Im Rahmen der Gesamtmodernisierung der Holzfachschule Bad Wildungen wird auch die Heizanlage modernisiert. Dafür wird die Holzfachschule an ein Fernwärmenetz (Nahwärme) angeschlossen, ein Anschlussgebäude mit Übergabestation, Pufferspeicher und Heizungsverteiler neu gebaut, sowie die anzuschließenden Bestandsanlagen auf dem Gelände und der einzelnen Häuser modernisiert. Gegenstand dieses Vergabeverfahren ist die Generalplanung.
Gegenstand der Generalplanungsleistungen ist die vollständige technische, bauliche und infrastrukturelle Vorbereitung der künftigen Wärmeversorgung der Holzfachschule Bad Wildungen im Rahmen eines Contracting-Modells.
Für die preisliche Bewertung ermittelt der Auftraggeber für jedes Angebot die Wertungssumme.
Der Auftraggeber bewertet die Qualifikation des eingesetzten Personals.
Der Auftraggeber bewertet das Konzept zur Leistungserbringung.
Die Beschaffung ist dringlich, da die vorhandene Heizanlage nicht mehr funktionstüchtig und irreparabel ist.
Das Verfahren für Verstöße gegen Vergaberecht richtet sich nach den Vorschriften der §§ 155 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Zur Wahrung der Fristen wird auf die §§ 160 ff. GWB verwiesen. Vergabeverstöße sind nach § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB unverzüglich innerhalb einer Frist von zehn (10) Kalendertagen, nachdem der Bieter den Verstoß erkannt hat, beim Auftraggeber zu rügen.Vergabeverstöße, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist beim Auftraggeber zu rügen.Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 3 spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass der Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB spätestens fünfzehn (15) Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, zu stellen ist.
Der Teilnahmeantrag/ das Angebot muss vollständig sein und die geforderten Unterlagen umfassen. Unvollständige Angebote können unberücksichtigt bleiben. Geforderte Erklärungen und Nachweise, die bis zum Ablauf der Angebotsfrist nicht vorgelegt wurden, können nach Ermessen des Auftraggebers nachgefordert werden und sind ggf. innerhalb einer vom Auftraggeber bestimmten angemessenen Nachfrist vorzulegen. Werden die geforderten Unterlagen nicht innerhalb dieser Nachfrist eingereicht, kann bzw. muss ggf. das Angebot ausgeschlossen werden.
Vgl. §§ 123, 124 GWB
(a) Eigenerklärung Eignung (falls einschlägig auch für Nachunternehmer/Eignungsleihe/Bewerbergemeinschaft) mit Angaben über: - Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister, soweit erforderlich, oder in einem vergleichbaren ausländischen Register- Gesamtumsatz des Unternehmens bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre - Umsatz des Unternehmens bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind - Eigenerklärung zu der Anzahl der durchschnittlich fest angestellten Arbeitnehmer (Vollzeit-Äquivalent) in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren.- Angabe nach Art und Umfang vergleichbarer Referenzen, die seit dem 01.01.2022 erbracht wurden. - Nachweis einer Haftpflichtversicherung (b) Erklärung Unternehmensdaten (falls einschlägig auch für Nachunternehmer/Eignungsleihe/Bewerbergemeinschaft) (c) Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestlohn nach § 4 Hessischem Vergabe- und Tariftreuegesetz;(d) Eigenerklärung Bezug Russland (falls einschlägig auch für Bewerbergemeinschaft) (e) Darstellung des Leistungsspektrums und -schwerpunkts des UnternehmensSoweit im konkreten Fall erforderlich, sind ferner die folgenden Unterlagen vorzulegen: (a) Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (im Falle einer Eignungsleihe oder der Inanspruchnahme eines Nachunternehmers) (b) Verpflichtungserklärung anderer Unternehmer (im Falle einer Eignungsleihe oder der Inanspruchnahme eines Nachunternehmers) (c) Erklärung der Bewerber-/BietergemeinschaftInsbesondere:
Angabe der Anzahl der jahresdurchschnittlich fest angestellten Mitarbeitenden (Vollzeit-Äquivalent) in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren.
MINDESTANFORDERUNG an die folgenden Rollen:- Beschäftigte Mitarbeitende inkl. Führungskräfte im Bereich Objektplanung: Mehr als 5 Mitarbeitende Vollzeit;-Beschäftigte Mitarbeiter mit Master/Dipl. Ing im Bereich Versorgungstechnik/ TGA (Wärmeversorgungsanlagen): Mindestens 2 Mitarbeitende Vollzeit- Beschäftigte Mitarbeiter mit Master/Dipl. Ing im Bereich Technische Ausrüstung, Anlagengruppe 8 Gebäudeautomation: Mindestens 1 Mitarbeitender Vollzeit
(falls einschlägig auch für Nachunternehmer/Eignungsleihe/Bewerbergemeinschaft)
Angabe nach Art und Umfang vergleichbarer Referenzen, die seit dem 01.01.2019 erbracht wurden. Maßstab für die Bewertung der Vergleichbarkeit sind die verfahrensgegenständlichen Leistungen gemäß der Leistungsbeschreibung.
MINDESTANFORDERUNG:Mindestens 3 Referenzen über die Erbringung nach Art und Umfang vergleichbarer Leistungen des Bewerbers im Bereich der Planung von Fernwärmenetzen (Nahwärme), die den folgenden Anforderungen genügen:- Baukosten mind. 600.000 EUR (Brutto) KG 420- Honorarzone II HOAI- Fertigstellung in den letzten 7 Jahren.Für alle Referenzen sind Auftragsgegenstand, Auftragsort, Auftraggeber, Ansprechpartner des Auftraggebers, Zeitraum der Auftragserbringung, Auftragsvolumen (ggf. pro Jahr) und bei Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen auch der eigene Leistungsanteil nach Art und Umfang anzugeben.
Angabe des Gesamtumsatzes des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
MINDESTANFORDERUNG:Mindestens 150.000 EUR durchschnittlicher Umsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre im Bereich Technische Ausrüstung, Anlagengruppe 2 Wärmeversorgungsanlagen.
Nachweis einer Haftpflichtversicherung mit mind. den folgenden Deckungssummen: 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden und 1 Million Euro für Vermögensschädenoder die Erklärung, dass der Bewerber bereit ist, eine Haftpflichtversicherung mit den vorgenannten Deckungshöhen unverzüglich nach Mitteilung über den Zuschlag abzuschließen.