Bereitstellung und Betrieb einer Groupware-SaaS-Lösung für E-Mail, Kalender, Konta...
VO: UVgO Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Breite Str. 30-36
10178
Berlin
Deutschland
DE208281265
vergabestelle@zlb.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y2PMWMT

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y2PMWMT/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Bereitstellung, Konfiguration, Migration und der laufende Betrieb einer gehosteten Groupware-Lösung auf Basis von Open-Xchange (OX App Suite) für die ZLB. Die Lösung umfasst mindestens folgende Funktionen: E-Mail, Kalender, Kontakte und Adressbuch, Aufgaben, webbasierter Zugriff sowie Administration einschließlich eines vom Auftragnehmer bereitgestellten und betriebenen Verzeichnisdienstes mit webbasierter Admin-Oberfläche. Alle eingesetzten Komponenten - einschließlich des Verzeichnisdienstes - müssen Open-Source-Software sein.
Das Hauptziel ist die nahtlose Ablösung des bestehenden Microsoft Exchange/Outlook-Umfelds unter Wahrung aller Daten und Funktionen. Betriebsstabilität und Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit (Schutzbedarf "hoch") sind vollständig zu erfüllen.

Haupterfüllungsort

Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Breite Str. 30-36
10178
Berlin

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Kriterien
Preis
30
Funktionsumfang
30
Usability
25
Lösungskonzept Verzeichnisdienst und SSO-Anbindung
9
Migrations- und Cutover-Konzept
6

1. Preis: Für das Zuschlagskriterium "Preis" wird der Gesamtangebotspreis (brutto) für 4 Jahre aus dem Preisblatt herangezogen (Im Fall des Reverse-Charge-Verfahrens wird die vom AG zu entrichtender Umsatzsteuer bei der Wertung berücksichtigt). Das Angebot mit dem niedrigsten Preis erhält die volle Punktzahl. Die von den Bietenden jeweils angebotenen Gesamtangebotspreise werden zum niedrigsten Angebotspreis ins Verhältnis gesetzt.
2. Funktionsumfang: Das Kriterium Funktionsumfang wird anhand der Eigenangaben des Bieters zum Funktionsumfang des Angebots bewertet.
3. Usability: Die Usability wird durch ein Gremium bestehend aus 10 Personen aus unterschiedlichen Fachbereichen der ZLB anhand festgelegter Anforderungen bewertet.
4. Das Lösungskonzept Verzeichnisdienst und SSO-Anbindung wird anhand von sechs Unterkriterien (A1-A6) bewertet. Die Punktebeschreibung ist der "Bewertungsmatrix Konzepte" (Anlage 7) zu entnehmen.
5. Das Migrations- und Cutover-Konzept wird anhand von sechs Unterkriterien (B1-B6) bewertet. Die Punktebeschreibung ist der "Bewertungsmatrix Konzepte" (Anlage 7) zu entnehmen.
Bei den Kriterien 2-5 ist eine Mindestpunktanforderung (50% der maximal erreichbaren Punktzahl) zu erfüllen.
Die Bewertung der Kriterien 4 und 5 erfolgt durch ein Fachgremium aus 3 Personen des ZLB IT Referats. Die Mitglieder bewerten jedes Unterkriterium unabhängig voneinander auf Grundlage der Konzept-Vorlage. Aus den Einzelbewertungen wird je Unterkriterium der Mittelwert gebildet.
Näheres siehe in den Vergabeunterlagen Leistungsbeschreibung, Zuschlagskriterien und Bewerbungsbedingungen.
Das Lastenheft und die Konzeptvorlagen sind zwingender Bestandteil des Angebots. Werden diese Unterlagen nicht vollständig ausgefüllt bzw. ausgearbeitet bis zur Angebotsfrist eingereicht, ist das Angebot zwingend auszuschließen.
Mit dem Angebot ist eine lauffähige Demoversion der angebotenen Lösung mit 11 Testaccounts bereitzustellen. Die Demoversion dient der Prüfung/Testung der Eigenangaben des Bieters im Lastenheft und der Bewertung der Usability. Die Nichtvorlage der Demoversion bis zum Ablauf der Angebotsfrist kann zum Ausschluss des Angebots von der weiteren Wertung führen.
Das Angebot mit den meisten Punkten erhält den Zuschlag. Bei Gleichstand der erreichten Punkte erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis den Zuschlag; bei weiterhin bestehendem Gleichstand entscheidet das Los.

Ausführungsfristen

Vertragsbeginn ist ab Zuschlagsdatum, voraussichtlich 01.12.2026 (unverbindlich). Der Vertrag wird für eine unbestimmte Zeit abgeschlossen.

Laufzeit bzw. Dauer

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Die Unternehmen haben mit dem Angebot als vorläufigen Nachweis ihrer Eignung eine ausgefüllte Eigenerklärung zu Ausschlussgründen und Angaben zum Unternehmen (Formular Wirt 124) vorzulegen. Darin sind Angaben zu machen u.a. zu Name, Rechtsform und ggf. Registereintragung, zu Firmeninhabern und gesetzlichen Vertretern sowie zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von §§ 123 und 124 GWB, § 21 AentG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG und § 21 SchwarzArbG (z.B. Insolvenzverfahren und Liquidation, schwere Verfehlungen oder Verurteilungen oder Nichtzahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung, zum Nichtvorliegen von Eintragungen im Wettbewerbs-, Gewerbezentralregister u.ä.).

Der Nachweis der Eignung kann auch durch Eintragung im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) oder zum Beispiel über die frei zugängliche Präqualifikationsdatenbank (DIHK) erbracht werden. In diesem Fall ist dem Angebot das Zertifikat der Präqualifizierungsstelle einschließlich Ihres Zertifikatscodes beizufügen. Hierbei ist zu beachten, dass die Nachweise in der Präqualifikationsdatenbank, die in diesem Vergabeverfahren geforderten Mindestbedingungen vollständig erfüllen (z.B. Angaben zu den Referenzaufträgen). Soweit die Nachweise der Präqualifikationsdatenbank den gestellten Anforderungen nicht vollständig entsprechen, sind ergänzende Nachweise und Angaben dem Angebot beizufügen.
Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) kann als vorläufiger Nachweis der Eignung mit dem Angebot eingereicht werden.
Durch ausländische Unternehmen sind gleichwertige Bescheinigungen vorzulegen.

Der Auftraggeber fordert von den Unternehmen einen aktuellen Auszug aus dem Handels-/Berufsregister oder eine Unternehmensdarstellung mit Angaben zur Rechtsform, sofern keine Registerpflicht besteht (Formular).

Der Auftraggeber prüft etwaige Eintragungen im Wettbewerbsregister (§ 6 WRegG).

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Der Bietende reicht zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit folgende Nachweise ein:
Nachweis einer aktuellen und gültigen Betriebshaftpflichtversicherung
Die nachgewiesene Betriebshaftpflichtversicherung muss mindestens nachfolgend aufgeführten Schadensarten und Deckungssummen abdecken:
Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 3.000.000 EUR je Versicherungsfall jeweils für Personen-, Sach- und Vermögensschäden nachzuweisen. Die Versicherung muss mindestens zweifach maximiert pro Versicherungsjahr sein. Die Versicherung muss ausdrücklich auch reine Vermögensschäden aus IT-Dienstleistungen (insbesondere Datenverlust, Systemausfälle, fehlerhafte Datenverarbeitung) mit einer Deckungssumme von mindestens 2.000.000 EUR je Versicherungsfall abdecken.
Im Falle einer Bietergemeinschaft ist eine entsprechende Projektversicherung oder eine Versicherung für alle Mitglieder nachzuweisen.
Sofern Unterauftragnehmer eingesetzt werden, ist durch den Auftragnehmer sicherzustellen, dass für die durch die Unterauftragnehmer übernommenen Leistungen ein angemessener Versicherungsschutz besteht. Der Versicherungsschutz kann entweder durch den Auftragnehmer selbst oder durch den jeweiligen Unterauftragnehmer nachgewiesen werden. Maßgeblich ist ein dem jeweiligen Leistungs- und Risikoumfang entsprechender Versicherungsschutz. Die Vergabestelle behält sich vor, hierfür Nachweise (z.B. Versicherungspolice oder Bestätigung des Versicherers, nicht des Maklers) vor Vertragsschluss zu verlangen.
(Formular)

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

I) Es sind mindestens zwei vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten drei Jahren nachzuweisen. Es werden nur solche Referenzleistungen berücksichtigt, die seit dem 01.01.2023 bis zum Ablauf der Angebotsfrist für eine Dauer von mindestens 12 zusammenhängenden Monaten erbracht wurden und alle Mindestanforderungen an die Vergleichbarkeit erfüllen.
Vergleichbar ist eine Referenz, wenn 1) sie eine Nutzerzahl von mindestens 100 Nutzer hat, 2) der Funktionsumfang mindestens Mail, Kalender, Kontakte und Admin-Oberfläche umfasst. 3) der Auftrag mit einer Open-Source-Lösung umgesetzt wurde.
Jede Referenz wird einzeln bewertet. Jede der zwei Referenzen muss sämtliche Mindestanforderungen erfüllen. Eine kumulative oder additive Erfüllung der Mindestanforderungen durch mehrere Referenzen ist ausgeschlossen.

II) Der Bieter hat folgende Zertifizierungen oder vergleichbare Nachweise zur IT-Sicherheit zu erbringen:

a) Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS)
Der Bieter verfügt über ein gültiges Zertifikat nach ISO/IEC 27001 oder ein gültiges ISO-27001-Zertifikat auf Basis von IT-Grundschutz, dessen Geltungsbereich die vertragsgegenständlichen Leistungen umfasst. Eine Kopie des Zertifikats ist dem Angebot als Anlage beizufügen.

Verfügt der Bieter derzeit noch nicht über ein entsprechendes Zertifikat und wird im Auftragsfall bis spätestens zwei Wochen nach Vertragsschluss einen entsprechenden Nachweis vorlegen.

b) Business-Continuity- und Notfallmanagement
Der Bieter verfügt über ein gültiges Zertifikat nach ISO 22301:2019 oder über gleichwertige Nachweise eines implementierten Business-Continuity- bzw. Notfallmanagements gemäß BSI-Standard 200-4, dessen Geltungsbereich die vertragsgegenständlichen Leistungen umfasst. Eine Kopie des Zertifikats bzw. der gleichwertigen Nachweise ist dem Angebot als Anlage beigefügt.

Verfügt der Bieter derzeit noch nicht über entsprechende Nachweise und wird im Auftragsfall bis spätestens zwei Wochen nach Vertragsschluss einen entsprechenden Nachweis vorlegen.

Die Auftraggeberin ist berechtigt, die vorgelegten Zertifikate und Nachweise vor Zuschlagserteilung zu prüfen. Im Fall einer Bietergemeinschaft oder Unterauftragnahme müssen alle an der Leistungserbringung beteiligten Unternehmen die vorstehenden Anforderungen erfüllen und entsprechende Nachweise erbringen.
(Formular)

Sonstige

Es gelten Besondere Vertragsbedingungen (BVB) unter anderem zu Mindeststundenentgelt und Tariftreue (Wirt-214.1), zur Frauenförderverordnung (Wirt-2141), zur Verhinderung von Benachteiligungen (Wirt-2143) sowie über Kontrollen und Sanktionen nach dem BerlAVG (Wirt-2144), Wirt-2142_BVB-Schutzklausel
und EVB-IT Cloud AGB

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

siehe Vertragsbedingungen

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

keine

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Die Ihnen übergebenen Unterlagen und alle Informationen, die Sie im Rahmen des Vergabeverfahrens erhalten, sind vertraulich zu behandeln.
Die Angaben im Zusammenhang mit dieser Ausschreibung dürfen nur zur Erstellung des Angebots benutzt werden. Jede Verwendung für andere Zwecke ist untersagt.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

06.11.2026 12:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

04.12.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

1. Es obliegt den Unternehmen /Bietern, sich frühzeitig nach Kenntnisnahme dieser Bekanntmachung über die Vergabeplattform zu registrieren. Zusätzliche Hinweise, Erläuterungen oder Antworten auf Bieterfragen sowie etwaige Änderungen oder Ergänzungen der Vergabeunterlagen wird die Vergabestelle nur registrierten Unternehmen/Bietern über die Vergabeplattform mitteilen. Im Übrigen obliegt es den (auch registrierten) Unternehmen/Bietern, die bereitgestellten Vergabeunterlagen vor Angebotsabgabe auf Aktualisierungen hin zu prüfen. Sämtliche Fragen zum Vergabeverfahren sind über das Kommunikationstool der Vergabeplattform bis zum Ende der Frist für Bieterfragen an die Vergabestelle der Auftraggeberin zu richten. Die Fragen und Antworten (neutralisiert) werden allen Bietenden zur Verfügung gestellt!
2. Bietergemeinschaften haben mit dem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder abzugeben, in der u.a. alle Mitglieder aufgeführt sind und ein für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigter Vertreter bezeichnet ist und in der erklärt wird, dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften. In der Erklärung sind die vorgesehenen Leistungs(an)teile der Mitglieder zu benennen. Die Bedingungen für die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung gilt für jedes Mitglied gesondert. Die Eignung nach den Anforderungen der Bedingungen für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist für jedes Mitglied gesondert nachzuweisen und wird für die Bietergemeinschaft insgesamt beurteilt. Die Eignung nach den Anforderungen der Bedingungen für die technische und berufliche
Leistungsfähigkeit ist für jedes Mitglied gesondert nachzuweisen und wird nach den für die Mitglieder jeweils vorgesehenen Leistungs(an)teilen beurteilt.
3. Beabsichtigt der Bieter, Teile des Auftrages an Unterauftragnehmer weiter zu beauftragen, so hat er der Vergabestelle die Namen, die gesetzlichen Vertreter und die Kontaktdaten der Unterauftragnehmer spätestens vor der Beauftragung anzugeben und nachzuweisen, dass ihm die Unterauftragnehmer zur Erbringung der vorgesehenen Leistungen zur Verfügung stehen (z.B. durch Verpflichtungserklärung). Zugleich hat der Bieter nachzuweisen, dass die Unterauftragnehmer für den von ihnen zu übernehmenden Teil des Auftrages geeignet sind und keine Ausschlussgründe vorliegen.
4. Beabsichtigt der Bieter, im Hinblick auf die erforderliche Eignung die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch zu nehmen ("Eignungsleihe"), so hat er bereits mit dem Angebot die Namen, die gesetzlichen Vertreter und die Kontaktdaten der anderen Unternehmen anzugeben und die Eignungsnachweise der anderen Unternehmen zu den in Anspruch genommenen Kapazitäten vorzulegen. Der Bieter hat der Vergabestelle nachzuweisen, dass ihm die Kapazitäten der anderen Unternehmen zur Erfüllung des Auftrages zur Verfügung stehen (z.B. durch Verpflichtungserklärung). Bei Inanspruchnahme der wirtschaftlichen und/oder finanziellen Kapazitäten hat das andere Unternehmen gemeinsam mit dem Bieter für die Auftragsausführung zu haften (Haftungserklärung).
5. Das Angebot und alle Unterlagen sind in deutscher Sprache vorzulegen. Anderssprachigen Unterlagen (z.B. Bestätigungen ausländischer Stellen) ist stets zugleich eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen. Der Auftraggeber behält sich vor, eine amtlich beglaubigte Übersetzung durch einen staatlich beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer nachzufordern. Zu weiteren Einzelheiten siehe Vergabeunterlagen, dort insbesondere die Bewerbungsbedingungen.
6. Der Nachweis der Eignung kann auch durch Präqualifizierung erfolgen (z.B. Eintragung im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) oder über die frei zugängliche Präqualifikationsdatenbank (DIHK). Soweit die Nachweise der Präqualifikationsdatenbank den gestellten Mindestanforderungen nicht vollständig entsprechen, sind ergänzende Nachweise und Angaben im Angebot beizufügen.
7. Zu weiteren Einzelheiten siehe Vergabeunterlagen, dort insbesondere die Bewerbungsbedingungen.

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