Die Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V. plant im Rahmen des Projekts "Lebensnetz Börde" folgende Leistungen zu vergeben:
Heckenpflanzung: Lieferung, Pflanzung und Erstpflege von gebietseigenen Gehölzen aus Vorkommensgebiet 1 ("Norddeutsches Tiefland").
Auf einer Ackerfläche nordwestl. Oberelvenich (Stadt Zülpich, Kreis Euskirchen) sollen zwei dreireihige Hecken gepflanzt werden. Die beiden geplanten Heckenzüge erstrecken sich (tlw. mit Lücken) auf einer Länge von je rd. 390 m an den Rändern der beiden Längsseiten der rechteckigen Ackerfläche. Der Pflanzabstand zwischen den Gehölzen soll 0,5 m betragen.
Die Planung der Maßnahme erfolgte durch den Auftraggeber. Der Auftrag soll in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber umgesetzt werden.
Hintergrund zum Projekt:
Das interkommunale Naturschutz-Verbundprojekt "Lebensnetz Börde" wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, das Land NRW sowie durch die drei Kreise Düren, Euskirchen und Rhein-Erft gefördert. Projektträger sind die in den drei Kreisen ansässigen Biologischen Stationen (Biologische Station im Kreis Düren e.V., Biologische Station Bonn/ Rhein-Erft e.V., Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.).
Ziel von "Lebensnetz Börde" ist eine umfassende Wiederherstellung und Vernetzung von linearen und flächigen Insektenlebensräumen in der Jülich-Zülpicher Börde. Neben der Stabilisierung der in der Börde vorkommenden und bedrohten Insekten-Artengemeinschaften soll sich mit dem Projekt auch der Erhaltungszustand wertgebender Artengruppen, insbesondere Feldvögel, Wildbienen, Tagfalter und Heuschrecken verbessern.
Der Hauptschwerpunkt der Projektmaßnahmen liegt darin, raumbedeutsame, artenreiche Strukturen zu schaffen. Dies wird hauptsächlich durch Einsaaten mit Regiosaatgut und u.a. auch durch Gehölzpflanzungen mit gebietseigenen Gehölzen in der freien Landschaft umgesetzt.