Verfahrensangaben

Bauvorhaben: Sanierung und Erneuerung Hauptsammler Ost

VO: VOB Vergabeart: Offenes Verfahren Status: Veröffentlicht

Fristen

Fristen
03.11.2026
13.11.2026 10:00 Uhr

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden
DE113823704
Theodor-Heuss-Ring 51
65187
Wiesbaden
Deutschland
DE714
Einkauf / Materialwirtschaft
jochen.laukert@eswe.com
+49 611780-3841

Angaben zum Auftraggeber

Kommunalbehörden
Umweltschutz

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister

Adresse

ESWE Versorgungs AG
DE113822541
Konradinerallee 25
65189
Wiesbaden
Deutschland
DE714
Einkauf / Materialwirtschaft
jochen.laukert@eswe.com
+49 611780-3841
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
06151 12-6603
Luisenplatz 2
64283
Darmstadt
Deutschland
DE711
Fristenbriefkasten Luisenplatz 2
vergabekammer@rpda.hessen.de
+49 6151126603
+49 6151125816

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
06151 12-6603
Luisenplatz 2
64283
Darmstadt
Deutschland
DE711
Fristenbriefkasten Luisenplatz 2
vergabekammer@rpda.hessen.de
+49 6151126603
+49 6151125816

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Bauleistung

CPV-Codes

45247110-4
45232400-6
45262212-0
45262300-4
45262310-7
45234116-2
45232411-6
44160000-9
45232411-6
45221247-5
45221230-3
45232410-9
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Die ELW betreiben als abwasserbeseitigungspflichtiger Eigenbetrieb ein Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von über 800 km. Der Bestand der Abwasseranlagen zur Abwasserableitung verfügt in Teilbereichen über ein Alter von über 100 Jahren. Als kritische Infrastruktur zur Sicherstellung der gebotenen Betriebssicherheit unter allen Bedingungen und zu jeder Zeit müssen deshalb durchgängig gleiche Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden. Dies erfordert die Anwendung der allgemeinen anerkannten Regeln der Technik als Mindeststandards und darüber hinaus die betrieblichen Standards der ELW. Die beiden Hauptsammler zum Hauptklärwerk (Hauptsammler West und Ost) verlaufen größtenteils auf dem Gelände der Deutschen Bahn AG und über weite Strecken unter der Gleisanlage des Hauptbahnhofs der Landeshauptstadt Wiesbaden. Das Schienensystem, unter dem der Hauptsammler Ost verläuft, stellt einen besonders relevanten Bereich der kritischen Infrastruktur des Rhein-Main-Gebiets dar. Die besondere Lage des über 100 Jahre alten Hauptsammlers Ost (unter der Gleisanlage eines Kopfbahnhofs längs und querend verlaufend) stellt somit für die Abwasserbeseitigungspflichtige unter betrieblichen Aspekten eine besondere, über die üblichen Maße hinausgehende Relevanz dar. Dies auch, da keine Redundanz zur Ableitung von Abwasser aus der östlichen Kernstadt zum Hauptklärwerk besteht. Um zukünftig den beim Betrieb des Hauptsammlers Ost anfallenden Aufwand sicher und wirtschaftlich gestalten zu können, wird eine Sanierung erforderlich, die eine Lebenserwartung über die üblichen Refinanzierungszeiträume der LAWA (Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Wasser) hinaus ermöglicht.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Der Hauptsammler Ost wird beginnend am Regenüberlaufbecken RÜ27 auf einer Strecke von 1067 m im grabenlosen Verfahren mit GFK-Rohren instandgesetzt. Die Schächte in diesem Bereich werden erneuert. Die alten Schächte für den Salzbach und den Hauptsammler werden bis auf den Einstieg zum Salzbach verdämmt. Einige Schächte werden, um Platz für neue Schächte zu schaffen, zurückgebaut. Anstelle der schleifenden Gleisquerung, die am Ende der Maßnahme verdämmt wird, soll eine neue Gleisquerung rechtwinklig zu den Gleisen von ca. 127 m Länge im Vortrieb DN 1600 hergestellt werden. Von der neuen Querung am Schacht 44927 aus wird die Trasse über einen Kurvenvortrieb 352 m parallel zu den Gleisen bis zum Schacht 42225 geführt und dort an den Bestand DN 1500 angeschlossen. Entlang der neu geplanten Trasse wird eine Kilometrierung beginnend am Schacht 42225 gelegt. Alle Stationsangaben beziehen sich auf diese Planungskilometrierung.

Die Maßnahme umfasst:
- insgesamt 13 neue Schächte in Hochleistungsbeton
- 2 Kanalvortriebe STB DN 1600, 127 m und 352 m Microtunneling mit Spülförderung und Druckluftpolster
- 1067 m GFK-Sanierung des Hauptsammlers
- GFK-Sanierung der nördlichen (159 m) und südlichen
Gleisquerung (158 m)

Zur Durchführung der Maßnahme sind Gleise abzubauen und teilweise wieder zu verlegen, Baustraßen zu errichten, die teilweise zu Betriebsstraßen umgebaut werden, Gebäude abzureißen und Gebäudeteile während der Bauzeit zu demontieren. Da die Baugruben nahe an den Gleisen errichtet werden müssen und da Grundwasser ansteht, ist ein Verbau aus überschnitten Bohrpfähle vorgesehen. Detaillierte Angaben zur Baumaßnahme können aus dem Erläuterungsbericht entnommen werden. Für Beschaffung von Strom und Wasser sind, besonders im Bereich der Startgrube, weite Strecken zu überbrücken. Teilweise gibt es alte Wasserleitung der Deutsche Bahn AG die genutzt werden können. Eine davon befindet sich in der Nähe des für die Bauleitung vorgesehen Platz. Die Bauausführung erfolgt unter laufendem Bahnbetrieb und in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG. Arbeiten im gleisnahen Bereich sind überwiegend innerhalb vorgegebener Sperrpausen sowie teilweise in Nacht- und Wochenendarbeit auszuführen. Zudem sind umfangreiche Anforderungen an Wasserhaltung, Lärm- und Umweltschutz sowie an den Umgang mit belasteten Böden zu berücksichtigen.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie dem Leistungsverzeichnis.

Umfang der Auftragsvergabe

EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Beginn / Ende
22.01.2027
05.06.2029
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Wiesbaden
Deutschland
DE714

Bahngelände südlich Hauptbahnhof und Speditionsgelände westlich der Bahngleise. Gelände nördlich Theodor-Heuss-Ring.

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über prozentual gewichtete Kriterien

Zuschlagskriterium

Preis
Preis

Siehe Anlage "Zuschlagskriterien"

Gewichtung
50,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Unterkriterium 1

Bauablauf-, Bauzeiten- und Logistikkonzept auf Basis des vorliegenden vom Auftraggeber erstellten Bauzeitenplans, einschließlich Havariekonzepte und Sicherheitskonzepte für verschiedene auftretende Betriebszustände.

Siehe Anlage "Zuschlagskriterien"

Gewichtung
20,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Unterkriterium 2

Konzept für die Ausführung der Vortriebsarbeiten unter sensibler Bahninfrastruktur bei laufendem Bahnbetrieb.

Siehe Anlage "Zuschlagskriterien"

Gewichtung
15,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Unterkriterium 3

Projektleitung und Stellvertretung, Vortriebsmaschinist Nr. 1 und Nr. 2, Belege zur Qualifikation (z.B. akademischer Grad) sowie kontinuierliche Fortbildung, jeweils personenbezogene Berufserfahrung bei der Abwicklung von vergleichbaren Projekten, Rolle im Projekt, Kunden, Projektnamen, Projektlaufzeit, Projektbeschreibung mit relevanten Projektmerkmalen.

Siehe Anlage "Zuschlagskriterien"

Gewichtung
15,00
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu KMU

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Offenes Verfahren

Angaben zum Verfahren

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt

Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

Entfällt

Angaben zur elektronischen Auktion

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Erforderlich
Auftragsunterlagen

Sprache der Auftragsunterlagen

Deutsch
Sonstiges / Weitere Angaben

Kommunikationskanal


https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4DMUMVW1

Einlegung von Rechtsbehelfen

Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen.
Nach Ablauf der Frist ist der Antrag unzulässig (§ 160 GWB).

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Anwendbarkeit der Verordnung zu drittstaatlichen Subventionen

Zusätzliche Informationen

Angebote

Anforderungen an Angebote / Teilnahmeanträge

Übermittlung der Angebote / Teilnahmeanträge

Anforderungen an die Form bei elektronischer Übermittlung

Sprache(n), in der (denen) Angebote / Teilnahmeanträge eingereicht werden können

Deutsch

Nebenangebote

Nicht zulässig

Elektronische Kataloge

Nicht zulässig

Mehrere Angebote pro Bieter

Nicht zulässig
Verwaltungsangaben

Bindefrist

3
Monate

Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Wiesbaden

Die Öffnung der Angebote ist nicht öffentlich und erfolgt von der Einkaufsabteilung im Beisein der zuständigen Revision.

Nachforderung

Eine Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist nicht ausgeschlossen.

Die Nachforderung von Unterlagen erfolgt nach Maßgabe des § 16a EU VOB/A. Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, Erklärungen und Nachweise können nachgefordert werden. Die Entscheidung über die Nachforderung liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Auftraggebers. Ein Anspruch der Bieter auf Nachforderung besteht nicht.

Bedingungen

Ausschlussgründe

Ort der Angabe der Ausschlussgründe

Teilnahmebedingungen

Eignungskriterien / Ausschreibungsbedingungen

Ort der Angabe der Eignungskriterien

Eignungskriterium

Referenzen zu bestimmten Arbeiten

Siehe Anlage "Eigenerklärungen zur Eignung" für die kompletten Anforderungen zu technischer und beruflicher Leistungsfähigkeit.

Eignungskriterium

Allgemeiner Jahresumsatz

Siehe Anlage "Eigenerklärungen zur Eignung" für die kompletten Anforderungen zu wirtschaftlicher und finanzieller Leistungsfähigkeit.

Eignungskriterium

Eintragung in das Handelsregister

Siehe Anlage "Eigenerklärungen zur Eignung" für die kompletten Anforderungen zu sonstiger Eignung oder Eignung zur Berufsausübung.

Finanzierung

-Vertragserfüllungsbürgschaft (5% der Auftragssumme inkl. Umsatzsteuer)
-Mängelansprüchebürgschaft (3% der Bruttoabrechnungssumme)

Sicherheiten sind nur bei Auftragssummen über 250.000 EUR netto zu leisten.

Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung (oder einer entsprechenden Versicherungsbestätigung für den Auftragsfall) mit einer Deckungssumme von mindestens 10,0 Mio. EUR für Personenschäden sowie 10,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden je Schadensereignis.
Die Versicherung hat die Risiken des ausgeschriebenen Projekts abzudecken.

Einzelheiten ergeben sich aus den Vergabeunterlagen.

Rechtsform des Bieters

Bedingungen für den Auftrag

Bedingungen für den Auftrag

Die Ausführung der Leistungen im Bereich der Eisenbahninfrastruktur steht unter dem Vorbehalt der Erteilung der erforderlichen betrieblichen und behördlichen Genehmigungen, insbesondere der Zustimmung der Deutschen Bahn AG.
Der Auftragnehmer hat keinen Anspruch auf Beginn der Ausführung vor Vorliegen dieser Voraussetzungen.
Soweit sich hieraus Verschiebungen der Ausführungsfristen ergeben, gelten die Regelungen des § 6 VOB/B. Vergütungsansprüche entstehen nur für tatsächlich erbrachte und vom Auftraggeber angeordnete oder freigegebene Leistungen.

Vorbereitende Leistungen des Auftragnehmers (insbesondere Arbeitsvorbereitung, Disposition von Personal und Geräten, Baustelleneinrichtung und Materialbestellungen) erfolgen auf eigenes Risiko und begründen keinen Anspruch auf Vergütung oder Entschädigung.

Angaben zu geschützten Beschäftigungsverhältnissen

Nein

Angaben zur reservierten Teilnahme

Angaben zur beruflichen Qualifikation

---

Angaben zur Sicherheitsüberprüfung