Gegenstand der Ausschreibung sind Leistungen der Baulogistik für die denkmalgerechte Sanierung des Hauptverwaltungsgebäudes der Deutschen Rentenversicherung in der Städelstraße 28, 60596 Frankfurt am Main.
Das Bauvorhaben umfasst die Sanierung und Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes, bestehend aus Hauptbau, Verbindungsbau und Mainbau. Das Baugrundstück weist eine Fläche von ca. 10.450 m² auf und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Mainuferpromenade.
Im Zuge der Baumaßnahme werden insgesamt ca. 15.300 m² Bruttogrundfläche (BGF) umgebaut. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen stehen Büroflächen für ca. 570 Mitarbeitende sowie die zugehörigen Sozial- und Aufenthaltsbereiche einschließlich einer Kantine zur Verfügung. Sämtliche Bauleistungen sind unter Einhaltung der denkmalrechtlichen Vorgaben sowie der einschlägigen öffentlich-rechtlichen Bestimmungen auszuführen. Zur Gewährleistung eines geordneten, sicheren und wirtschaftlichen Baustellenbetriebs ist ein Baulogistikdienstleister zu beauftragen. Grundlage der Leistungserbringung ist das Baulogistikhandbuch des Auftraggebers.Der Auftragnehmer übernimmt insbesondere die Koordination, Organisation und Erbringung der Baulogistikleistungen. Hierzu gehören insbesondere:- Verkehrssteuerung und Zufahrtsmanagement,- Bereitstellung, Betrieb und Unterhaltung der Baustellenmedienversorgung,- Bereitstellung, Betrieb und Bewirtschaftung der Baustelleneinrichtung einschließlich Containeranlagen,- Planung, Koordination und Betrieb der Kranlogistik,- Organisation und Durchführung der Entsorgungslogistik,- Umsetzung und Koordination der Maßnahmen zur Baustellensicherheit sowie- weitere im Baulogistikhandbuch und in den Vergabeunterlagen definierte Baulogistikleistungen. Art und Umfang der vom Auftragnehmer zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung, den Vergabeunterlagen sowie den zugehörigen Anlagen.
Das Angebot mit dem geringsten Nettopreis für die ausgeschriebene Leistung (vgl. Preisblatt) erhält 70 Punkte.
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein Reaktionszeitenkonzept einreichen. Weitere Informationen zu den Anforderungen an das Konzept sind der Vergabeunterlage Aufforderung zur Angebotsabgabe (AzA) Pkt. 8.2 zu entnehmen.
Zur Abgabe des Angebots sind zwingend die vom Auftraggeber bereitgestellten Formblätter zu verwenden. Diese können über den Download abgerufen werden.Bieterfragen können nur über die Vergabeplattform https://www.dtvp.de gestellt werden und werden nur über die Vergabeplattform beantwortet. Um eine Bieterfrage zu stellen ist es notwendig, dass sich die Bieter auf der Vergabeplattform https://www.dtvp.de registrieren. Bieterfragen, die nach dem 18.08.2026, 12:00 Uhr eingehen, können nicht mehr beantwortet werden. Das Risiko der vollständigen und lesbaren Übermittlung des Auskunftsersuchens trägt der anfragende Bieter. Die Bieterantworten sind über die Vergabeplattform https://www.dtvp.de abrufbar. Die Angebote sind fristgerecht und ausschließlich elektronisch, verschlüsselt über die Vergabeplattform https://www.dtvp.de einzureichen.
Ein Nachprüfungsantrag zur Vergabekammer ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB). Erkennt ein Bewerber Verstöße gegen Vergabevorschriften, so hat er diese innerhalb von 10 Tagen nach Kenntniserlangung gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. §§ 134 und 160 Abs. 3 GWB bleiben unberührt.
Die Nachforderung erfolgt gemäß § 16a EU VOB/A
Eigenerklärung des Bieters/der Bietergemeinschaft, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A und §§ 123, 124 GWB vorliegen.
Die unter Ziffer 5.1.9. verlangten Erklärungen und Nachweise sind ausschließlich unter Verwendung der der Aufforderung zur Angebotsabgabe als Anlagen beigefügten Formblätter zu erbringen. Die Nachweise und Erklärungen sind bei Bietergemeinschaften von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft zu erbringen. Für dieses Eignungskriterium ist der folgende Auszug bzw. Nachweis von den Bietern/Bietergemeinschaften einzureichen:1) Kopie der Anmeldungs- bzw. Eintragungsbescheinigung ins Berufs- oder Handelsregister nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Heimatlandes; andernfalls vergleichbarer Nachweis für die Existenz und den Gegenstand des Unternehmens des Bieters/der Mitglieder der Bietergemeinschaft. Der Auszug aus dem Handelsregister darf zum Zeitpunkt des Schlusstermins für den Eingang der Angebote nicht älter als 6 Monate sein.
2) Ggf. Erklärung zum Nachunternehmereinsatz;3) Ggf. Erklärung Eignungsleihe;HINWEIS: Der Auftraggeber wird von dem für den Zuschlag vorgesehenen Bieter vor Zuschlagerteilung darüber hinaus von sämtlichen Nachunternehmern unter Fristsetzung die Erklärungen nach Ziffer 5.1.9. 1) sowie einen Versicherungsnachweis nach 5.1.9. 6) anfordern. Werden diese Unterlagen nicht vorgelegt, wird das Angebot ausgeschlossen.
4) Angabe des Nettogesamtumsatzes des Bieters/derBietergemeinschaft in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
5) Angabe des Nettoumsatzes des Bieters/der Bietergemeinschaft mit vergleichbaren Leistungen die Gegenstand der Vergabe (Baulogistikleistungen) darstellen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
6) Eigenerklärung über das Bestehen einer Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme je Versicherungsfall und Kalenderjahr von jeweils mindestens:- 5,0 Mio. Euro für Personenschäden - 3,0 Mio. Euro für sonstige Schäden (Sach- u. Vermögensschäden) - 10,0 Mio. Euro für Umweltschädenbzw. Erklärung über die Bereitschaft eine Haftpflichtversicherung mit den vorgenannten Deckungssummen im Auftragsfall abzuschließen.Der Abschluss hat spätestens unverzüglich nach Erhalt des Zuschlagschreibens zu erfolgen und der Nachweis ist dem Auftraggeber unverzüglich ohne weitere Aufforderung vorzulegen/zuzusenden.
7) Darstellung von mindestens 3 vergleichbaren Referenzen des Bieters/der Mitglieder der Bietergemeinschaft. Die Referenzen müssen folgende Kriterien erfüllen:1. Logistische Komplexität: Nachweis über vergleichbare Leistungen der Baulogistik in innerstädtischer Lage bzw. unter beengten Platzverhältnissen.2. Leistungsumfang: Die Referenzen müssen die Gestellung von Zutrittskontrollsystemen (inkl. Personal) sowie die Einrichtung und Betreuung von Containeranlagen umfassen. 3. Vergleichbarkeit des Auftragsvolumens: Die erbrachten Leistungen der Baulogistik müssen einen Gesamtauftragswert von mindestens 5.000.000 EUR (netto) pro Projekt aufweisen.Die Leistung muss in den letzten acht Jahren (07/2018 - 07/2026) erbracht worden sein.
Zu den Referenzen sind folgende Angaben zu machen:- Beschreibung des Referenzprojektes;- Name und Adresse des Referenzauftraggebers;- Benennung eines Ansprechpartners mit Telefonnummer beim Referenzauftraggeber;- Zeitraum der erbrachten Leistungen (MM/JJ-MM/JJ);- Auftragswert in EUR netto.WICHTIG: Sofern eine dieser geforderten Angaben in der Referenz nicht enthalten ist, so kann diese nicht gewertet werden.
8) Angabe des Gesamtpersonals des Bieters/derBietergemeinschaft in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
9) Namentliche Benennung des für die Auftragsdurchführung vorgesehenen Logistikleiters und Logistikkoordinators unter Nennung deren beruflicher Qualifikation und einschlägigen Berufserfahrung.Mit dem Angebot sind die Lebensläufe des für das Projekt vorgesehenen Logistikleiters und Logistikkoordinators zum Nachweis der fachlichen Eignung vorzulegen.
10) Erklärung nach Art. 5k der EU-Verordnung 833/2014.11) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe § 6e EU VOB/A nach §§ 123, 124 GWB vorliegen.12) ggf. Bietergemeinschaftserklärung.
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter. Die entsprechende Bietergemeinschaftserklärung ist zwingend mit dem Angebot einzureichen. Der Auftraggeber weist darauf hin, dass die Bildung einer Bietergemeinschaft unzulässig ist, sofern damit eine wettbewerbsbeschränkende Vereinbarung gemäß § 1 GWB getroffen wird.