Verfahrensangaben

First-of-Series Cryoinsert für das SIS18

VO: VgV Vergabeart: Vergabebekanntmachung Status: Veröffentlicht

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
DE 111 671 917
Planckstraße 1
64291
Darmstadt
Deutschland
DE711
proekf33@gsi.de
+49 615171 1987

Angaben zum Auftraggeber

Von einer Bundesbehörde kontrolliertes oder finanziertes öffentliches Unternehmen
Bildung

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Vergabekammer des Bundes
022894990
Villemomblerstr. 76
53123
Bonn
Deutschland
DEA22
Vergabekammer des Bundes
vk@bundeskartellamt.bund.de
+49 22894990

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer des Bundes
022894990
Villemomblerstr. 76
53123
Bonn
Deutschland
DEA22
Vergabekammer des Bundes
vk@bundeskartellamt.bund.de
+49 22894990

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Lieferungen

CPV-Codes

31643000-5
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

First-of-Series Cryoinsert für das SIS18

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Ziel dieses Auftrages ist es einen fertigen und funktionsfähigen First-of-Series Cryoinsert für das SIS18 zu beschaffen. Nach Abschluss dieses Auftrages sollen alle Voraussetzungen erfüllt sein, um eine Serienbeschaffung zu starten. Insbesondere ist es das Ziel, vollständig tolerierte Fertigungszeichnungen und Montageanleitungen zu erhalten. Grundlage bildet ein freigegebenes 3D-Modell der Cryoinserts, welches bereits hinsichtlich Fertigung optimiert wurde und Erkenntnisse aus Versuchen und Messungen mit dem Prototyp enthält.

Umfang der Auftragsvergabe

EUR
75.700,00
EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Laufzeit in Monaten
6
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Planckstraße 1
64291
Darmstadt
Deutschland
DE711

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über nach Punkten gewichtete Kriterien

Zuschlagskriterium

Preis
Preis

Preis

Gewichtung
100,00
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

Begründung der Direktvergabe

Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist

Begründung der Wahl eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2b VgV.

First-of-Series Cryoinsert für das SIS18

Vorgesehenes Unternehmen: Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK), Dresden
1. Beschreibung des Beschaffungsgegenstands
Gegenstand des Auftrags ist die Weiterentwicklung und Fertigung eines Funktionsmusters (First-of-Series, FoS) eines Cryoinserts für den Einsatz in den Kollimatoren des Schwerionensynchrotrons SIS18 der GSI.
Durch die Integration kryogener Oberflächen in die bestehenden Kollimatoren des SIS18 soll das lokale Saugvermögen am Ort von Strahlverlusten erhöht und damit die Vakuumbedingungen bei hohen Schwerionenintensitäten stabilisiert werden. Ziel ist die Erhöhung der im SIS18 erreichbaren Schwerionenintensitäten für den zukünftigen FAIR-Betrieb.
Bei dem Cryoinsert handelt es sich um kein Standardbauteil. Für die Entwicklung und Fertigung müssen Anforderungen aus Tieftemperaturphysik, UHV-Technik, Sonderkammerbau, thermischer Auslegung sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik miteinander verbunden werden. Zusätzlich sind geeignete Kaltkopfsysteme zur Erzeugung kryogener Temperaturen zu integrieren und die unterschiedlichen Einbausituationen, inklusive Teilchenstrahlung im SIS18 zu berücksichtigen.
Der Auftrag umfasst insbesondere die Ableitung der Fertigungszeichnungen aus dem bereits durch ILK optimierten 3D-Modell, die Festlegung der erforderlichen Fertigungs- und Montagetoleranzen, die Entwicklung von Tieftemperatur-Messtechnik einschließlich Messelektronik und Steuerung für Kaltkopf-Kompressoren, die Berücksichtigung der vorgesehenen Einbausituationen sowie die Fertigung und Montage des Funktionsmusters.
2. Alleinstellungsbegründende technische Aspekte
Der entscheidende alleinstellungsbegründende Aspekt ist, dass der Auftrag unmittelbar auf einer bereits bei ILK erfolgten Entwicklung, Fertigung, Erprobung und Optimierung des Cryoinserts-Prototyps aufbaut.
Der ursprüngliche Prototyp wurde gemeinsam mit ILK entwickelt und durch ILK gefertigt. Nach umfangreichen Labortests bei GSI wurde dieser in das SIS18 eingebaut und im Rahmen von Maschinenexperimenten unter realen Strahlbedingungen getestet und vermessen. Die positiven Ergebnisse führten zur Entscheidung, weitere Kollimatoren mit Cryoinserts auszurüsten.
Auf Grundlage der Erfahrungen aus Konstruktion, Fertigung und Erprobung wurde im Rahmen des vorausgegangenen Auftrags 4500236819 gemeinsam mit ILK das 3D-Modell des Cryoinserts weiterentwickelt und optimiert. Damit wurde bereits eine wesentliche Entwicklungsstufe erreicht, auf der das nun zu fertigende Funktionsmuster unmittelbar aufbauen soll.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des aktuellen Auftrags ist die Entwicklung einer geeigneten Mess- und Steuertechnik für die Cryoinsert. Für die Überwachung der kryogenen Betriebsbedingungen müssen geeignete Temperatursensoren eingesetzt werden. Dabei besteht die besondere Randbedingung, dass die Sensoren im Betrieb bei tiefen Temperaturen eine ausreichende Genauigkeit aufweisen, gleichzeitig aber beim erforderlichen Ausheizen der Vakuumbauteile Temperaturen von bis zu 300 °C ausgesetzt sein können. Die Messtechnik muss daher so ausgewählt und integriert werden, dass sie die hohen Ausheiztemperaturen ohne Beschädigung übersteht.
Im Rahmen des vorausgegangenen Auftrags wurde zur Auswahl von geeigneten Sensoren bereits eine umfangreiche Marktanalyse durchgeführt. Dabei wurden geeignete und am Markt verfügbare Komponenten hinsichtlich ihrer Eignung für die Kombination aus Tieftemperaturbetrieb, UHV-Anwendung und hohen Ausheiztemperaturen untersucht.
Die Ergebnisse dieser Marktanalyse sind Bestandteil des bereits bei ILK aufgebauten projektspezifischen Wissens und fließen unmittelbar in die nun vorgesehene Entwicklung und Fertigung der Messelektronik ein. Damit geht der Leistungsumfang über die Auswahl von Sensoren hinaus.
3. Alternativlosigkeit und Folgen eines Anbieterwechsels
Grundsätzlich existieren am Markt Unternehmen mit Kompetenzen in einzelnen oder mehreren der benötigten Bereiche, insbesondere UHV-Technik, Sonderkammerbau, Kryotechnik oder Messtechnik. Im Rahmen der Marktrecherche wurden unter anderem Pfeiffer Vacuum, Göttingen, VA-TEC, NTG, Reuter, VACOM sowie ergänzend Leybold betrachtet. Diese Anbieter verfügen jeweils über relevante Teilkompetenzen; ein Anbieter, der den konkreten Entwicklungsstand des Cryoinserts unmittelbar fortführen kann, wurde jedoch nicht identifiziert. So verfügt beispielsweise Pfeiffer Vacuum über umfangreiche Kompetenzen im Bereich kundenspezifischer Vakuumkammern und Vakuumsysteme einschließlich Auslegung und Konstruktion. Aus vergangenen Projekten ist dieser Anbieter bekannt, es wurde eine Serie Kryokollimatoren (build-to-print) gefertigt sowie ein Kaltkopf-gekühlter Test-Kryostat entwickelt und gebaut. Ein Unternehmen mit der notwendigen Kombination an Kompetenzen konnte nicht identifiziert werden.
Entscheidend ist nicht die allgemeine Verfügbarkeit der Einzelkompetenzen, sondern die Fähigkeit, unmittelbar auf dem bereits erreichten Entwicklungsstand des konkreten Cryoinserts aufzubauen. Ein potentieller alternativer Anbieter, welcher über die erforderliche Kombination an Kompetenzen verfügen sollte, müsste sich zunächst in die Entwicklungshistorie, die Ergebnisse der Prototypenfertigung und der Labor- und Maschinenexperimente sowie die daraus abgeleiteten konstruktiven Optimierungen einarbeiten. Er könnte somit nicht lediglich das vorhandene 3D-Modell übernehmen und fertigen. Ein wesentlicher Teil des erforderlichen Entwicklungs- und Erfahrungswissens ist nicht allein in den CAD-Daten enthalten, sondern wurde durch die bisherige Konstruktion, Fertigung, Erprobung und Marktanalyse aufgebaut, also das projektspezifische Erfahrungswissen.
Dies betrifft insbesondere auch die Messtechnik. Die bereits durchgeführte Marktanalyse zu geeigneten Tieftemperatursensoren und Messkomponenten müsste von einem neuen Anbieter nachvollzogen bzw. erneut

Angaben zum Verfahren

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt

Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

Entfällt

Angaben zur elektronischen Auktion

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie

Internationales Beschaffungsinstrument

Sonstiges / Weitere Angaben

Einlegung von Rechtsbehelfen

Die zuständige Nachprüfungsbehörde ist die

Vergabekammer des Bundes
Villemombler Straße 76
53123 Bonn
Tel.: 0228 9499-0
Fax: 0228 9499-163
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de
Internet: http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Kontaktdten/DE/Vergabekammern.html

Der Bewerber /Bieter wird aufgefordert, die Teile seines Angebots, die ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis beinhalten, deutlich zu kennzeichnen. Geschieht dies nicht, kann die Vergabekammer im Falle eines Nachprüfungsverfahrens gegebenenfalls von einer Zustimmung auf Einsicht in seine Unterlagen ausgehen (§165 Abs. 3 GWB). Die GSI ist als Vergabestelle bei der Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens dazu verpflichtet, die Vergabeakten der Vergabekammer sofort zur Verfügung zu stellen (§ 163 Abs. 2 Satz 3 GWB).
Bieter haben einen Anspruch auf Einhaltung der bieterschützenden Bestimmungen über das Vergabeverfahren gegenüber dem Auftraggeber (§ 97 Abs. 6 GWB). Sieht sich ein am Auftrag interessierter Bieter durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften in seinen Rechten verletzt, ist der Verstoß innerhalb von zehn Kalendertagen bei der GSI zu rügen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB).
Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Abgabe der Angebote gegenüber der GSI geltend gemacht werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 - 3 GWB).
Teilt die GSI dem Bieter mit, seiner Rüge nicht abhelfen zu wollen, so besteht die Möglichkeit, innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei der o.g. Vergabekammer zu stellen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).
Bieter, deren Angebote für den Zuschlag nicht berücksichtigt werden sollen, werden vor dem Zuschlag gemäß § 134 GWB darüber informiert. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertrage nach Absendung dieser Information durch die GSI geschlossen werden. Bei Übermittlung per Fax oder auf elektronischem Wege beträgt diese Frist zehn Kalendertage. Sie beginnt am Tag nach Absendung der Information durch die GSI. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Zuschlag möglich, auch wenn eine Frist nach § 160 Abs. 3 GWB noch nicht verstrichen sein sollte. Ein Nachprüfungsantrag müsste daher zur Verhinderung eines Zuschlags vor Ablauf der Frist nach § 134 GWB der GSI durch die Vergabekammer zugestellt worden sein.
Die Unwirksamkeit einer Beauftragung kann gemäß § 135 Abs. 1 und 2 GWB nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Information über den Vertragsabschluss, je-doch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Vergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Vergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

Informationen gemäß Art. 13 DSGVO zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen unserer Geschäftsbeziehung erhalten Sie unter:
www.gsi.de/datenschutzhinweise

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Anwendbarkeit der Verordnung zu drittstaatlichen Subventionen

Zusätzliche Informationen

Die Vergabeunterlagen werden elektronisch auf www.dtvp.de bereitgestellt und können dort nach einer kostenlosen Registrierung heruntergeladen werden.

Die Vergabestelle akzeptiert die Angebotsabgabe ausschließlich elektronisch in Textform.

Zu beachten ist, dass bei elektronischer Einreichung die Textform des § 126b BGB im Vergaberecht nur eingehalten ist, wenn die Angebote über die Vergabeplattform verschlüsselt übermittelt werden (vgl. die ANLAGE Information zur eVergabe und URL: http://www.dtvp.de/Center/).

Die Einreichung des Angebots per E-Mail genügt nicht.

Bei fehlerhaften / unvollständigen Angaben, welche bei der elektronischen Einreichung die Textform gem. § 126b BGB verletzen oder bei der Einreichung in Papierform die oben genannten Formvoraussetzungen, werden die Angebote ausgeschlossen, es sei denn, der Bieter hat dies nicht zu vertreten (§ 42 Abs. 1 Nr. 1 UVgO).
______________________________________
Wir weisen darauf hin, dass bei etwaigen parallelen Teilnahmeanträgen bzw. Angeboten von verbundenen Unternehmen auf die Einhaltung der Grundsätze des Geheimwettbewerbs zu achten ist; spätestens auf Nachfrage durch die Vergabestelle ist nachzuweisen, dass eine strikte Trennung in personeller, organisatorischer und struktureller Hinsicht bei der Erstellung der Teilnahmeantrags- und Angebotsunterlagen gewährleistet gewesen ist
(vgl. z.B. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13.04.2011 VII-Verg 4/11; VK Münster, Beschluss vom 22.04.2015 - VK 1-12/15).
______________________________________

Preis = 100 %

Ergebnis

Allgemeine Angaben

Gewinnerauswahl

Es wurde mindestens ein Gewinner ermittelt.
Angaben zu den Angeboten

Anzahl der eingegangenen Angebote / Teilnahmeanträge

1
1

Größe der Unternehmen

Herkunft der Unternehmen

0
0

Überprüfung der Angebote

0
0
Angaben zum Auftrag

Angaben zum Wert des Auftrags

75.700,00
EUR
75.700,00
EUR

Angaben zur Rahmenvereinbarung

EUR
EUR
Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie
Internationales Beschaffungsinstrument

Vertrag

Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben

1
ILK Dresden, 01309 Dresden
Bezuschlagte Wirtschaftsteilnehmer

Name und Anschrift des Hauptauftragnehmers

ILK Dresden
Amtsgericht Dresden HRB 6118
Mittleres Unternehmen
Bertolt-Brecht-Allee 20
01309
Dresden
Deutschland
DED21
Andreas.Kade@ilkdresden.de
0351-4081-630
+49 0351-4081-635
Nein
Deutschland
Vergabe von Unteraufträgen

Vergabe von Unteraufträgen

Nein
Angaben zum Auftrag

Informationen zum Vertragsabschluss

29.09.2026

Angaben zum Wert des Auftrags

75.700,00
EUR

Angaben zum Angebot

1 - 606022
---

Angaben zur Rahmenvereinbarung