Buchpflegemaßnahmen an Historischen Sammlungen der ZLB Berlin
VO: UVgO Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Breite Str. 30-36
10178
Berlin
Deutschland
vergabestelle@zlb.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y2PMV0D

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y2PMV0D/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

1.000 laufende Meter Bücher der historischen Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin sollen buchpflegerisch bearbeitet werden (Zielsetzung).
Die ZLB will einen Rahmenvertrag mit einem Wirtschaftsteilnehmer schließen. Der Höchstwert für Abrufe aus dem Rahmenvertrag innerhalb der Laufzeit für die beschriebenen Leistungen beträgt
125.982,00 EUR brutto und entspricht dem zur Verfügung stehenden Budget der Drittmittelfinanzierung.
Eine Mindestabnahmemenge von 350 laufenden Metern Bibliotheksgut (35% der Zielsetzung) wird für 2026 vereinbart, deren Ausführung der Auftragnehmer zusichert. Weitere Abrufe in 2026 sind durch die Auftraggeberin möglich. Weitere Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung und den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Haupterfüllungsort

Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Berliner Stadtbibliothek
Breite Str. 30-36
10178
Berlin

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Laufzeit bzw. Dauer

02.11.2026
10.12.2027

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Erklärung, dass für das Unternehmen eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung für die Dauer der Vertragslaufzeit mit folgenden Mindestdeckungssummen je Schadensfall und Schadensart einfach maximiert pro Jahr
- für Personen- und Sachschäden 3.000.000 EUR
- für Vermögensschäden 500.000 EUR
vorgehalten und eine entsprechende Versicherungsurkunde auf Verlangen der Auftraggeberin nachgewiesen wird oder
noch nicht besteht, jedoch über diese im Auftragsfall bis spätestens 2 Wochen nach der Zuschlagserteilung verfügen werden und
auf Verlangen der Auftraggeberin vor Zuschlagserteilung eine rechtsverbindliche Bestätigung des Versicherers (nicht des Maklers)
über den Abschluss einer entsprechenden Versicherung vorlegen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

1. Erklärung für Referenzprojekte vergleichbar aktuellem Vergabeverfahren unter Benennung des Referenzgebers mit
Anschrift, Kontaktdaten und einem Ansprechpartner:
a) Mindestens drei Referenzen zu konservatorischen Maßnahmen an Archiv- und Bibliotheksbeständen einschließlich Reinigung, mechanische Sicherung und Zustandserfassung von Archiv- und Bibliotheksgut bzw. mobilem Kunst- und Kulturgut.
b) Von den drei angegebenen Referenzen sollen mindestens zwei Referenzen von unterschiedlichen Einrichtungen und mindestens eine Referenz muss von einem Öffentlichen Auftraggeber stammen.
c) Die Leistungen wurden zwischen dem 01.09.2023 bis zum Ablauf der Angebotsfrist erbracht.
Hinweis: Es werden nur Leistungen bewertet, die seit dem 01.09.2023 ausgeführt werden, es sei denn die Berücksichtigung von älteren Leistungen ist erforderlich, um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen.
d) Auftragsvolumen von mindestens 60.000 EUR netto bei mindestens einer der angegebenen Referenzen.

Zusätzliche Erklärung zur Leistungsfähigkeit der "koordinierenden Gruppenleitung":
Die fachliche Leitung und Qualitätssicherung der Leistung, insbesondere das Wiederankleben gelöster Einbandteile unter Verwendung von Klebstoffen und die Überprüfung der Ergebnisse muss durch eine/n Restaurator*in erfolgen. Die restauratorische Fachkraft muss über einen Abschluss als Diplomrestaurator/-in, Master oder staatlich geprüfter Restaurator/-in für Schriftgutrestaurierung verfügen. Auf Verlangen der Auftraggeberin ist ein Studiennachweis z.B. in Form einer Kopie des Abschlusszeugnisses einzureichen.
Die für die Gruppenleitung verantwortliche Person ist namentlich zu benennen und muss für eine fachgerechte Leistungserbringung über alle erforderlichen Erfahrungen, Ausbildungen und Arbeitsnachweise verfügen. Auf Anforderung durch die Auftraggeberin werden auch diese Nachweise im Einzelnen zur Verfügung gestellt.

2. Der Auftraggeber behält sich vor, von den Unternehmen (auf gesondertes Verlangen) Angaben zu durchschnittlich jährlichen Beschäftigtenzahl in den letzten drei Jahren zu verlangen

Sonstige

1. Die Unternehmen haben mit dem Angebot als vorläufigen Nachweis ihrer Eignung eine ausgefüllte Eigenerklärung zu
Ausschlussgründen und Angaben zum Unternehmen (Formular Wirt 124 UVgO) vorzulegen. Darin sind Angaben zu machen u.a.
zu Name, Rechtsform und ggf. Registereintragung, zu Firmeninhabern und gesetzlichen Vertretern sowie zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von §§ 123 und 124 GWB, § 21 AentG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG und § 21 SchwarzArbG (z.B.
Insolvenzverfahren und Liquidation, schwere Verfehlungen oder Verurteilungen oder Nichtzahlung von Steuern, Abgaben oder
Beiträgen zur Sozialversicherung, zum Nichtvorliegen von Eintragungen im Wettbewerbsregister u.ä.).

2. Der Nachweis der Eignung kann auch durch Eintragung im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) oder zum Beispiel
über die frei zugängliche Präqualifikationsdatenbank (DIHK) erbracht werden. In diesem Fall ist dem Angebot das Zertifikat der
Präqualifizierungsstelle einschließlich Ihres Zertifikatscodes beizufügen. Hierbei ist zu beachten, dass die Nachweise in der
Präqualifikationsdatenbank, die in diesem Vergabeverfahren geforderten Mindestbedingungen vollständig erfüllen (z.B. Angaben
zu den Referenzaufträgen). Soweit die Nachweise der Präqualifikationsdatenbank den gestellten Anforderungen nicht vollständig entsprechen, sind ergänzende Nachweise und Angaben dem Angebot beizufügen.
Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) kann als vorläufiger Nachweis der Eignung mit dem Angebot eingereicht
werden.
Durch ausländische Unternehmen sind gleichwertige Bescheinigungen vorzulegen.

3. Der Auftraggeber behält sich vor, von dem Unternehmen, das für den Zuschlag vorgesehen ist, (auf gesondertes
Verlangen) Nachweise zur Bestätigung der Erklärung zu verlangen (z.B. Gewerbeanmeldung, Handels-/Berufsregisterauszug,
Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamtes, der Sozialversicherungsträger und der Berufsgenossenschaft u.ä.).

4. Der Auftraggeber prüft etwaige Eintragungen im Wettbewerbsregister (§ 6 WRegG).

5. Bedingungen für die Ausführung des Auftrages:
Es gelten Besondere Vertragsbedingungen (BVB) zum Mindeststundenentgelt-Tariftreue (Teil A) (Wirt-214.1), zur
Frauenförderverordnung (Wirt-2141), zur Verhinderung von Benachteiligungen (Teil A) (Wirt-2143) und über Kontrollen und
Sanktionen nach dem Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG) (Teil B) (Wirt-2144)

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

entsprechend Vergabeunterlagen

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

keine

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

13.10.2026 12:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

30.10.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

1. Es obliegt den Unternehmen/Bietern, sich frühzeitig nach Kenntnisnahme dieser Bekanntmachung über die Vergabeplattform zu registrieren. Zusätzliche Hinweise, Erläuterungen oder Antworten auf Bieterfragen sowie etwaige Änderungen oder Ergänzungen der Vergabeunterlagen wird die Vergabestelle nur registrierten Unternehmen/Bietern über die Vergabeplattform mitteilen. Im Übrigen obliegt es den (auch registrierten) Unternehmen/Bietern, die bereitgestellten Vergabeunterlagen vor Angebotsabgabe auf Aktualisierungen hin zu prüfen.
Bieterfragen und Anfragen für weitere Auskünfte/Informationen sind bis spätestens 05.10.2026 über die Vergabeplattform an die Vergabestelle zu richten.
Die zu bearbeitenden Bestände können im Magazin der ZLB, Berliner Stadtbibliothek nach Terminvereinbarung besichtigt werden.

2. Bietergemeinschaften haben mit dem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder abzugeben, in der u.a. alle Mitglieder aufgeführt sind und ein für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigter Vertreter bezeichnet ist und in der erklärt wird, dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften. In der Erklärung sind die vorgesehenen Leistungs(an)teile der Mitglieder zu benennen.
Der Nachweis der Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister gilt für jedes Mitglied gesondert. Die Eignung nach den Anforderungen der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ist für jedes Mitglied gesondert nachzuweisen und wird für die Bietergemeinschaft insgesamt beurteilt. Die Eignung nach den Anforderungen der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ist für jedes Mitglied gesondert nachzuweisen und wird nach den für die Mitglieder jeweils vorgesehenen Leistungs(an)teilen beurteilt.

3. Beabsichtigt der Bieter, Teile des Auftrages an Unterauftragnehmer weiter zu beauftragen, so hat er der Vergabestelle die Namen, die gesetzlichen Vertreter und die Kontaktdaten der Unterauftragnehmer spätestens vor der Beauftragung anzugeben und nachzuweisen, dass ihm die Unterauftragnehmer zur Erbringung der vorgesehenen Leistungen zur Verfügung stehen (z.B. durch Verpflichtungserklärung). Zugleich hat der Bieter nachzuweisen, dass die Unterauftragnehmer für den von ihnen zu übernehmenden Teil des Auftrages geeignet sind und keine Ausschlussgründe vorliegen.

4. Beabsichtigt der Bieter, im Hinblick auf die erforderliche Eignung die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch zu nehmen ("Eignungsleihe"), so hat er bereits mit dem Angebot die Namen, die gesetzlichen Vertreter und die Kontaktdaten der anderen Unternehmen anzugeben und die Eignungsnachweise der anderen Unternehmen zu den in Anspruch genommenen Kapazitäten vorzulegen. Der Bieter hat der Vergabestelle nachzuweisen, dass ihm die Kapazitäten der anderen Unternehmen zur Erfüllung des Auftrages zur Verfügung stehen (z.B. durch Verpflichtungserklärung). Bei Inanspruchnahme der wirtschaftlichen und/oder finanziellen Kapazitäten hat das andere Unternehmen gemeinsam mit dem Bieter für die Auftragsausführung zu haften (Haftungserklärung).

5. Das Angebot und alle Unterlagen sind in deutscher Sprache vorzulegen. Anderssprachigen Unterlagen (z.B. Bestätigungen ausländischer Stellen) ist stets zugleich eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen. Der Auftraggeber behält sich vor, eine amtlich beglaubigte Übersetzung durch einen staatlich beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer nachzufordern.

Zu weiteren Einzelheiten siehe Vergabeunterlagen, dort insbesondere die Bewerbungsbedingungen.

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