Dienstleistungsauftrag
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz beabsichtigt, die Facility Services für den Abschnitt A des Pergamonmuseums im Rahmen einer externen Vergabe für vier Jahre zu beauftragen.
Das Gebäude wurde in den vergangenen Jahren grundlegend revitalisiert. Im Zuge dessen wurden insbesondere die Dachflächen sowie die technische Gebäudeausrüstung (TGA) umfassend erneuert. Der Betrieb erfolgt somit auf Basis einer modernen, jedoch durch Errichterverträge gebundenen Anlagentechnik.Ziel der Ausschreibung ist es, einen leistungsfähigen und zuverlässigen FM-Dienstleister zu beauftragen, der den technischen Gebäudebetrieb unter Berücksichtigung der objektspezifischen Rahmenbedingungen sicherstellt.
Im Fokus stehen insbesondere:- Sicherstellung der Betreiberverantwortung im technischen und organisatorischen Betrieb- Gewährleistung eines stabilen und sicheren Anlagenbetriebs- Sicherstellung eines störungsarmen Museumsbetriebs unter laufendem Publikumsverkehr- Fachgerechte Durchführung von Inspektionen und Funktionsprüfungen- Koordination und Überwachung der durch Errichter erbrachten Wartungsleistungen- Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit der technischen Anlagen, insbesondere der Großkältetechnik
Besondere Rahmenbedingungen ergeben sich durch:- den laufenden Museumsbetrieb mit hohem Publikumsverkehr- eingeschränkte Wartungsfenster- die Trennung von Betreiberleistungen und Errichterleistungen
Unternehmen haben einen Anspruch auf Einhaltung der bieter- und bewerberschützenden Bestimmungen über das Vergabeverfahren gegenüber dem öffentlichen Auftraggeber, Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK). Die Zentrale Vergabestelle (ZVS) weist auf die zulässigen Rechtsbehelfe und einzuhaltenden Fristen hin.---Statthafte Rechtsbehelfe sind gem. §§ 160 ff. GWB die Rüge sowie der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der zuständigen Vergabekammer. Eine Rüge ist an die Vergabestelle zu richten. ----Statthafter Rechtsbehelf ist gem. §§ 160 ff. GWB der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der zuständigen Vergabekammer.---Der Antrag ist unzulässig, soweit1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt,2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB.§ 134 Abs. 1 Satz 1 GWB bleibt unberührt.---Ein Antrag auf Nachprüfung ist schriftlich an die Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn zu richten. Soll ein Nachprüfungsantrag (§ 107 Abs. 1 GWB) per E-Mail eingereicht werden, so ist dies nur mit qualifizierter elektronischer Signatur an die E-Mail-Adresse vk@bundeskartellamt.bund.de möglich.---Hinweis:Die SPK ist im Falle eines Nachprüfungsantrags verpflichtet, die Vergabeakten, die auch die abgegebenen Angebote enthalten, an die Vergabekammer weiterzuleiten. Die Beteiligten haben ein Recht auf Akteneinsicht. Um Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu wahren, teilen Sie uns konkret mit Bezug auf die entsprechenden Dokumente des Angebotes mit, welche Informationen als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu behandeln sind.
Die Firma Piepenbrock Facility Management GmbH + Co. KG, (Hannoversche Str. 91 - 95, 49084 Osnabrück) wurde nach Durchführung eines Verfahrens mit der Erstellung eines Betriebskonzeptes als Grundlage für den Betrieb des Pergamon Museums sowie eines darauf aufbauenden Leistungsverzeichnisses beauftragt. Sämtliche aus dieser Tätigkeit resultierenden Informationen wurden vollständig, transparent und diskriminierungsfrei in die Vergabeunterlagen überführt. Der Zuschlag erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des Preises. Piepenbrock Facility Management GmbH + Co. KG steht nach Abschluss vorgenannter Arbeiten in keinem Beauftragungsverhältnis zur Auftraggeberin mit Bezug zu diesem Vergabeverfahren, wirkt nicht an Entscheidungen im Vergabeverfahren, die Auswirkungen auf den Zuschlag haben mit und ist als Bieter in diesem Verfahren zugelassen.
Die Teilnahme am Vergabeverfahren setzt eine verpflichtende Objektbesichtigung voraus. Details hierzu sind dem Protokoll Objektbesichtigung zu entnehmen, das mit dem Angebot einzureichen ist.
Es wird darum gebeten, Bieterfragen möglichst frühzeitig zu stellen, auch als Einzelfragen und nicht erst gebündelt, um eine schnelle und für das Vergabeverfahren günstige Beantwortung zu organisieren. Ein angebotenes Skonto wird in der Wertung nur berücksichtigt, wenn das Zahlungsziel mindestens 14 Tage beträgt.
Nachforderung von Unterlagen nach § 56 VgV
Referenzen (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Referenzen gemäß den in den Vergabeunterlagen bekanntgegebenen Bedingungen
Wettbewerbsregister EU (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Ausgefüllter Vordruck SPK - Angaben zur Abfrage Wettbewerbsregister
§§ 123, 124 GWB - Es liegen keine Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB vor.
Allgemeine Ausschlussgründe - Es liegen keine Ausschlussgründe gemäß- § 21 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, - § 98c des Aufenthaltsgesetzes, - § 19 Mindestlohngesetz (MiLoG) - § 21 Absatz 1 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes und - § 22 des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 2959) vor.
Nachweis einer Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherungsdeckung gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebotes,1.) dass ich/ wir über eine Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden einer Versicherungsgesellschaft mit Firmensitz in der EU unter Berücksichtigung der folgenden Mindestdeckungssummen je Schadensereignis verfüge/n bzw. im Fall der Auftragserteilung eine entsprechende Versicherung abschließen werde/n:- 10.000.000 EUR für Personenschäden (2-fach maximiert p.a.)- 10.000.000 EUR für Sachschäden (2-fach maximiert p.a.)- 100.000 EUR für Vermögensschäden (2-fach maximiert p.a.)- 5.000.000 EUR für Umwelthaftpflichtschäden (1-fach maximiert p.a.)- 10.000.000 EUR für Umweltschäden (1-fach maximiert p.a.)- 1.000.000 EUR für Bearbeitungsschäden (2-fach maximiert p.a.)- 250.000 EUR für Abhandenkommen von Schlüsseln/Codekarten (2-fach maximiert p.a.)2.) dass ich/ wir diese Versicherung während der gesamten Vertragslaufzeit vorhalten werde und 3.) dass ich/ wir das Bestehen des Versicherungsschutzes durch Vorlage einer entsprechenden Bestätigung der Versicherung spätestens 14 Tage nach Zuschlagserteiung unaufgefordert nachweisen werden.
Mindestumsatz - Der Konzern-/Gesamtjahresumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre muss jeweils mindestens 1.200.000,00 EUR netto p.a. betragen.
Nachweis zur Befähigung des Unternehmens in Bezug auf die Eigenleistungsquote gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebots, dass hinsichtlich der Leistungstiefe des Unternehmens gem. VgV § 47 (5) die wesentlichen Leistungen: Objektbetrieb managen; FM Tools bereitstellen; Dokumentation; Objekte, Anlagen & Einrichtungen betreiben; in Eigenleistung erbracht werden.
Nachweis zur Befähigung des eingesetzten Personals gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebotes, dass das eingesetzte Personal mindestens über die gemäß Betriebskonzept festgelegten Mindestanforderungen für Objektmanagement und Haustechnik zur Qualifikation und Befähigung verfügt.
Nachweis der Bereitschaftserklärung zur Sicherheitsüberprüfung (SÜ 1 und SÜ 2) gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebotes, dass wir im Falle der Bezuschlagung für alle zum Einsatz vorgesehenen administrativen (Projektleiter, Objektleiter, Serviceleiter, etc.), operativen Mitarbeiter (Hausmeister, Haustechniker, Servicetechniker, etc.) einschließlich deren Vertretungen, sowie im weiteren zur Auftragsabwicklung eingesetzten Mitarbeiter eine Sicherheitsüberprüfung (SÜ 1 und SÜ 2) beantragen werden.Es darf in diesen Liegenschaften nur Personal mit bestandener Sicherheitsüberprüfung eingesetzt werden.
Prüfung der Eignung - Mir/uns ist bewusst, dass die Eignung im Rahmen der Implementierung durch Nachweise zu bestätigen ist und durch den AG geprüft wird.
Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter, hier: Operatives Personal (Elektro, HKLS) mit Personalanforderungsprofil gem. Betriebskonzept muss bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre jeweils mindestens fünf Mitarbeiter betragen.
Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter, hier: Objektleiter, mit Personalanforderungsprofil gem. Betriebskonzept muss bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mindestens zwei Mitarbeiter betragen.
Nachweis zur Befähigung des eingesetzten Projektleiters gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung
Nachweis an die Befähigung des Unternehmens gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Nachweise/Zertifikate bitte mit dem Angebot einreichen.
Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebotes, dass wir oder ein von uns eingesetzter Nachunternehmer über alle zur Leistungserbringung der technischen Facility Management erforderlichen Eintragungen, Erlaubnisse und Zulassungen verfügt;hierzu zählen u.a.a) Nachweis 10-KV-Schaltberechtigung für elektrotechnische Anlagen b) Eintragung Handwerksrolle Elektrotechnik oder gleichwertig [bspw. Eintragung IHK]c) Eintragung Handwerksrolle Installateur / Heizungsbau oder gleichwertig [bspw. Eintragung IHK]d) Zulassung als Fachbetrieb nach § 19 WHGe) Zertifizierung für Installationen gemäß VDI 6023f) Zertifizierung für Tätigkeiten an Lüftungsanlagen gemäß VDI 6022
Nachweis über Maßnahmen des Unternehmens zur Gewährleistung des Qualitsätsmanagements gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebotes, dass Zertifizierte Qualitätsmanagement-Standards (z.B. DIN EN ISO 9001:2015, branchenspezifisches System, integriertes System oder gleichwertig) oder gleichwertige unternehmenseigene Standards vorhanden sind und diese in den Auftrag eingebracht werden.
Nachweis über Maßnahmen des Unternehmens zur Gewährleistung des Umweltschutzes (gem. § 46 Abs. 1 VgV i.V.m. §46 Abs 3 Nr.7) gemäß der Bedingungen folgender Eigenerklärung - Ich erkläre/ Wir erklären, rechtsverbindlich mit formgerechter Abgabe des Angebotes, dass der Aufbau oder Betrieb eines Umweltmanagementsystems (DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001, EG-Öko-Audit-Verordnung EMAS, gleichwertiges System, branchenspezifisches System, integriertes System) erfolgt.
Nachweis fachlicher Eignung anhand von projektvergleichbaren Referenzen des Unternehmens - Es müssen mindestens drei Referenzen mit dem Angebot eingereicht werden. Mindestanforderungen und Bedingungen entnehmen Sie bitte der auszufüllenden Anlage "Referenzen".
Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/B) in der Fassung 2003, in Verbindung mit den Zusätzlichen Vertragsbedingungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) in der Fassung vom 09.11.2023
keine