Die Stadt Rottenburg beabsichtigt, die bestehende Gemeindehalle in der Rommelstalstraße 46 in 72108 Rottenburg-Obernau zu sanieren, um sie langfristig als zentralen Veranstaltungsort für Kultur, Vereine und öffentliche Nutzungen zu sichern.Die bestehende Halle weist sowohl bauliche und funktionale als auch technische Mängel auf und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen zeitgemäßen, wirtschaftlichen Veranstaltungsbau. Im Rahmen einer Variantenuntersuchung wurde untersucht, inwiefern eine Sanierung eine bestmögliche Entwicklungs-strategie darstellt.
Gegenstand des Verfahrens ist die Vergabe der Objektplanungsleistungen für die spätere Erarbeitung einer verantwortungsbewussten, wirtschaftlichen und nachhaltigen konzeptionellen Entwurfsidee, welche die Halle architektonisch, funktional und energetisch zukunftsfähig weiterentwickelt. Geplante Maßnahmen: - Energetische Sanierung der Gebäudehülle mit Fassadensanierung und Austausch von Fensterelementen und Beschattung- Umorganisation von Flächen und Integration neuer Sanitärbereiche sowie (ggf.) Erweiterung- Erneuerung der gesamten TGA. Die Art der Wärmeerzeugung ist dabei derzeit offen; die endgültige Entscheidung zur Wärmeerzeugung soll (trotz der aktuellen Darstellung eines Pelletlagers in den Planunterlagen) anhand einer Variantenprüfung in der Vorplanung erfolgen. Dazu sollen jetzt auch die weiteren Planungsleistungen in diesem und weiteren parallellaufenden Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb europaweit ausgeschrieben werden.
Gegenstand des Verhandlungsverfahrens ist die europaweite Vergabe von Planungsleistungen der Objektplanung im Leistungsbild "Gebäude und Innenräume" für die Sanierung (und Erweiterung) der Mehrzweckhalle Rottenburg-Obernau, gemäß HOAI 2021 §§ 33 - 37.Die Leistungen werden wie folgt stufenweise beauftragt. - Stufe 1: LPH 1 bis LPH 3 nach HOAI- Stufe 2: LPH 4 bis LPH 8 nach HOAI nach Vorliegen der Kostenberechnung
Der vorgesehene Projektleiter und das Projektteam sind vorzustellen:- Vorstellung der Projektbeteiligten hinsichtlich Erfahrungen und Qualifikationen. Wo liegen ggf. Kernkompetenzen?- Erläutern Sie die vorgesehenen Mitarbeiterkapazitäten: Wie soll der Personaleinsatz des Projektteams aussehen? (Organigramm, Zuständigkeiten, etc.) - Erläutern Sie Vertretungsregelungen.- Welche Projekte werden durch die Mitglieder des Projektteams parallel bearbeitet?- Wie werden der Wissensaustausch und die Kommunikation im Team sichergestellt (Methoden, Tools, etc.)?- Sitzt das Team an einem Ort?
Die vorgesehene Projektabwicklung ist anhand von mindestens einer vergangenen, möglichst vergleichbaren Projektreferenz aufzuzeigen:- Welche Parallelen (z.B. Planungsinhalte, Schwierigkeitsgrad, Strukturen, Hochwasserschutz etc.) bestehen zum anstehenden Projekt? Wie wurde damit umgegangen?- Welche Erfahrungen wurden aus dem/den Referenzprojekt/en gewonnen; gibt es neue Erkenntnisse für zukünftige Projekte?- Wo sehen Sie Chancen und Risiken beim ausschreibungsgegenständlichen Projekt?
- Welche Methoden und Managementwerkzeuge werden bei dem anstehenden Projekt zur Erreichung der Projektziele eingesetzt hinsichtlich- Der Einhaltung von Qualitätszielen?- Der Einhaltung von Kostenzielen (Budget)?- Der Einhaltung von Terminzielen?- Bitte treffen Sie Aussagen zur Einhaltung des Projektbudgets und treffen Sie Aussagen zur genannten Höhe auf Grundlage Ihrer Erfahrungen/Vergleichskennwerte.
Der Bieter mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot erhält 5 Punkte. Ein fiktiver Angebotspreis, der 2-mal so teuer ist, erhält 0 Punkte. Die Preise der übrigen Angebote werden im Verhältnis zu der Punktzahl des günstigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet. Es erfolgt eine kaufmännische Rundung auf zwei Dezimalstellen.
Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 S. 1 GWB unzulässig, soweit: 1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt; 2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; 3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Das Nachfordern von fehlenden Unterlagen entscheidet der Auftraggeber im Einzelfall gem. §56 VgV. Ein Anspruch auf Nachforderung besteht nicht (beispielsweise bei Ausschluss aufgrund nicht erreichter Mindestanforderungen). Im Falle von Nachforderungen durch den Auftraggeber: Werden Unterlagen nicht fristgemäß nachgereicht, vervollständigt oder korrigiert, wird der Teilnahmeantrag ausgeschlossen.
Es ist im einzureichenden Teilnahmeformular eine Eigenerklärung zur Mitgliedschaft in einem "Berufs- oder Handelsregister" abzugeben.
Es ist im einzureichenden Teilnahmeformular eine Eigenerklärung über das Mittel der in den letzten drei Jahren (2023 bis einschl. 2025) sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit projektspezifischer Qualifikation (hier: eingetragener Architekt/ eingetragene Architektin, Teilzeitbeschäftigte können entsprechend ihrer Teilzeit angerechnet werden) inkl. der Führungskräfte abzugeben.
Mindestanforderung: Das Unternehmen kann mindestens zwei Mitarbeiter*Innen (Büroinhaber*Innen und/oder festangestellte Mitar-beiter*Innen) mit entsprechender Qualifikation (hier: eingetragener Architekt / eingetragene Architektin) in Voll-zeit (mind. 35h/Woche) nachweisen. Die geforderte Qualifikation für alle muss durch Nachweis belegt werden können. Bei einer Bewerbergemeinschaften ist die Anzahl der Beschäftigten der Unternehmen zu addieren.
Es ist im einzureichenden Teilnahmeformular eine Eigenerklärung über das Vorliegen einer Berufshaftpflichtversicherung abzugeben. Der gültige Nachweis ist - sofern vorhanden - beizufügen.
Mindestanforderung: Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme in Höhe von mind. 3,0 Mio. EUR für Personenschäden und mind. 1,0 Mio. EUR für Sach- sowie Vermögensschäden oder Eigenerklärung, im Auftragsfall einen entsprechenden Versicherungsvertrag zu schließen.
Hinweis: Bei Bewerbergemeinschaften ist die geforderte Berufshaftpflichtversicherung für jedes einzelne Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erbringen.
Es sind im einzureichenden Teilnahmeformular Eigenerklärungen über die erbrachten Referenzen abzugeben: Es können in Summe maximal zwei Referenzen benannt werden.
Mindestanforderungen (in Summe für Referenz 1+2):Die Auftraggeberin fordert im Rahmen der Unternehmensreferenzen zwei Projektreferenzen über vergleichbare Objektplanungsleistungen im Leistungsbild "Gebäude und Innenräume", bei denen (in Summe) die folgende Anforderungen nachgewiesen werden können:Mindestanforderungen:- Bei beiden Referenzen: Inbetriebnahme (LPH 8 muss vollständig erbracht sein) zwischen 01.09.2016 bis heute (hier: Submissionstermin Teilnahmewettbewerb)- Bei beiden Referenzen: Leistungsphasen 2-8 jeweils erbracht- Bei beiden Referenzen: Erfahrungen mit Bauen im Bestand (mind. 50% Sanierung oder Umbau, keine reinen Anbauten oder Ergänzungsbauten auf dem Gelände)- Bei mindestens einer Referenz: KG 300+400 mind. 2,0 Millionen EUR brutto - Bei mind. einer Referenz: Gebäude mit erhöhter Personenbelegung (z. B. Kultur- und Veranstaltungsgebäude, Mehrzweckhallen, Versammlungsstätten oder vergleichbar) mit einem Veranstaltungsraum für mind. 200 Personen.
Es können auch Projekte eingereicht werden, die als verantwortliche Projektleitung (LPH 2-8) in einem anderen Büro selbständig abgewickelt wurden. In diesem Fall ist eine Bestätigung des/der Büroinhabenden beizulegen. Bei Bewerbergemeinschaften müssen die Kriterien der Mindestanforderung gemeinschaftlich durch die Bewerbergemeinschaft (d.h. nicht durch jedes einzelne Mitglied dieser) erbracht sein.
Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, die die in der Vergabebekanntmachung geforderte Eignung aufweisen sowie Bewerbergemeinschaften, die die Eignungsanforderungen erfüllen.
Beteiligt sich ein Unternehmen mehrfach - sei es als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder Unterauftragnehmer - an diesem Vergabeverfahren, so kann dies zum Verfahrensausschluss aller Bewerber/Bewerbergemeinschaften, bei denen das jeweilige Unternehmen beteiligt bzw. als Unterauftragnehmer vorgesehen ist, führen.