Die InfraStruktur Neuss AöR betreibt seit 1986 das Regenüberlaufbecken "RÜB Raiffeisenstraße" zwischen den Ortslagen Neuss-Rosellerheide und Neuss-Allerheiligen. Zur Begrenzung der Einleitungsfrachten in den Norfbach soll ein dem RÜB nachgelagertes Retentionsbodenfilterbecken (RBF) gebaut werden. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die maschinen- und elektrotechnische Ausrüstung der Peripherie eines Retentionsbodenfilters.
Auftragsgegenstand ist die Lieferung und Montage einer funktionsfähigen Anlagentechnik (insbes. Mittelspannungskompaktstation, Trafo, Schmutzwasserpumpen, Rohrleitungen und Armaturen, EMSR-Ausrüstung) einschließlich Inbetriebnahme und Übergabe an den Auftraggeber. Mit der Ausführung des Auftrags (Werk-/Montageplanung) ist unmittelbar nach Auftragserteilung zu beginnen. Die Bauleistungen sollen bis zum 26.11.2027 abgeschlossen sein.
Einziges Zuschlagskriterium ist der Angebotspreis.
Die Kommunikation im Verfahren erfolgt grundsätzlich über den für die Auftragsvergabe eingerichteten elektronischen Projektraum auf der Vergabeplattform DTVP.
Am Auftrag interessierte Unternehmen/ Bieter, welche sich in ihrem Recht auf Einhaltung der Vergabebestimmungen verletzt sehen, können bei der zuständigen Vergabekammer Westfalen eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens i.S.d. §§ 160 ff. GWB beantragen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Bewerber/Bieter einen von ihm erkannten/erkennbaren Vergabeverstoß nicht ordnungsgemäß gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (vgl. zur Rüge- und Antragsfrist im Einzelnen § 160 Abs. 3 GWB).
1) Der AG weist darauf hin, dass allein der Inhalt der vorliegenden europaweiten Veröffentlichung im Supplement zum Amtsblatt der EU maßgeblich ist, wenn die Bekanntmachung zusätzlich in weiteren Bekanntmachungsmedien veröffentlicht wird und der Bekanntmachungstext in diesen zusätzlichen Bekanntmachungen nicht vollständig, unrichtig, verändert oder mit weiteren Angaben wiedergegeben wird. 2) Die Vergabeunterlagen werden ausschließlich elektronisch auf dem Vergabeportal DTVP zur Verfügung gestellt. Die Beantwortung von Fragen zum Verfahren sowie sämtliche Kommunikation zwischen den Beteiligten und der Vergabestelle erfolgt ausschließlich über dieses Vergabeportal bzw. den dort eingerichteten elektronischen Projektraum. Beteiligte sind daher im eigenen Interesse gehalten, die dort für diese eingerichteten Postfächer regelmäßig auf neue Informationen der Vergabestelle zu kontrollieren. 3) Der AG hat für die Einreichung der Angebote Vordrucke erstellt. Diese sind für die Einreichung zu verwenden. Die Vordrucke sowie die weiteren Unterlagen zum Verfahren können über das o. g. Vergabeportal abgerufen werden. 4) Angebote können nur elektronisch über das Bietertool im Projektraum eingereicht werden. Eine Angebotsabgabe über die Kommunikationsfunktion des Projektraums ist nicht ausreichend. Auch eine Angebotsabgabe per E-Mail ist nicht ausreichend.
Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A). Bezüglich der Nachforderung von im Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 16a EU VOB/A.
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB
§ 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB
vgl. § 123 Abs. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB
§ 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB
Mit dem Angebot vorzulegen sind Angaben über die Ausführung von Leistungen in den letzten fünf Kalenderjahren, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (vgl. § 6a EU Nr. 3 Buchst. a) VOB/A). Mindestanforderung: Es sind für den Zeitraum der letzten drei Kalenderjahre (ab 01/2023) mindestens zwei Aufträge über selbst/ im eigenen Betrieb oder mit Nachunternehmern erbrachte (abgeschlossene) Leistungen mit einem Netto-Auftragswert von jeweils mindestens 750.000,00 EUR nachzuweisen, die kumulativ (in der Summe) sämtliche folgende Kriterien erfüllen:1) EMSR-Technik: a) Umbau einer Schaltanlage im laufenden Betrieb im abwassertechnischen Bereich oder der Produktion eines Industrieunternehmens, b) Stromlaufplanerstellung mit Eplan P8 V3.2, c) Errichtung einer Trafokompaktstation; 2) Maschinentechnik: a) Errichten einer Drosselstrecke mit MID und Drosselschieber, b) Errichten einer Pumpstation mit trocken aufgestellten Pumpen für eine Fördermenge von jeweils mindestens 100 l/s.
Mit dem Angebot vorzulegen ist eine Erklärung über den Umsatz des Unternehmens bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Aufträgen (vgl. § 6a EU Nr. 2 Buchst. c) VOB/A).
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Besondere Bedingungen folgen aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW sowie aus Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2878.