Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel wird einer umfassenden Neukonzeption und baulichen Sanierung unterzogen. Die geplanten Maßnahmen umfassen die grundhafte Renovierung des Kücker-Baus aus dem Jahr 1992, die Erweiterung und Teilsanierung der Remise (Altbau aus den Jahren 1903/04), eine Modernisierung der Klima- und Lüftungstechnik sowie eine Neukonzeption der Ausstellungsbereiche.
Die hochbauliche Planung ist Ergebnis eines Architektenwettbewerbs und befindet sich derzeit im Abschluss der Entwurfsplanung. Der Bauantrag soll im Herbst 2026 gestellt werden, der Baubeginn ist für Ende 2027 geplant.
Eine in Grundzügen erarbeitete Brandschutzplanung muss aus vergaberechtlichen Gründen erneut ausgeschrieben werden, da die erforderlichen Leistungen den anfänglichen Auftragsumfang wesentlich übersteigen.
Gegenstand der vorliegenden Aufforderung zur Angebotsabgabe sind die in den Anlagen beschriebenen Leistungen. Es erfolgt eine stufenweise Vergabe der einzelnen Leistungsstufen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Leistungsstufe 4 nur in prozentualen Anteilen zu vergeben, da diese Leistungsstufe aus Zeitgründen bereits im Juni 2026 begonnen wurde. Vorgesehen ist eine modulare Bauplanung entlang einer Prioritätenliste zur Einhaltung der Kostenobergrenze. Daher räumt sich der Auftraggeber die Möglichkeit ein, auf einzelne Maßnahmen zu verzichten. Die Kostenobergrenze (netto) ist bei 19.118.000 Euro für KG 200 bis KG 700 und 9.842.528,81 Euro für KG 300 und KG 400 festgelegt (vorbehaltlich Änderung in Bewilligung), zzgl. bis zu 1,5 Mio. gesperrte Risikokosten für Baupreissteigerungen. Der Auftraggeber kann auf die gesperrten Mittel nach Antragsstellung und Genehmigung zugreifen und hat sich dabei um größtmögliche Wirtschaftlichkeit sowie um modulare Anpassungen des Projekts oder der Bauausführung zu bemühen, um den Zugriff auf die Risikokosten zu minimieren. Träger des Museums ist ein eingetragener Verein; die Fördermittel von Bund, Land und Stadt Kassel bedingen eine Vergabe nach öffentlichem Vergaberecht.