ERP-System im Gesundheitswesen,
Gegenstand der Ausschreibung ist die Beschaffung, Einführung, Migration, Integration und Inbetriebnahme einer neuen, integrierten ERP-Lösung zur vollständigen Ablösung der bestehenden kaufmännischen und logistikbezogenen Systemlandschaft des Auftraggebers.Der Leistungsumfang umfasst neben der Bereitstellung der Software auch die Konzeption, Implementierung, Datenmigration, Integration, Inbetriebnahme sowie die Unterstützung bei Tests und Produktivsetzung der neuen Lösung. Die bestehende Systemlandschaft ist unter Berücksichtigung eines möglichst unterbrechungsfreien Betriebs abzulösen.Bestandteil des Auftrags ist ferner die Bereitstellung und Implementierung der erforderlichen Schnittstellen zu den weiterhin im Einsatz verbleibenden Bestandssystemen. Hierzu gehören insbesondere die Anbindung an das Patientenabrechnungssystem SAP IS-H sowie die Integration mit i.s.h.med zur Unterstützung der Material-, Medikations- und Implantatedokumentation. Sämtliche Schnittstellen sind so bereitzustellen, dass ein durchgängiger, sicherer und konsistenter Datenaustausch zwischen den Systemen gewährleistet ist.Auf Ebene von Benutzern oder Endgerätearbeitsplätzen gibt es keine Einzellizenzierungen. Gefordert wird eine zahlenmäßig unabhängige Lizenz (sog. Campus-Lizenz).Der Leistungsumfang umfasst ferner die Lieferung und Überlassung der erforderlichen Softwarelizenzen bzw. Nutzungsrechte, die Einrichtung und Parametrisierung, die Datenmigration aus den Altsystemen, die Anbindung der Bestandssysteme, Schulung und Dokumentation sowie die anschließende Softwarepflege und den Support.Vertragliche Grundlage der zu erbringenden Lieferungen und Leistungen wird ein EVB-IT Rahmenvertrag sein, welcher insbesondere aus Elementen des EVB-IT System, des EVB-IT Überlassungsvertrag Typ A, des EVB-IT Cloud-Vertrags sowie des EVB-IT Pflege S-Vertrags jeweils mit den korrespondierenden EVB-IT AGB besteht
Preis-Leistungs-Verhältnis nach einfacher Richtwertmethode
Ein Antrag auf Durchführung eines Nachprüfungsverfahrens vor der Vergabekammer ist gem. § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt. Für Amtshandlungen der Vergabekammern werden Kosten (Gebühren und Auslagen) zur Deckung des Verwaltungsaufwandes erhoben (§ 182 GWB).
Zusätzliche Angaben:Das gesamte Vergabeverfahren erfolgt ausschließlich elektronisch. In Papierform eingereichte Teilnahmeanträge bzw. Angebote führen zur Nichtberücksichtigung.Zur Teilnahme am elektronischen Vergabeverfahren ist eine einmalige kostenfreie Registrierung unter www.dtvp.de als Bieter erforderlich. Alle dem Angebot beizufügenden Unterlagen sind an den geforderten Stellen mit einer Unterschrift zu versehen und im Bietermodul des DTVP hochzuladen. Der Bewerber trägt das Übermittlungsrisiko und ist für den fristgerechten Eingang des vollständigen Teilnahmeantrages bzw. Angebotes verantwortlich.
Der Auftraggeber behält sich vor, Bewerber oder Bieter gemäß § 56 Abs. 2 S. 1 VgV unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen.
5.1Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen im Sinne der § 123 und § 124 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) bzw. im Falle des Vorliegens von Ausschlussgründen Eigenerklärung, ob und welche Maßnahmen des Bewerbers zur Selbstreinigung nach § 125 GWB getroffen wurden; ferner Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG und § 21 SchwarzarbG vorliegen. Das Formblatt "014 26_03_Fehlen von Ausschlussgründen" ist zu verwenden. Bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft muss jedes Mitglied die Erklärung abgeben..5.2.b)Eigenerklärung, dass kein Interessenkonflikt gem. § 6 Abs. 3 VgV besteht. Das Formblatt "014 26_04_Interessenkonflikt" ist zu verwenden. Bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft genügt dieser Nachweis für die Bewerbergemeinschaft.
5.2.a)Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister (Vorlage des Auszugs als Scan; nicht älter als drei Monate) gem. § 44 Abs. 1 VgV.
5.3.a) Eigenerklärung über den Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren im Bereich ERP-Wechsel, sofern der Bieter bereits seit dieser Zeit besteht; andernfalls Erklärung über den Umsatz des Bieters seit dessen Bestehen.Umsatz für jedes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre im Bereich ERP-/Healthcare
Mindestanforderung zur Feststellung der Eignung der Bewerber ist ein Umsatz pro abgeschlossenes Geschäftsjahr von mind. 3 Mio. EUR erforderlich. Das Formblatt "014 26_05_Umsatz" ist zu verwenden.
5.3.b) Nachweis des Bestehens einer Berufshaftpflichtversicherung durch Eigenerklärung oder Vorlage des Versicherungsscheins in Kopie.
MindestanforderungDeckungshöhe von je 5 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden und 3 Mio. EUR für Vermögensschäden.Sollte momentan eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer geringeren Deckungssumme bestehen, ist neben dem Nachweis der bestehenden Berufshaftpflichtversicherung eine formlose Eigenerklärung des Bieters beizufügen, dass im Auftragsfall die Deckungssumme wie gefordert, erhöht wird. Bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft muss jedes Mitglied das Vorliegen einer Berufshaftpflichtversicherung nachweisen und die Gemeinschaft bei geringerer Deckungssumme die Erklärung zur Erhöhung im Auftragsfall beifügen.
5.4.a) Firmenzertifizierung ISO 27001:2017 oder vergleichbar(als vergleichbar angesehen wird ein allgemein anerkanntes Zertifikat zur Einhaltung der IT-Sicherheitsstandards, z.B. VDS 10000)Das Zertifikat ist beizufügen (Kopie)..5.4.b) Firmenzertifizierung ISO 9001:2015 oder vergleichbar(als vergleichbar angesehen wird ein allgemein anerkanntes Zertifikat über ein Qualitäts-managementsystem)Das Zertifikat ist beizufügen (Kopie).
5.4.c) PersonalMitarbeiteranzahl ERP LösungAnzahl. der beim Bewerber verfügbaren fachlich qualifizierten Mitarbeiter für die Implementierung, Migration, Betreuung und Weiterentwicklung des ERP-Systems. Bitte durchschnittliche Anzahl der letzten 3 Jahre angeben.Das Formblatt "014 26_06 Personal" ist zu verwenden. .ProjektmanagerDie Anzahl für das Projekt verfügbarer vorgesehener Projektmanager mit nachweislicher Erfahrung in der Implementierung des Produktes bei vergleichbaren Einrichtungen im Gesundheitswesen mit >800 Betten ist anzugeben und die fachliche Qualifikation nachzuweisen (z.B. mittels Zertifikaten und Lebensläufen).Das Formblatt "014 26_06_Personal" ist zu verwenden.
5.4.c) ProjektleitungNachweis der Erfahrung der im Projekt zu involvierenden bzw. einzusetzenden Projektleitung im Hinblick auf das geplante Projekt.Mindestanforderung: Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung im Bereich ERP-Einführung. Lebensläufe und weitere geeignete Nachweise der vorhandenen Qualifikation und Erfahrung sind beizufügen.
5.4.d)Mindestanforderung 1 - Gesamtsystem im Krankenhaus mit > 800 BettenEs sind mindestens fünf Referenzprojekte in deutschen Krankenhäusern mit mehr als 800 Betten nachzuweisen, bei denen der Bieter erfolgreich Leistungen zur Einführung, Migration oder zum Betrieb einer Softwarelösung erbracht hat. Dabei muss die Umsetzung die für den Ausschreibungsgegenstand (ERP-System) wesentlichen Funktionalitäten enthalten.Die Umsetzung muss innerhalb der letzten 7 Jahre liegen (älteste Referenz aus 2020).Das Formblatt 014-26_07_Referenzen ist zu verwenden..Mindestanforderung 2 - Finanzbuchhaltung Es sind mindestens drei produktive Kundeninstallationen der anzubietenden Lösung im Bereich Finanzbuchhaltung in kommunalen Eigenbetrieben nachzuweisen. Die Umsetzung muss innerhalb der letzten 5 Jahre liegen (älteste Referenz aus 2022).Das Formblatt 014-26_07_Referenzen ist zu verwenden..Mindestanforderung 3 - MVZEs sind mindestens drei produktive Kundeninstallationen der anzubietenden Lösung im Bereich MVZ nachzuweisen. Die Umsetzung muss innerhalb der letzten 5 Jahre liegen (älteste Referenz aus 2022).Das Formblatt 014-26_07_Referenzen ist zu verwenden..Mindestanforderung 4 - ApothekeEs sind mindestens drei produktive Kundeninstallationen der anzubietenden Lösung im Bereich der Einkaufs- und Lagerverwaltungslösung in Apotheken inkl. Stations-Anforderungsportal nachzuweisen. Die Umsetzung muss innerhalb der letzten 5 Jahre liegen (älteste Referenz aus 2022).Das Formblatt 014-26_07_Referenzen ist zu verwenden..Mindestanforderung 5 - DienstleistungsunternehmenEs sind mindestens drei produktive Kundeninstallationen der anzubietenden Lösung im Bereich Dienstleistungsunternehmen nachzuweisen. Die Umsetzung muss innerhalb der letzten 5 Jahre liegen (älteste Referenz aus 2022).Das Formblatt 014-26_07_Referenzen ist zu verwenden.
5.4.d) Referenzanforderung 6 mit Bewertung;Referenz mit Anforderungen aus Referenz 1-5Nachweis zur Umsetzung von 3 der genannten Mindestanforderungen (1 - Krankenhaus, 2 - Finanzbuchhaltung, 3 - MVZ, 4 - Apotheke, 5 - Dienstleistungsunternehmen) in einer gemeinsamen Umsetzung.
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Bewerber- und Bietergemeinschaften werden wie Einzelbewerber und -bieter behandelt. Bewerber- und Bietergemeinschaften müssen keine bestimmte Rechtsform haben, um einen Antrag auf Teilnahme zu stellen oder ein Angebot abzugeben. In den Angaben zum Teilnahmewettbewerb (Abschnitt 5.) ist festgelegt, wie Gruppen von Unternehmen die Eignungskriterien zu erfüllen haben. Bewerbergemeinschaften haben im Teilnahmeantrag die Mitglieder sowie eines ihrer Mitglieder als bevollmächtigten Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrags zu benennen. Das Formblatt "014 26_02_Bewerbergemeinschaft" ist zu verwenden.Eine Beteiligung an mehreren Bietergemeinschaften bzw. die Beteiligung als Einzelbieter und als Mitglied einer Bietergemeinschaft ist nicht möglich. Bewerber dürfen sich in einem Los nicht mehrfach bewerben. Das gilt auch für Bewerbungen in Bewerbergemeinschaften sowie für Niederlassungen des Bewerbers, auch wenn sie wirtschaftlich unabhängig sind.