Das Deutsche Jugendinstitut plant in Ergänzung zur aktuell laufenden DJI-Kinderbetreuungsstudie 2026 (KiBS) die Durchführung einer Zusatzerhebung bei Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund.
Die DJI-Kinderbetreuungsstudie (KiBS) untersucht jährlich die quantitative und qualitative Bedarfsdeckung in der Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren, Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt sowie Kinder im Grundschulalter. Im Fokus steht, ob Eltern ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für ihr Kind nutzen können, das hinsichtlich Platzverfügbarkeit, Betreuungsumfang, Betreuungszeiten und Qualität ihren Bedürfnissen entspricht. Außerdem wird untersucht welche Eltern keine Bildungs- und Betreuungsangebote nutzen und aus welchen Gründen. Die Studie liefert Politik und Gesellschaft regelmäßig belastbare Informationen zur Umsetzung und Wirkung des Ausbaus der frühkindlichen und außerunterrichtlichen Bildung und Betreuung.
Mit der geplanten KiBS-Zusatzerhebung sollen zur Hauptstudie vergleichbare sowie erweiterte Informationen abgefragt werden, mit dem Ziel, Familien mit Migrationshintergrund besser zu erreichen und ihre spezifischen Betreuungssituationen adäquat zu erfassen. Es werden insbesondere zweierlei Forschungsinteressen verfolgt:
a) auch Nichtnutzer:innen frühkindlicher Betreuungsangebote mit Migrationshintergrund in den Blick zu nehmen, die in bisherigen Erhebungen nur unzureichend vertreten sind und
b) deren Teilhabebarrieren, Wahlpräferenzen und Einstellungen zur Kindertagesbetreuung näher zu erfassen.