Gegenstand der Ausschreibung ist die Erbringung übergeordneter vermessungstechnischer Leistungen für das Bauvorhaben:Neubau der Kläranlage Untere AhrDie Leistungen umfassen insbesondere die vermessungstechnische Beratung, die Ein-richtung und Unterhaltung eines einheitlichen Lage- und Höhenbezugssystems, das vermessungstechnische Qualitätsmanagement, baubegleitende Kontroll- und Überwachungsmessungen, Deformations- und Setzungsmessungen, die baubegleitende Erfassung wesentlicher Bestandsdaten sowie die abschließende Bestandsvermessung als Grundlage für Dokumentation, Abnahme, Betreiberunterlagen und die Übergabe an die CAD-/GIS-/BIM-verantwortlichen Projektbeteiligten.Die Leistungen sind als unabhängige Bauherrenvermessung zu verstehen. Sie dienen nicht der operativen Bauabsteckung für die ausführenden Unternehmen, sondern der Kontrolle, Qualitätssicherung, Dokumentation und Koordination der vermessungs-technischen Belange des Auftraggebers.Ziel der zu vergebenden Leistung ist die Sicherstellung eines einheitlichen, widerspruchsfreien und prüfbaren vermessungstechnischen Raumbezugs über alle Planungs-, Bau- und Dokumentationsprozesse hinweg.Der Auftragnehmer hat insbesondere sicherzustellen, dass:- ein verbindliches Lage-, Höhen-, Bezugs- und Benennungssystem für alle Projektbeteiligten vorliegt,- ein dauerhaft nutzbares und ausreichend genaues Festpunktfeld eingerichtet und überwacht wird,- die Vermessungsleistungen der ausführenden Unternehmen plausibilisiert und stichprobenartig kontrolliert werden,- kritische Bauwerke und Bauteile vermessungstechnisch überwacht werden,- Setzungen, Verschiebungen und Deformationen frühzeitig erkannt und dokumentiert werden,- verdeckt liegende oder später nicht mehr zugängliche Anlagen baubegleitend erfasst werden,- die Schlussvermessung als belastbare Grundlage für Bestandspläne, Bestands-dokumentation und ggf. BIM-Modellaktualisierung bereitgestellt wird.
Angefragter Leistungsumfang
1.1 Projektvorbereitung und vermessungstechnische Beratung- Sichtung der vom Auftraggeber bereitgestellten Unterlagen, insbesondere:- Prüfung der vorhandenen Vermessungsgrundlagen auf:Erarbeitung eines Vermessungskonzeptes mit mindestens folgenden Inhalten:- Teilnahme an einer Auftaktbesprechung mit Auftraggeber, Projektsteuerung, Objektplanung, Bauüberwachung und ggf. BIM-Management.- Beratung des Auftraggebers zu erforderlichen besonderen Vermessungsleistungen1.2 Festlegung des Lage-, Höhen- und Bezugssystems1.3 Einrichtung, Prüfung und Unterhaltung des Festpunktfeldes1.4 Vermessungstechnische Koordination und Schnittstellenmanagement1.5 Anforderungen an Kapazität und Reaktionszeit1.6 Prüfung von Absteckungs- und Vermessungsunterlagen1.7 Baubegleitende Kontrollvermessung1.8 Deformations-, Setzungs- und Bewegungsmessungen1.9 Beweissicherungsmessungen1.10 Baubegleitende Bestandserfassung1.11 Schlussvermessung / abschließende Bestandsvermessung1.12 BIM-Schnittstelle1.13 Dokumentation und Berichtswesen
Es wird auf die Leistungsbeschreibung verwiesen.
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem 2,0-fachen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Reaktionszeiten auf unvorhergesehene Termine" erhält ein Angebot0-3 Punkte, das nicht hinreichend sicher erwarten lässt, dass ein qualifizierter Ingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann.4-6 Punkte erhält ein Konzept, bei dem sicher zu erwarten ist, dass ein qualifizierter Ingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann.7-10 Punkte erhält ein Konzept, bei dem darüber hinaus sicher zu erwarten ist, dass die Einsatzbereitschaft auch bei mehreren zeitgleichen oder kurzfristigen Messbedarfen hergestellt werden kann, weil eine durchgehende Erreichbarkeit, eine Vertretungsregelung und eine entsprechende personelle und gerätetechnische Vorhaltung nachgewiesen werden.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Berufliche Erfahrung und Qualifikation des Projektteams" erhält ein Angebot- 0-3 Punkte, bei dem ein beruflich unerfahrenes oder weitgehend unerfahrenes Projektteam vorgeschlagen wird.- 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem ein Projektteam vorgeschlagen wird, das überwiegend aus berufserfahrenen Mitgliedern der relevanten Berufsgruppen besteht.- 7-10 Punkte erhält ein Angebot, mit dem ein Projektteam vorgeschlagen wird, dessen Vertreter ebenfalls Erfahrungen aus dem Leistungskatalog nachweisen können und darüber hinaus Erfahrungen mit Vermessungsleistungen, bezogen auf Großprojekte oder abwassertechnische Anlagen, nachweisen.
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot- 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten.- 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte erhält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt.- 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
In der ersten Phase - Teilnahmewettbewerb - wird die Eignung der Bieter geprüft. 3-5 der am besten geeigneten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Angebote sollen in einer oder mehreren Runden verhandelt werden. Der Zuschlag auf das Erstangebot bleibt vorbehalten.
Von Bewerbern/Bietern erkannte Verstöße der vergebenden Stelle gegen das geltende Vergaberecht hat der Bieter gegenüber dem Auftraggeber innerhalb von 10 Kalendertagen zu rügen. Erklärt der Auftraggeber, dass er der Rüge nicht abhelfen will, hat der Bieter binnen einer Frist von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung bei folgender Stelle schriftlich einen Nachprüfungsantrag zu stellen:Vergabekammer Rheinland-Pfalz Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und KlimaStiftsstraße 955116 MainzDeutschlandE-Mail: vergabekammer.rlp@mwvlw.rlp.deTel.: +49 6131 / 165240Fax: +49 6131 / 162113
1. Die Teilnahmeanträge sind mit den geforderten Erklärungen und Nachweisen innerhalb der Teilnahmefrist elektronisch - nur über das Bietertool der Vergabeplattform einzureichen. Hierzu kann das veröffentlichte vorbereitete Teilnahmeformular genutzt werden. Hinsichtlich der Eigenerklärungen kann der Nachweis vorläufig durch eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung geführt werden. Maßgeblich bleibt jedoch der Inhalt der Bekanntmachung.2. Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die Vergabeplattform geführt. Das bieterindividuelle Postfach auf der Vergabeplattform fungiert als "elektronischer Briefkasten" der Bieter und ist für den Zugang von Erklärungen, Nachforderungen pp. im Vergabeverfahren maßgeblich und verbindlich.3. Der Versand der Einladungen zum Verhandlungsgespräch, der Informationsschreiben gemäß § 134 GWB und sonstiger Schriftverkehr, wie z.B. Nachforderungen, erfolgt ebenso über das Bieterpostfach der Vergabeplattform. 4. Eine Ausnahme von der Nutzung der Vergabeplattform besteht für das Zuschlagsschreiben. Dieses kann vom Auftraggeber direkt an die vom Bieter angegebene E-Mail-Adresse versandt werden.5. Im Falle der Bewerbung einer Arbeits-/Bietergemeinschaft erfolgt die Korrespondenz ausschließlich über den bevollmächtigten Partner der Arbeits-/Bietergemeinschaft.6. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.
Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist.
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist.
Erfahrung des Bewerbers mit Vermessungsleistungen anhand der angegebenen Referenzen, die die Mindestanforderungen an die Referenzen erfüllen.
Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen. Bei gleichqualifizierten Bewerbern entscheidet hinsichtlich der Teilnehmerauswahl das Los.
Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen in Jahren (Projektleitung und stellvertretende Projektleitung).
Bei gleichqualifizierten Bewerbern entscheidet hinsichtlich der Teilnehmerauswahl das Los.
Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Projektleiters und stellv. Projektleiters anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen erfüllen.
1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.
Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekt, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB).
Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers:Der Bewerber muss seine besondere Erfahrung mit der Erbringung von Vermessungsleistungen wie folgt nachweisen:- zwei Referenzen über vergleichbare Ingenieurleistungen aus dem Bereich der Vermessung, bezogen auf Großprojekte und/oder abwassertechnische Anlagen; - die Fertigstellung der Leistung muss nach dem 01.01.2020 und vor der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung erfolgt sein.
Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind.
Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen.
Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Excel-Datei "Teilnahmeantrag" genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Den Teilnahmeantrag bitten wir im Excel-Format einzureichen, sonstige Unterlagen in PDF.
Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB).+Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Büro muss eine angemessene Anzahl an Mitarbeitenden nachweisen. Das Projektteam muss mit mindestens drei Personen besetzt sein, die eine Qualifikation als Ingenieur nachweisen. Über das Projektteam hinaus sind Vertretungsregelungen darzustellen.
Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung.
Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
Erklärung über den Umsatz für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
1. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist.2. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (SanktionenVO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft.
Mindestanforderung:Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 1,5 Mio. EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 1,5 Mio. EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung über die Haftpflichtversicherung oder durch eine Erklärung der Versicherung nachzuweisen, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung stehen wird. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.
Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen.
Die Auftragsausführung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten:
Zugelassen ist, wer berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen oder nach den EU-Richtlinien berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Ingenieur tätig zu werden. Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen entsprechenden Architekten oder Ingenieur benennen.