Der Access e.V. ist ein gemeinnütziges, unabhängiges Forschungsinstitut mit Sitz in Aachen. Gegründet 1986 als Spin-off der RWTH Aachen, ist Access heute ein anerkanntes Zentrum für Materialforschung sowie für die Entwicklung, Bewertung und Qualifizierung metallurgischer Werkstoffe, Prozesse und anwendungsnaher Fertigungstechnologien.
Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Beschaffung von FuE-Infrastruktur zur Erweiterung und Stärkung einer Feingussentwicklungskette. Die Ausschreibung umfasst einen Dampfautoklaven zur Entfernung von Wachsmodellen aus keramischen Formschalen sowie einen Hochleistungs-3D-Drucker für Keramiken zur additiven Herstellung feingussrelevanter keramischer Strukturen. Die Beschaffung erfolgt in zwei Losen.
Die ausgeschriebenen Anlagen unterstützen zentrale Prozessschritte bei der Entwicklung und Herstellung keramischer Formen und Kerne für den Feinguss. Der Dampfautoklav dient dem kontrollierten Ausschmelzen der Wachsmodelle aus keramischen Formschalen unter Einsatz von Dampf, Druck und Temperatur. Der Hochleistungs-3D-Drucker ermöglicht die Herstellung präziser keramischer Kerne, Formelemente und Proben mit komplexen Geometrien und unterstützt die Entwicklung innovativer Bauteil- und Prozesskonzepte.
Die Anlagen werden in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung eingesetzt und bilden eine zentrale Grundlage für die Weiterentwicklung feingussrelevanter Werkstoff- und Prozessrouten. Sie dienen der Entwicklung und Qualifizierung additiver keramischer Fertigungsverfahren sowie der Untersuchung und Optimierung des Entwachsungsprozesses und seiner Auswirkungen auf die Qualität und Integrität keramischer Formschalen. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung leistungsfähiger Feingussverfahren für industrielle Anwendungen, insbesondere in technisch anspruchsvollen und qualitätskritischen Einsatzfeldern.
Die Vergabe erfolgt losweise, um eine technisch und fachlich angemessene Vergabe der jeweils spezialisierten Systeme zu ermöglichen. Die Finanzierung erfolgt anteilig aus öffentlichen Zuwendungen, sodass die Vergabe unter Beachtung der Grundsätze von Transparenz und Gleichbehandlung durchgeführt wird. Der Access e.V. ist der Auffassung, kein öffentlicher Auftraggeber im Sinne von § 99 Abs. 1 GWB zu sein. Die Durchführung des Offenen Verfahrens erfolgt freiwillig und ist nicht mit der Anerkennung der Zulässigkeit eines vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahrens verbunden.