jedem Mitglied) die vom Bewerber in den letzten zehn Jahren (2016 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung) erbrachten Leistungen (Referenzprojekte) einreichen, die mit den hier zu vergebenden Generalplanerleistungen vergleichbar sind.
Zu den Referenzen sollen die Bewerber insbesondere Folgendes angeben:
- Auftraggeber (mit Ansprechpartner),
- Leistungszeiträume,
- Art des Bauwerks (Nutzungsart),
- die konkret vom Bewerber erbrachten Leistungen,
- Größe des Bauwerks (bei Brückenbauwerken bspw. Spannweite, Fahrbahnfläche, etc.; bei Verkehrsanlagen bspw. Länge oder Verkehrsfläche),
- bei Brücken: Angabe des überbrückten Hindernisses (bspw. Fluss, Gewässer, Tal, Autobahn, Innenstadt, etc.)
- Auftragswert,
- Komplexität der Planungsanforderungen gem. der Honorarzonen der HOAI,
- derzeitiges Stadium des Projekts.
a) Referenzen Objektplanung - Ingenieurbauwerke (Brücken):
Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber vergleichbare Referenzen der letzten zehn Jahre (2016 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung) detailliert darstellen.
Der Auftraggeber wird insbesondere die drei aus seiner Sicht am besten geeigneten Referenzen berücksichtigen. In Summe sollten die Referenzprojekte den folgenden Kriterien genügen bzw. die folgenden Merkmale/Besonderheiten aufweisen:
- Es handelt sich bei dem Referenzprojekt möglichst um eine Straßenbrücke bzw. um eine Brücke, über die auch der Straßenverkehr geführt wird, welche über ein großes Gewässer oder einen Fluss führt und möglichst in innerstädtischer Lage positioniert ist
- Der Bewerber hat möglichst mindestens die Planungsleistungen der LPH 1 - 3 oder der LPH 2 - 4 gemäß HOAI erbracht.
- Das Bauvolumen (Kostengruppe 200 bis 500 nach DIN 276:2018) sollte möglichst 90 Mio. EUR netto aufwärts betragen.
- Das Projekt wurde möglichst als Generalplaner erbracht.
b) Referenzen Objektplanung - Verkehrsanlagen:
Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber vergleichbare Referenzen der letzten zehn Jahre (2016 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung) detailliert darstellen.
Der Auftraggeber wird insbesondere die drei aus seiner Sicht am besten geeignete Referenzen berücksichtigen. In Summe sollten die Referenzprojekte den folgenden Kriterien genügen bzw. die folgenden Merkmale/Besonderheiten aufweisen:
- Der Bewerber hat möglichst mindestens die Planungsleistungen der LPH 1- 3 oder der LPH 2 - 4 gemäß HOAI erbracht.
- Das Bauvolumen (Kostengruppe 200 bis 500 nach DIN 276:2018) sollte möglichst 22,5 Mio. EUR netto aufwärts betragen.
c) Referenzen Fachplanung - Tragwerksplanung:
Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber vergleichbare Referenzen der letzten zehn Jahre (gerechnet vom Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung) detailliert darstellen.
Der Auftraggeber wird insbesondere die drei aus seiner Sicht am besten geeigneten Referenzen berücksichtigen. In Summe sollten die Referenzprojekte den folgenden Kriterien genügen bzw. die folgenden Merkmale/Besonderheiten aufweisen:
- Es handelt sich bei dem Referenzprojekt möglichst um eine Brücke über großes Gewässer oder einen Fluss
- Die Brücke gründet möglichst in einem Gewässer oder Flussbett.
- Der Bewerber hat möglichst mindestens die Planungsleistungen der LPH 1- 3 oder der LPH 2 - 4 gemäß HOAI erbracht.
- Das Bauvolumen (Kostengruppe 300 nach DIN 276:2018) sollte mindestens 90 Mio. EUR netto aufwärts betragen.
d) Partnerschaftliche Zusammenarbeit:
Von Vorteil ist, wenn die unter a) bis c) genannten Projekte oder weitere Projekte des Bewerbers Merkmale einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Projektbeteiligten beinhalteten, wie etwa anreiz- bzw. projekterfolgsbasierte Vergütung mit Selbstkostenerstattung, gesamtheitliche Planungslösungen (insbes. Target Value Design, Value Engineering) unter Einbindung von Baukompetenz, Zielkostenplanung (Target Costing), integrierte Entscheidungs- und Organisationsstrukturen, gemeinschaftliches Risiko-management, gemeinsame Nachunternehmerauswahl etc.
e) Weiteres:
Von Vorteil ist, wenn ein Projekt als Teil eines interdisziplinären Teams im gemeinsamen Auftrag mit dem Objektplaner oder als GP-Team erbracht wurde.
Von Vorteil ist zudem, wenn der Bewerber bei den unter a) bis c) genannten Referenzen mit der Methode Building Information Modeling (BIM) gearbeitet hat.
Sofern erforderlich, um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen, werden auch einschlägige Leistungen berücksichtigt, die mehr als zehn Jahre zurückliegen.
Bei den vorgenannten Kriterien handelt es sich um keine Muss-Kriterien. Der Auftraggeber wird die vorgenannten Kriterien gemäß Ziffer 2.1.4 im Rahmen des Rankings berücksichtigen.
Für den Fall, dass ein Bewerber einzelne Unternehmen als Nachunternehmer einsetzen möchte, wird auf die Möglichkeit der Eignungsleihe und die in § 47 VgV genannten Voraussetzungen hingewiesen. Wenn und soweit sich der Bieter auf die Eignung des Nachunternehmers beruft, ist mit dem Teilnahmeantrag insbesondere eine Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers einzureichen, dass dieser seine Ressourcen und Kapazitäten dem Bewerber im Auftragsfall zur Verfügung stellt. Bewerber sollten die auf der in Ziffer 5.1.11 genannten Website hinterlegten Vordrucke verwenden. Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen im Rahmen des § 56 VgV nachzufordern. Hierauf besteht kein Rechtsanspruch.