Massenentsäuerung von Bibliotheksgut für die ZLB Berlin
VO: UVgO Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Breite Str. 30-36
10178
Berlin
Deutschland
vergabestelle@zlb.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y2PM783

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y2PM783/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Ziel der Ausschreibung ist es, einen Rahmenvertrag über die Durchführung einer nicht-wässrigen Massenentsäuerung von Bibliotheksgut (Neutralisation von im Papier enthaltenen Säuren und Einbringen einer alkalischen Reserve) mit begleitenden konservatorischen und logistischen Leistungen zur Bestandserhaltung mit einem Wirtschaftsteilnehmer zu schließen.
Die Leistung wird aus einmaligen Sondermitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder für das Förderprogramm "Schriftliches Kulturgut erhalten" zusammen mit Mitteln des Landes Berlin finanziert. Der Höchstwert für Abrufe aus dem Rahmenvertrag innerhalb der Laufzeit für die beschriebenen Leistungen beträgt 115.964,- EUR brutto und entspricht dem Gesamtbudget aus den einmaligen Sondermitteln. Eine Mindestabnahmemenge wird für 2026 in Höhe der bereits zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 21.090,- EUR brutto vereinbart. Weitere Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung und den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Haupterfüllungsort

Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Außenmagazin
Westhafenstraße
13353
Berlin

Westhafen Berlin "Zollspeicher"

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Laufzeit bzw. Dauer

15.10.2026
10.12.2027

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Erklärung, dass für das Unternehmen eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung für die Dauer der Vertragslaufzeit mit folgenden Mindestdeckungssummen je Schadensfall und Schadensart einfach maximiert pro Jahr:- für Personen-, Sach- und Vermögensschäden 3.000.000 EUR- für Schäden bei Verlust und Beschädigungen der Behandlungsobjekte während des Transportes und in den Betriebsräumen des Auftragnehmers 250.000 EUR
vorgehalten und eine entsprechende Versicherungsurkunde auf Verlangen der Auftraggeberin nachgewiesen wird oder
noch nicht besteht, jedoch über diese im Auftragsfall bis spätestens 2 Wochen nach der Zuschlagserteilung verfügen werden und auf Verlangen der Auftraggeberin vor Zuschlagserteilung eine rechtsverbindliche Bestätigung des Versicherers (nicht des Maklers) über den Abschluss einer entsprechenden Versicherung vorlegen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

1. Erklärung für Referenzprojekte vergleichbar aktuellem Vergabeverfahren unter Benennung des Referenzgebers mit
Anschrift, Kontaktdaten und einem Ansprechpartner:
a) Mindestens drei Referenzen zur Durchführung einer Massenentsäuerung mit begleitenden konservatorischen und logistischen Leistungen zur Bestandserhaltung. Bei den Einrichtungen muss es sich um Bibliotheken, Archive, Museen oder anderen vergleichbare Organisationen handeln. Von den drei Referenzen sollten mindestens zwei Referenzen von unterschiedlichen Einrichtungen sein.
b) Die Leistungen wurden zwischen dem 01.08.2023 bis zum Ablauf der Angebotsfrist erbracht.
Hinweis: Es werden nur Leistungen bewertet, die seit dem 01.08.2023 ausgeführt werden, es sei denn die Berücksichtigung von älteren Leistungen ist erforderlich, um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen.
c) Auftragsvolumen von mindestens 65.000 EUR netto bei mindestens einer der angegebenen Referenzen.

2. Der Auftraggeber behält sich vor, von den Unternehmen (auf gesondertes Verlangen) Angaben zur durchschnittlichen jährlichen
Beschäftigtenzahl in den letzten drei Jahren zu verlangen.

Sonstige

1. Die Unternehmen haben mit dem Angebot als vorläufigen Nachweis ihrer Eignung eine ausgefüllte Eigenerklärung zu Ausschlussgründen und Angaben zum Unternehmen (Formular Wirt 124 UVgO) vorzulegen. Darin sind Angaben zu machen u.a. zu Name, Rechtsform und ggf. Registereintragung, zu Firmeninhabern und gesetzlichen Vertretern sowie zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von §§ 123 und 124 GWB, § 21 AentG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG und § 21 SchwarzArbG (z.B. Insolvenzverfahren und Liquidation, schwere Verfehlungen oder Verurteilungen oder Nichtzahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung, zum Nichtvorliegen von Eintragungen im Wettbewerbsregister u.ä.).

2. Der Nachweis der Eignung kann auch durch Eintragung im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) oder zum Beispiel über die frei zugängliche Präqualifikationsdatenbank (DIHK) erbracht werden. In diesem Fall ist dem Angebot das Zertifikat der Präqualifizierungsstelle einschließlich Ihres Zertifikatscodes beizufügen. Hierbei ist zu beachten, dass die Nachweise in der Präqualifikationsdatenbank, die in diesem Vergabeverfahren geforderten Mindestbedingungen vollständig erfüllen (z.B. Angaben zu den Referenzaufträgen). Soweit die Nachweise der Präqualifikationsdatenbank den gestellten Anforderungen nicht vollständig entsprechen, sind ergänzende Nachweise und Angaben dem Angebot beizufügen.
Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) kann als vorläufiger Nachweis der Eignung mit dem Angebot eingereicht werden.
Durch ausländische Unternehmen sind gleichwertige Bescheinigungen vorzulegen.

3. Der Auftraggeber behält sich vor, von dem Unternehmen, das für den Zuschlag vorgesehen ist, (auf gesondertes Verlangen) Nachweise zur Bestätigung der Erklärung zu verlangen (z.B. Gewerbeanmeldung, Handels-/Berufsregisterauszug, Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamtes, der Sozialversicherungsträger und der Berufsgenossenschaft u.ä.).

4. Der Auftraggeber prüft etwaige Eintragungen im Wettbewerbsregister (§ 6 WRegG) und ggf. Gewerbezentralregister (§ 150a der Gewerbeordnung).

5. Bedingungen für die Ausführung des Auftrages:
Es gelten Besondere Vertragsbedingungen (BVB) zum Mindeststundenentgelt-Tariftreue (Teil A) (Wirt-214.1), zur Frauenförderverordnung (Wirt-2141), zur Verhinderung von Benachteiligungen (Teil A) (Wirt-2143) und über Kontrollen und Sanktionen nach dem Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG) (Teil B) (Wirt-2144).

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

entsprechend Vergabeunterlagen

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

keine

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

18.09.2026 12:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

13.10.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

1. Es obliegt den Unternehmen/Bietern, sich frühzeitig nach Kenntnisnahme dieser Bekanntmachung über die Vergabeplattform zu registrieren. Zusätzliche Hinweise, Erläuterungen oder Antworten auf Bieterfragen sowie etwaige Änderungen oder Ergänzungen der Vergabeunterlagen wird die Vergabestelle nur registrierten Unternehmen/ Bietern über die Vergabeplattform mitteilen. Im Übrigen obliegt es den (auch registrierten) Unternehmen/ Bietern, die bereitgestellten Vergabeunterlagen vor Angebotsabgabe auf Aktualisierungen hin zu prüfen.
Bieterfragen und Anfragen für weitere Auskünfte/ Informationen sind bis spätestens 14.10.2024 über die Vergabeplattform an die Vergabestelle zu richten.

2. Bietergemeinschaften haben mit dem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder abzugeben, in der u.a. alle Mitglieder aufgeführt sind und ein für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigter Vertreter bezeichnet ist und in der erklärt wird, dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften. In der Erklärung sind die vorgesehenen Leistungs(an)teile der Mitglieder zu benennen. Die Eignung nach den Anforderungen der wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist für jedes Mitglied gesondert nachzuweisen und wird für die Bietergemeinschaft insgesamt beurteilt. Die Eignung nach den Anforderungen der Technische und beruflichen Leistungsfähigkeit ist für jedes Mitglied gesondert nachzuweisen und wird nach den für die Mitglieder jeweils vorgesehenen Leistungs(an)teilen beurteilt.

3. Beabsichtigt der Bieter, Teile des Auftrages an Unterauftragnehmer weiter zu beauftragen, so hat er der Vergabestelle die Namen, die gesetzlichen Vertreter und die Kontaktdaten der Unterauftragnehmer spätestens vor der Beauftragung anzugeben und nachzuweisen, dass ihm die Unterauftragnehmer zur Erbringung der vorgesehenen
Leistungen zur Verfügung stehen (z.B. durch Verpflichtungserklärung). Zugleich hat der Bieter nachzuweisen,
dass die Unterauftragnehmer für den von ihnen zu übernehmenden Teil des Auftrages geeignet sind und keine Ausschlussgründe vorliegen.

4. Beabsichtigt der Bieter, im Hinblick auf die erforderliche Eignung die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch zu nehmen ("Eignungsleihe"), so hat er bereits mit dem Angebot die Namen, die gesetzlichen Vertreter und die Kontaktdaten der anderen Unternehmen anzugeben und die Eignungsnachweise der anderen Unternehmen zu den in Anspruch genommenen Kapazitäten vorzulegen. Der Bieter hat der Vergabestelle nachzuweisen, dass ihm die Kapazitäten der anderen Unternehmen zur Erfüllung des Auftrages zur Verfügung stehen (z.B. durch Verpflichtungserklärung). Bei Inanspruchnahme der wirtschaftlichen und/oder finanziellen Kapazitäten hat das andere Unternehmen gemeinsam mit dem Bieter für die Auftragsausführung zu haften (Haftungserklärung).

5. Das Angebot und alle Unterlagen sind in deutscher Sprache vorzulegen. Anderssprachigen Unterlagen (z.B. Bestätigungen ausländischer Stellen) ist stets zugleich eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen. Der Auftraggeber behält sich vor, eine amtlich beglaubigte Übersetzung durch einen staatlich beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer nachzufordern.

Zu weiteren Einzelheiten siehe Vergabeunterlagen, dort insbesondere die Bewerbungsbedingungen.

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