Erweiterung der bestehenden Gesamtschule Weierheide auf dem neu erworbenen Grundstück Fichtestr. 15 in Oberhausen-Buschhausen durch einen Generalunternehmer
Die SBO Servicebetriebe Oberhausen (im Folgenden: "Auftraggeber") beabsichtigt die Erweiterung der bestehenden Gesamtschule Weierheide auf dem neu erworbenen Grundstück Fichtestr. 15 in Oberhausen-Buschhausen durch einen Generalunternehmer (GU) durchführen zu lassen. Auftragsgegenstand sind die vollständigen Planungsleistungen ab Leistungsphase 5, fehlende Planungsleistungen aus früheren Leistungsphasen sowie die vollständigen Ausführungsarbeiten für einen schlüsselfertigen Neubau. Das Vorhaben umfasst dabei den Umbau einer unter Denkmalschutz stehenden Kirche für schulische Zwecke sowie den Neubau von drei weiteren Gebäuden für die Unterbringung von Unterrichts- und Verwaltungsräumen. Eine Modulbauweise bzw. Systembauweise ist zugelassen.
Das Projekt befindet sich aktuell in Leistungsphase 4 nach HOAI (Genehmigungsplanung). Der Bauantrag wurde im Mai 2026 bei der Stadt Oberhausen eingereicht. Die aktuell an die Kirche angrenzenden Bestandsgebäude werden bis Ende 2026 vollständig durch den AG zurückgebaut, so dass spätestens bei Vertragsschluss ein komplett freies Baufeld vorliegt.
Das Verfahren wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach der EU VOB/A geführt und soll im Februar 2027 abgeschlossen werden. Der Neubau muss ab dem Schuljahr 2029/2030 durch den Auftraggeber genutzt werden können.
Angebotspreis
Einreichung eines Baustellenabwicklungskonzepts mit detaillierter Darstellung des Baustelleneinrichtungskonzepts, des Schnittstellenmanagements Neubau und Denkmal, effektiver Maßnahmen zum Schutz des Denkmalbestands während der Bauzeit sowie Nutzung der Unterrichtsräume vor Fertigstellung des Umbaus der Kirche.
Einreichung eines Planungskonzepts mit Darstellung der planerischen Herausforderungen im vorliegenden Projekt, der kritischen Planungsthemen, die vom Generalunternehmer gelöst werden müssen und mit Vorschlägen zur Fertigstellung der Planung, damit diese realisiert werden kann.
Einreichung eines Denkmalschutzkonzepts mit detaillierter Darstellung der denkmalrelevanten Baumaßnahmen, der Methodik zur Bestandserfassung (z. B. Baumaßnahmen, Schadenskartierung etc.), Umgang mit nicht vorhersehbaren Befunden, Steuerung der eingesetzten Nachunternehmer und geplanten Abstimmungsroutinen mit der Denkmalschutzbehörde.
Vorlage eines plausiblen und detaillierten Terminplans mit Darstellung nachvollziehbarere Abläufe, transparenter Abhängigkeiten, Darstellung des kritischen Pfades und Ausweisung von realistischen Pufferzeiten für denkmalspezifisch Unvorgesehenes.
Auf die Rügepflicht des § 160 Abs. 3 GWB wird hingewiesen. Hiernach ist ein Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer Rheinland zulässig, soweit - der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantragserkannt und gegenüber dem Auftraggeber innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt, - Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, - Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, - nicht mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Der Auftraggeber wird für den bestplatzierten Bieter vor Zuschlagserteilung einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister anfordern. Bei der Ausftragsausführung sind die Besonderen Vertragsbedingungen des Landes NRW zur Einhaltung desTariftreue- und Vergabegesetzes NRW und Artikel 5k der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Änderungder Verordnung (EU) Nr. 822/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, zu beachten.
Die Nachforderung richtet sich nach § 16a EU VOB/A. Wertungsrelevante Unterlagen werden zumindest für verbindlichen Angebote nicht nachgefordert.
Berufserfahrung Projektleitung: mindestens 10 Jahre Berufserfahrung. Kann ein Bewerber/ eine Bewerbergemeinschaft eine solche Projektleitung nicht nachweisen, führt das zum Ausschluss.
Jeder Bewerber/ jede Bewerbergemeinschaft muss mindestens zwei abgeschlossene Referenzen als Objektplaner nachweisen - über einen Neubau einer weiterführenden Schule, einer Universität, einer Fachhochschule oder einer berufsbildenden Schule - mit jeweils Baukosten (KG 300 und 400) in Höhe von mindestens 15 Mio. Euro netto, - mit mindestens 5.000 m² BGF (ohne Tiefgarage), - und mit Fertigstellung der LP 3 gemäß HOAI ab dem 01.01.2018.
Andernfalls führt dies zum Ausschluss.
Jeder Bewerber/ jede Bewerbergemeinschaft muss mindestens zwei abgeschlossene Referenzen über Bauleistungen als Generalunternehmer nachweisen - über einen Neubau Schulen, Hochschulen, öffentliche Verwaltungsgebäude oder einen Sonderbau - mit jeweils Baukosten (KG 300 und 400) in Höhe von mindestens 15 Mio. Euro netto, - mit mindestens 5.000 m² BGF (ohne Tiefgarage), - Referenzen mit Fertigstellung LP 8 nach HOAI ab 01.01.2018.
Jeder Bewerber/ jede Bewerbergemeinschaft muss mindestens ein abgeschlossenes Referenzprojekt über Bauleistungen an Kulturdenkmälern nachweisen - mit Baukosten Denkmalanteil je Referenz mindestens 1 Mio. Euro netto, - Fertigstellung der LP 8 nach dem 01.01.2016.
An die eingereichten Referenzen für das vorgesehene Personal (Projektleitung oder Bauleitung) werden nachfolgende Mindestanforderungen gestellt: - Für das Bauen an Kulturdenkmälern muss mindestens eine Referenz für die Projektleitung oder die Bauleitung mit folgenden Anforderungen eingereicht werden: - Die genannte Projektleitung oder Bauleitung muss über Erfahrung in mindestens einem Projekt für das Bauen an einem Kulturdenkmal in leitender Funktion verfügen. - Fertigstellung der LP 8 nach dem 01.01.2016.Alternativ kann die Referenz eines Restaurators vorgelegt werden, die die vorstehenden Mindestanforderungen erfüllt. Dieser Restaurator muss, falls er nicht bei dem Bewerber oder einem Mitglied der Bewerbergemeinschaft angestellt sein sollte, als Nachunternehmer für das Projekt verbindlich zur Verfügung stehen.
Mindestanforderung vergleichbarer Umsatz: Durchschnittlicher Jahresumsatz für Bauleistungen pro Jahr in den Geschäftsjahren 2023, 2024 und 2025 mindestens 20 Mio. Euro netto (KG 300 und 400). Andernfalls führt dies zum Ausschluss.