Das Areal der ehemaligen Barker Barracks im Norden der Stadt Paderborn wurde bis zur Aufgabe des Standortes durch das britische Militär im Jahr 2019 als wichtiger Standort der britischen Streitkräfte genutzt und stellt aufgrund der Größe und Lage eine der wichtigsten Entwicklungsflächen der Stadt Paderborn dar. Basierend auf dem Masterplan für das Zukunftsquartier Paderborn soll ein nutzungsdurchmischtes urbanes Gebiet entstehen. Die TPG TechnologieParkPaderborn GmbH (TPG) nimmt im Zuge der Umsetzung des Zukunftsquartiers die zentrale Rolle für den Nutzungstyp "Technologie" ein. Sie hat die Aufgabe, das Gebäude für ein "Innovationszentrum" (Arbeitstitel, die endgültige Bezeichnung kann abweichen) zu planen, zu errichten und zu betreiben, das als erster sichtbarer Anker eines langfristig angelegten Innovationsparks im Zukunftsquartier dient. Die Planung soll auf konzeptionellen Arbeiten (Anlagen BX und BX) aufbauen, die mit den Vergabeunterlagen zur Kenntnis gegeben werden. Die ausgeschriebenen Dienstleistungen beziehen sich als Generalplanungsauftrag auf die Planung und Errichtung des "Innovationszentrums" Paderborn im Zukunftsquartier Paderborn.
Die ausgeschriebenen Leistungen beinhalten die Leistungen der Generalplanung für die Planung und Errichtung des "Innovationszentrums" Paderborn auf dem Gelände des Zukunftsquartiers Paderborn. Folgende Leistungsbilder sind dabei Teil der zu beauftragenden Generalplanungsleistungen: - Objektplanung Gebäude und Innenräume, §§ 33, 34 HOAI i.V.m. Anlage 10- Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1 bis 8, §§ 53, 55 HOAI i.V.m. Anlage 15- Tragwerksplanung, §§ 49, 51 HOAI i.V.m. Anlage 14- Brandschutzplanung gem. AHO Heft Nr. 17- Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanzierung, Bauakustik (Schallschutz), Raumakustik), Anlage 1 zu § 3 Abs. 1 HOAI- Objektplanung Freianlagen, §§ 39, 40 HOAI i.V.m. Anlage 11- Barrierefreies Bauen gem. AHO Heft Nr. 40- Ausstattungsplanung des TechnikumsZu erbringen sind im Regelfall die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 9, wobei die Leistungen stufenweise beauftragt werden. Die Details der ausgeschriebenen Leistungen sind der Leistungsbeschreibung (Anlage BX) zu entnehmen. Hinsichtlich der stufenweisen Beauftragung verweisen wir auf die Verfahrensinformation (Anlage CX).
Der Planungsvertrag wird Präsenzpflichten des Auftragnehmers regeln, die am Sitz des Auftraggebers und auf dem Grundstück wahrzunehmen sind, auf dem das "Innovationszentrum" errichtet werden soll. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 370AZukunftsquartier Süd der Stadt Paderborn.
Benennung und Vorstellung der für die Umsetzung des Projektes vorgesehenen Personen (insb. Projektleiter/in und Bauleiter/in) und deren Qualifikation (Dauer der Berufserfahrung und vergleichbare Referenzprojekte)
Konzept zur Organisation der Projektabwicklung, insbesondere bezüglich Präsenz während der Planung und während der Bauausführung sowie bezüglich der Reaktionszeit in der Kommunikation mit dem Auftraggeber
Projektbezogene Darstellung des Umgangs mit den Herausforderungen (z. B. Einhaltung des Zeit- und Kostenrahmens) der von öffentlichen Stellen geförderten Projekte in der Projektbearbeitung und der Projektabwicklung
Darstellung der besonderen Herausforderungen und der Lösungsansätze zur planerischen Umsetzung der energetischen Anforderungen, insbesondere an die Nachhaltigkeit des Gebäudes
Höhe des Honorarangebotes
Die Beauftragung erfolgt stufenweise, wie folgt:- 1. Stufe: Mit der Zuschlagserteilung werden die Leistungen derLeistungsphasen 1 und 2 und die zugehörigen Besonderen Leistungen beauftragt (siehe Anlagen BX und BX).- 2. Stufe: Der Auftraggeber ist berechtigt, die Leistungen derLeistungsphasen 3 und 4 und die zugehörigen Besonderen Leistungen beauftragt (siehe Anlagen B1 und B2).- 3. Stufe: Eine weitere Option des Auftraggebers besteht für die Leistungen der Leistungsphasen 5 bis 8 und die zugehörigen Besonderen Leistungen beauftragt (siehe Anlagen XX und XX).- 4. Stufe: Eine weitere Option des Auftraggebers besteht für die Leistungen der Leistungsphase 9 (siehe Anlagen XX und XX).Die Optionen zur Beauftragung der Planungsleistungen auf der 2., der 3. und der 4. Stufe werden durch den Auftraggeber bis zum Abschluss der jeweils vorangehenden letzten Leistungsphase ausgeübt.
Für den Fall, dass der Auftraggeber sein Optionsrecht für die Stufe 2 nicht ausübt, behält er sich das Recht vor, das Angebot des auf Rang 2 platzierten Bieters für diese Planungsleistungen anzunehmen und den Bieter um eine Bestätigung des Auftrags zu bitten.
Der Ablauf und die Merkmale des Verhandlungsverfahrens mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb sind in § 17 VgV beschrieben.
Das Verfahren für Verstöße gegen das Vergaberecht richtet sich im vorliegenden Fall nach den Vorschriften der §§ 155 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 160 ff. GWB verwiesen. Insbesondere weisen wir darauf hin, dass ein zulässiger Nachprüfungsantrag bei der unter 8.1 genannten Vergabekammer allenfalls bis zur wirksamen Zuschlagserteilung gestellt werden kann. Eine wirksame Zuschlagserteilung ist erst möglich, wenn der Auftraggeber die unterlegenen Bieter über den Grund der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebotes, den Namen des Bieters, dessen Angebot angenommen werden soll, und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in Textform informiert hat und seit der Absendung der Information 15 Kalendertage (bei Versand per Telefax oder auf elektronischem Weg: 10 Kalendertage) vergangen sind. Wir weisen ferner darauf hin, dass der Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist. Vergaberechtsverstöße sind innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen, nachdem der Antragsteller den Verstoß erkannt hat, beim Auftraggeber zu rügen, § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB. Vergabeverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe beim Auftraggeber zu rügen. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe beim Auftraggeber zur rügen.
Bei ausreichender Anzahl geeigneter Bewerber werden max. 5 Bewerber/Bewerbergemeinschaften zur Teilnahme an der folgenden Phase des Verfahrens, dem Angebotswettbewerb, aufgefordert. Die Bewerberauswahl erfolgt in einem dreistufigen Verfahren:1. Stufe: Es wird geprüft, ob der Teilnahmeantrag alle geforderten Angaben und Unterlagen enthält. Fehlende Angaben und Unterlagen sind auf Verlangen des Auftraggebers innerhalb einer angemessenen Frist nachzureichen. Teilnahmeanträge, die auch bei Ablauf der Nachfrist noch unvollständig sind, werden nicht berücksichtigt.2. Stufe: Es wird geprüft, ob der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft nach den von ihm/ihr eingereichten Angaben und Unterlagen grundsätzlich geeignet erscheint, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht auszuführen, insbesondere die festgelegten Mindestanforderungen erfüllt.3. Stufe: Bei einer größeren Anzahl grundsätzlich geeigneter Bewerber, welche die Mindestanforderungen erfüllen, erfolgt die Auswahl der Bewerber, welche zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb aufgefordert werden, auf Basis der Angaben zu den Referenzen. Es werden diejenigen Bewerber / Bewerbergemeinschaften zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb eingeladen, die nach den Angaben zu den Referenzen im Vergleich zu ihren Mitbewerbern in besonderer Weise geeignet erscheinen, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht zu erbringen. Dabei ist die Anzahl der Referenzen maßgeblich, die sich auf Leistungen beziehen, die mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind. Die maximale Punktzahl (5 Punkte) wird bei jeweils 5 Referenzen für die geforderten drei Referenzprojekte erreicht. Mindestens 1 Referenz muss für jedes der drei Referenzprojekte vorgelegt werden können. Die maximal erreichbare Punktzahl unter Berücksichtigung der prozentualen Gewichtung ist 100 Punkte; die Mindestpunktzahl ist 10 Punkte. Teilnahmeanträge mit einer geringeren Punktzahl der bewerteten Referenzen werden ausgeschlossen. Näheres ist der Anlage "Matrix Eignungswertung Teilnahmewettbewerb" zu entnehmen.
Der Auftraggeber entscheidet über die Nachforderung von Unterlagen auf der Grundlage von § 56 VgV nach pflichtgemäßem Ermessen.
Auszug aus dem Handelsregister oder aus einem vergleichbaren Register, in dem der Rechtsträger der Bieterunternehmens erfasst ist, im Zeitpunkt der Einreichung des Teilnahmeantrags nicht älter als drei Monate (als Anlage A3 zum Teilnahmeantrag)
Aussagekräftige Unternehmensdarstellung inkl. Leistungsportfolio, als Eigenerklärung (Vordruck 1 des Formulars Teilnahmeantrag).Für Bewerbergemeinschaften natürlicher und/oder juristischer Personen gilt, dass jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft die Unternehmensdarstellung vorlegt..
Die fachlichen Anforderungen sind erfüllt, wenn Bewerber gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeichnung Architekt/in zu führen oder in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt/in tätig zu werden. Ist die Berufsbezeichnung im jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architekt, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung der Richtlinie 2005/36/EG und den Vorgaben des Rates vom 07.09.2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. EU Nr. L 255 S. 22) entspricht. Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn der/die mit der Aufgabe betraute Mitarbeiter/in die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden. Bewerbergemeinschaften natürlicher und/oder juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist. (als Anlage A4 zum Teilnahmeantrag).Mindestanforderung: Der/die Projektleiter/in und Bauleiter/in müssen mindestens über die Qualifikation "Dipl.-Ing." oder "Master" und Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren verfügen.
Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123, 124 GWB bzw. die Voraussetzungen einer Selbstreinigung gemäß § 125 GWB, als Eigenerklärung (Vordruck 2 des Formulars Teilnahmeantrag)
Bewerber haben eine Eigenerklärung abzugeben (Vordruck 3 des Formulars Teilnahmeantrag) und nachzuweisen, dass Sie über eine Berufshaftpflichtversicherung in folgender Höhe verfügen: Deckungssumme pro Versicherungsfall von - mind. 5.000.000 Euro für Personen- und Sachschäden und- mind. 3.000.000 Euro für Vermögensschäden. Die Gesamtleistung des Versicherers innerhalb eines Versicherungsjahres muss mindestens das Doppelte dieser Deckungssummen betragen (2 Versicherungsfälle pro Jahr).Sofern ein Versicherungsschutz im vorstehenden Sinne (noch) nicht besteht, ist eine Bestätigung des Versicherers ausreichend, wonach im Auftragsfall ein Versicherungsschutz im vorstehenden Sinne gewährt werden wird. Die Bestätigung des Versicherers ist mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen.
Bewerber haben (durch Eigenerklärung) anzugeben, dass sie über die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mindestens 10 Berufsträger (Architekten, Ingenieure, Bachelor, Master of Science/of Engineering/of Arts (Inhaber und angestellte Mitarbeiter) beschäftigt haben (Vordruck 4 des Formulars Teilnahmeantrag).
Eigenerklärung zu den Umsätzen aus den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren aus Leistungssegmenten, die den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind (Vordruck 5 des Formulars Teilnahmeantrag).
Referenz Generalplanung Forschungs- und/oder Entwicklungsgebäude Mindestanforderung: Bewerber haben zu erklären und nachzuweisen, dass sie in den letzten 10 Jahren (Abschluss ab Mai 2016) mindestens in einer Referenz die Planungsleistungen der Leistungsbilder Objektplanung Gebäude und Innenräume, Objektplanung Freianlagen und Fachplanung Technische Ausrüstung (mind. Anlagengruppe 7) (mindestens LPH 2 - 5 gem. §§ 34, 39, 55 HOAI) eines Gebäudes für die Nutzung durch Forschung und/oder Entwicklung durchgeführt haben, das mit Baukosten laut Kostenfeststellung in Höhe von mind. 10 Mio. Euro errichtet wurde (Vordruck 6 des Formulars Teilnahmeantrag - Anlage A1). Mit dem Abschluss des Projektes ist die Fertigstellung/der Abschluss der bei dem konkreten Projekt erbrachten Leistungen der Bewerber gemeint. Bieter und Bietergemeinschaften haben die Möglichkeit, die geforderten drei Referenzen in einem Referenzauftrag zusammenzufassen.
Referenz Objektplanung Gebäude und Innenräume und Fachplanung Technische Ausrüstung mit flexibel nutzbaren Werkstätten und BüroräumenMindestforderung: Bewerber haben zu erklären und nachzuweisen, dass sie in den letzten zehn Jahren (Abschluss ab Mai 2016) mindestens in einer Referenz die Objektplanung Gebäude und Innenräume und die Fachplanung Technische Ausrüstung (mind. Anlagengruppe 7) eines Gebäudes (mindestens LPH 2 - 5 gem. §§ 34, 55 HOAI) für eine multifunktionale Nutzung (Schaffung von flexibel nutzbaren Werkstätten und Büroräumen) durchgeführt haben, das mit Baukosten laut Kostenfeststellung in Höhe von mind. 5 Mio. Euro netto errichtet worden ist (Vordruck 7 des Formulars Teilnahmeantrag - Anlage A1).Mit dem Abschluss des Projektes ist die Fertigstellung/der Abschluss der bei dem konkreten Projekt erbrachten Leistungen der Bewerber gemeint.Bieter und Bietergemeinschaften haben die Möglichkeit, die geforderten drei Referenzen in einem Referenzauftrag zusammenzufassen.
Referenz Vergabe und ObjektüberwachungMindestanforderung: Bewerber haben zu erklären und nachzuweisen, dass sie in den letzten zehn Jahren (Abschluss ab Mai 2016) mindestens in einer Referenz die Vorbereitung und die Mitwirkung bei der Vergabe der Bauleistungen sowie die Objektüberwachung bei der Errichtung eines Gebäudes, welches mit öffentlichen Fördermitteln gefördert worden ist, (mind. LPH 6 bis 8 nach § 34 HOAI) durchgeführt haben, das mit Baukosten laut Kostenfeststellung in Höhe von mind. 10 Mio. EUR netto errichtet worden ist (Vordruck 8 des Formulars Teilnahmeantrag - Anlage A1).Mit dem Abschluss des Projektes ist die Fertigstellung/der Abschluss der bei dem konkreten Projekt erbrachten Leistungen der Bewerber gemeint.Bieter und Bietergemeinschaften haben die Möglichkeit, die geforderten drei Referenzen in einem Referenzauftrag zusammenzufassen.