Die botanika ist Teil der Wissenswelten Bremens und beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Pflanzen, Tieren und Kulturen Asiens und der Tropen. Die Dauerausstellung besteht aus authentisch nachgebildeten Landschaften unter Glas und einem interaktiven Entdeckerzentrum. Im Entdeckerzentrum wird in sechs Themenbereichen die Vielfalt der Pflanzen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Gäste können sich das Wissen über unterschiedliche Zugänge selbständig erschließen: über digitale Stationen, Film- und Audiosequenzen, Bild- und Texttafeln, Hands-on-Exponate, Lebendpflanzen oder thematisch passende Terrarien und Aquarien.
Ziel der Projektes ist die Re-Attraktivierung des Entdeckerzentrums des botanika zunächst durch die Überarbeitung oder Neuentwicklung von mindestens vier Highlightexponaten. Mittelfristig ist die Modernisierung des gesamten Entdeckerzentrums geplant. Um die nachhaltige Nutzung der neuen Exponate zu ermöglichen, soll im Rahmen des Projekts parallel ein Zukunftskonzept für das Entdeckerzentrum entwickelt werden, in dem die neuen Highlightexponate wieder ihren Platz finden.
Die Exponate sollen neue Anziehungspunkte für Gäste in der altbekannten Ausstellung bieten und müssen sich in die bestehende Ausstellung einfügen, auch sollen Gestaltung und Szenographie einzigartig sein mit subtilen Methoden der Wissensvermittlung. Die Freude an der Benutzung soll im Vordergrund stehen. Die Exponate sollen aus möglichst nachhaltigen Materialien gefertigt werden. Da die botanika grundsätzlich allen zugänglich ist, muss die Barrierefreiheit in der Gestaltung der Exponate und auch bei der Erstellung des Konzepts berücksichtigt und verfeinert werden.
Dabei soll Feedback von Expertinnen und Experten für das Thema Barrierefreiheit die Wirksamkeit der Maßnahmen absichern.
Gegenstand dieses Auftrags sind dabei: Erstellung eines detaillierten Konzeptes für das Projekt "botanika Bremen Re-Attraktivierung Entdeckerzentrum" sowie Planung und Begleitung der Umsetzung von 4 Highlight-Exponaten inkl. Drehbücher für Filme, Spiele und Texte, Installationen mit Licht und Ton, Integration des Konzepts zur Barrierefreiheit. Der Auftragnehmer wird seine Leistung in entsprechender Anwendung der folgenden Leistungsphasen der HOAI erbringen:Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirken bei der Vergabe, Objektüberwachung, Objektbetreuung und Dokumentation. Hierzu gehören insbesondere die nachfolgend beschriebenen Leistungen:a) Masterkonzept mit Detailplanung für die Exponate b) Einbeziehen von Expertinnen und Experten aus Bildung und Forschung sowie Natur- und Artenschutz bei der Konzeptentwicklung für die inhaltliche Ausrichtung der Ausstellung. c) Attraction design/Ausstellungsarchitektur: Das Konzept soll die Verbindung von alter und neuer Ausstellung schaffen.d) Innenarchitektur Funktionsräume: Konzept für die Raumaufteilung e) Gestaltung und Planung der Inszenierungen der Ausstellung f) Ausführungsplanung für mindestens vier neue Highlightexponate g) Lieferung der wissenschaftlichen Recherche und Bildbeschaffung (inkl. Bildrechte) sämtlicher für die Exponate geforderten Unterlagen, Fakten und Objekteh) Medien und Screendesign: Konzeption und Gestaltung aller erforderlichen Medien. i) Grafikdesign: Entwurf, Layout, Reinzeichnung aller benötigen Texte (ohne Marketingaktivitäten),j) Übersetzungen: Einbindung des Übersetzers der botanika. Übersetzung aller Exponattexte ins Englische. Bei digitalen Exponaten sollen die bauseits verwendeten Übersetzer einbezogen werden. k) Lektorat, Schlussredaktion: Lektorat und Schlussreaktion aller Texte und Bildinhalte. l) Honorare: Sprecherhonorare für akustische Inszenierungen, Komposition für Sound- und Musikeffekte. m) Aufstellen von Leistungsverzeichnissen für alle aus den vorgenannten Positionen sich ergebenden Bau- und Produktionsleistungen.n) Vergabevorbereitung und Vergabemitwirkung für alle Bau- und Produktionsleistungen für die Exponate.o) Bauleitung für alle vorgenannten Bau- und Produktionsleistungen für die Exponate.p) Koordination der verschiedenen Gewerke zur zeitgerechten Gesamtfertigstellung bis 30.11.2027 q) Aufstellen von Ausrüstungs- und Inventarverzeichnissen. r) Erstellung von Wartungs- und Pflegeanweisungen.
Ein Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 6 GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht, kann ein Nachprüfungsverfahren gemäß den §§ 160 ff. GWB bei der unter VI.4.1 genannten Stelle einleiten. Der Antrag ist unzulässig, soweit der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften imVergabeverfahren vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; oder Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, oder Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Vergabebekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, oder mehr als 15 Tage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Die Ausführungen zur Unzulässigkeit gelten nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Satz 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.
Es gilt § 56 Abs. 2 S. 1 VgV.
Es ist ein Handelsregisterauszug vorzulegen.
Es wird ein Mindestjahresumsatz von EUR 400.000,00 verlangt.
Es ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens EUR 500.000,00 für Personenschäden und EUR 1.000.000,00 für Sach- und Vermögensschäden nachzuweisen. Es ist ausreichend, wenn der Bewerber nachweist, dass er im Auftragsfall diese Deckung zur Verfügung stellen kann.
Verlangt werden geeignete Referenzen über früher ausgeführte Aufträge in Form einer Liste der in den letzten höchstens fünf Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen mit Angabe des Werts, des Erbringungszeitpunkts sowie des öffentlichen oder privaten Empfängers. Einzelheiten ergeben sich aus der Verfahrensbeschreibung, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.