Der Bieter hat darzustellen, welche organisatorischen, technischen und logistischen Maßnahmen und Lösungsansätze er zur Durchführung der Erschließungsarbeiten unter Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs der betroffenen Einrichtungen sowie unter Berücksichtigung der Interessen der beteiligten Grundstückseigentümer (insbesondere WBI und Zoar) vorsieht.
Die Darstellung soll insbesondere Aussagen enthalten zu:
- der vorgesehenen Organisation und Steuerung der Bauabläufe im laufenden Betrieb,
- der Sicherstellung der Erreichbarkeit und Nutzbarkeit der betroffenen Grundstücke und Einrichtungen,
- der Baustellenlogistik und Verkehrsführung,
- der Koordination mit den beteiligten Grundstückseigentümern, Nutzern und sonstigen Stakeholdern,
- den vorgesehenen Kommunikations- und Informationsmaßnahmen,
- den Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung von Beeinträchtigungen für Nutzer und Anlieger,
- den Maßnahmen zur Reduzierung von Lärm-, Staub-, Erschütterungs- und sonstigen Emissionsbelastungen,
- dem Umgang mit Störungen und unvorhergesehenen Ereignissen.
Bewertet werden die Projektspezifität, Nachvollziehbarkeit, Plausibilität und Eignung der dargestellten Lösungsansätze und Maßnahmen zur Sicherstellung eines reibungslosen Bauablaufs und zur Minimierung von Beeinträchtigungen während der Bauausführung.
Die Bewertung wird wie folgt vorgenommen:
- 0-3 Punkte: Das Angebot enthält lediglich allgemeine oder überwiegend pauschale Ausführungen. Die projektspezifischen Herausforderungen des Bauens im laufenden Betrieb werden nur eingeschränkt berücksichtigt. Die dargestellten Lösungsansätze und Maßnahmen erscheinen nur eingeschränkt geeignet, einen geordneten Bauablauf, eine wirksame Koordination der Beteiligten sowie die Minimierung von Beeinträchtigungen und Emissionen sicherzustellen.
- 4-6 Punkte: Das Angebot enthält nachvollziehbare und überwiegend projektspezifische Lösungsansätze und Maßnahmen. Die wesentlichen Herausforderungen des Projekts werden erkannt und durch geeignete Maßnahmen adressiert. Die dargestellten Ansätze lassen einen weitgehend störungsarmen Bauablauf erwarten und sehen geeignete Maßnahmen zur Verringerung von Beeinträchtigungen und Emissionen vor. Hinsichtlich Detaillierungsgrad, Risikovorsorge oder Praxistauglichkeit verbleiben jedoch Optimierungsmöglichkeiten.
- 7-10 Punkte: Das Angebot enthält besonders schlüssige, detaillierte und projektspezifische Lösungsansätze und Maßnahmen. Die projektspezifischen Herausforderungen und Risiken werden umfassend erkannt und adressiert. Die dargestellten Maßnahmen lassen einen besonders reibungslosen Bauablauf, eine effektive Koordination aller Beteiligten sowie eine besonders wirksame Reduzierung von Lärm-, Staub-, Erschütterungs- und sonstigen Belastungen erwarten. Die Vorgehensweise geht hinsichtlich Organisation, Baustellenlogistik, Kommunikation oder Emissionsminderung erkennbar über übliche Standardansätze hinaus und bietet einen besonderen Mehrwert für die Auftraggeberin.