Gegenstand der Vergabe sind Generalunternehmerleistungen zur Sanierung und Erweiterung der Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg auf Basis einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Die Gesamtbaumaßnahme soll bis August 2029 abgeschlossen sein.
Die Geschwister-Scholl-Realschule ist Teil des Schulzentrums Böddinghausen und befindet sich an der Albert-Schweizer-Straße 4 in 58840 Plettenberg, OT Böddinghausen. Die Schule besteht aus einem südlich gelegenen Gebäuderiegel (BA I) und einem Nördlichen (BA II), wobei beide Riegel durch einen Verbindungsgang und eine Mensa verbunden sind. Beabsichtigt ist die Generalsanierung des mittlerweile entkernten, nördlichen Gebäuderiegels und daran anschließend der Umbau des südlichen Gebäuderiegels. Außerdem ist der vorhandene Verbindungsgang abzubrechen und durch einen neuen barrierefreien Verbindungsgang nebst Aufzug und angrenzende Räumlichkeiten zu ersetzen. Die Baumaßnahme findet dabei im laufenden Schulbetrieb statt. Gegenstand des zu vergebenden Auftrags sind auf Basis einer auftraggeberseitig erstellten Entwurfs- und Genehmigungsplanung alle zur schlüsselfertigen Ausführung/ Errichtung weiter notwendigen Planungs- und Bauleistungen. Die Beauftragung der Generalunternehmerleistungen soll im März 2027 erfolgen. Vorgesehen sind eine weitestgehende Fertigstellung des nördlichen Gebäuderiegels in den Sommerferien 2028 sowie eine Gesamtfertigstellung einschließlich aller Arbeiten im Bestand bis August 2029.
Bewertet wird der Gesamtpauschalfestpreis für alle ausgeschriebenen Leistungen.
Bewertet wird ein mit dem Angebot vorzulegendes Bauablauf- und Baustellenlogistikkonzept.
Bewertet wird das im Auftragsfall vorgesehene Schlüsselpersonal (Projektleitung, Bauleitung).
Die Kommunikation im Verfahren erfolgt grundsätzlich über den für die Auftragsvergabe eingerichteten elektronischen Projektraum auf der Vergabeplattform DTVP.
Am Auftrag interessierte Unternehmen/ Bieter, welche sich in ihrem Recht auf Einhaltung der Vergabebestimmungen verletzt sehen, können bei der zuständigen Vergabekammer Westfalen eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens i.S.d. §§ 160 ff. GWB beantragen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Bewerber/Bieter einen von ihm erkannten/erkennbaren Vergabeverstoß nicht ordnungsgemäß gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (vgl. zur Rüge- und Antragsfrist im Einzelnen § 160 Abs. 3 GWB).
Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A). Bezüglich der Nachforderung von im Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 16a EU VOB/A.
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB
vgl. § 123 Abs. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB
Mit dem Angebot einzureichen sind Angaben zum Netto-Gesamtumsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen. Mindestanforderung: Im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde ein Gesamtumsatz netto von mindestens 15 Mio. EUR erzielt.
Mit dem Angebot einzureichen sind Angaben zu in den letzten Jahren fertiggestellten Bauleistungen vergleichbarer Art mit Benennung des Auftraggebers nebst Ansprechpartner, des Leistungszeitraums/des Fertigstellungstermins, der Baukosten sowie näherer Beschreibung. Mindestanforderung: Für den Zeitraum der letzten fünf Jahre (seit 10/2021) sind mindestens zwei Referenzen nachzuweisen, die jeweils sämtliche folgende Anforderungen erfüllena) Fertigstellung und Abnahme nach 01.10.2021, b) Referenz betrifft schlüsselfertige Errichtung/Umbau/Generalsanierung eines Hochbaus als Generalunternehmer, c) Referenz betrifft entweder Bildungseinrichtung mit Baukosten KG 300 + 400 nach DIN 276 in Höhe von mind. 5 Mio. EUR netto oder Bürogebäude, Kindergarten, Labor-gebäudes, Krankenhaus oder sonstiges öffentlich genutztes Gebäude mit Baukosten KG 300 + 400 nach DIN 276 in Höhe von mind. 3 Mio. EUR netto. Weiter müssen die mindestens zwei Referenzen, welche jeweils sämtliche vorstehende Kriterien erfüllen, folgende Mindestanforderungen zumindest kumulativ erfüllen: d) Mindestens 1 Referenz muss die Errichtung einer Bildungseinrichtung zum Gegenstand haben. e) Mindestens 1 Referenz muss die Sanierung einer Bildungseinrichtung, eines Bürogebäudes, Kindergarten, Laborgebäudes, Krankenhaus oder eines sonstigen öffentlich genutzten Gebäudes zum Gegenstand haben.
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Besondere Bedingungen folgen aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW sowie aus Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2878