Die DRK Kliniken Berlin führen ihre Standorte Mitte und Westend im Zuge der Krankenhausreform 2025 und der zunehmenden Ambulantisierung zusammen. Der Standort Mitte wird geschlossen; die vollstationäre Versorgung bleibt dort bis mindestens 2028 sichergestellt. Der Standort Westend entwickelt sich zum Maximalversorger der Versorgungsstufe Level 3 mit umfassender Notfallversorgung. Hierfür werden am Standort Westend bauvorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Gegenstand dieses Verfahrens ist das Teilprojekt (TP) 5 "Erneuerung der Gebäudeleittechnik sowie Zentralisierung und Modernisierung der IT-Landschaft". Der Kostenrahmen beträgt 17.309.000 EUR brutto (KGR 200-700). Das Teilprojekt ist Bestandteil der Förderung aus dem Krankenhausstrukturfonds, der insgesamt 7 Teilprojekte mit 18 Einzelmaßnahmen umfasst.
Gegenstand der Vergabe ist die Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI, Leistungsphasen 2 bis 8, einschließlich der Erstellung der Haushaltsunterlagen gemäß AV § 24 LHO Berlin. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Vergütung erfolgt als Pauschalhonorar. Es handelt sich um eine komplexe Baumaßnahme im Bestand bei laufendem Krankenhausbetrieb, die unter Einhaltung einer engen Zeitschiene umzusetzen ist.
Grundlage der Bewertung ist das mit dem Angebot einzureichende Gesamthonorar (netto). Es umfasst das Pauschalhonorar einschließlich Zu-/ und Abschlag sowie die Zeithonorare und die Nebenkosten.Das Angebot mit dem nach rechnerischer Prüfung niedrigsten Gesamthonorar erhält 5 Punkte. Angebote, deren Gesamthonorar dem Zweifachen des niedrigsten Gesamthonorars entspricht oder darüber liegt, erhalten 0 Punkte. Die Punkte der dazwischenliegenden Angebote werden durch lineare Interpolation mit bis zu drei Nachkommastellen nach folgender Formel ermittelt:(2 × günstigstes Angebot ? Angebot) × 5 / günstigstes AngebotZur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots wird das gewichtete Preisergebnis ins Verhältnis zur Leistung gesetzt.
Die Berufserfahrung der Projektleitung in Jahren wird mit bis zum 5 Punkten bewertet. Details sind dem Dokument "Matrix der Zuschlagskriterien" der Vergabeunterlagen zu entnehmen. Dieses Dokument ist von den Bietern ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen.
Es werden max. 2 persönliche Referenzen der Projektleitung mit je einer erreichbaren Punktzahl von 50 Punkten und je einer Gewichtung von 10 % gewertet. Insgesamt erreichbar sind 100 Punkte. Details sind dem Dokument "Matrix der Zuschlagskriterien" der Vergabeunterlagen zu entnehmen. Dieses Dokument ist von den Bietern ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen.
Es werden max. 2 persönliche Referenzen der Projektleitung mit je einer erreichbaren Punktzahl von 37,5 Punkten und je einer Gewichtung von 7,5 % gewertet. Insgesamt erreichbar sind 75 Punkte. Details sind dem Dokument "Matrix der Zuschlagskriterien" der Vergabeunterlagen zu entnehmen. Dieses Dokument ist von den Bietern ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen.
Der Auftraggeber beauftragt mit Vertragsschluss zunächst einzelne Leistungsphasen; die übrigen Leistungsphasen stehen unter der aufschiebenden Bedingung eines gesonderten Abrufs durch den Auftraggeber in Textform. Der Auftraggeber behält sich zudem vor, die Beauftragung auf Teilleistungen einzelner Leistungsphasen oder auf einzelne Abschnitte der Baumaßnahme zu beschränken. Ein Rechtsanspruch auf Abruf der optionalen Leistungen sowie auf eine hieraus resultierende Vergütungsanpassung besteht nicht.
Die Angebotsfrist wird gemäß § 15 Abs. 3 VgV verkürzt. Die verfahrensgegenständliche Planungsleistung ist Bestandteil der Zusammenführung der Klinikstandorte Mitte und Westend infolge der beschlossenen Schließung eines Standorts. Die Umsetzung der Standortschließung im Jahr 2028 sowie der hierfür erforderliche Umbau des Zielstandorts bei laufendem Krankenhausbetrieb unterliegen einer eng terminierten Gesamtzeitschiene, die die Einhaltung der Regelfrist nach § 15 Abs. 2 VgV unmöglich macht. Die ausgeschriebene Leistung dient der Umsetzung eines von sieben Teilprojekten mit insgesamt 18 Einzelmaßnahmen. Eine fristgerechte Leistungserbringung für die Aufrechterhaltung der Patientenversorgung während der Zusammenführung ist zwingend erforderlich.
Die Vergabe erfolgt im Wege eines einstufigen, offenen Verfahrens mit verkürzten Fristen gemäß § 15 Abs. 3 VgV. Aufgrund der engen Zeitschiene der Maßnahme ist eine Dringlichkeit gegeben, die eine Verkürzung der Angebotsfrist rechtfertigt. Eine vorherige Teilnahme an einem gesonderten Teilnahmewettbewerb ist nicht erforderlich.Die geforderten Angaben, Erklärungen u. Nachweise sind gemäß § 53 VgV ausschließlich elektronisch in Textform über die Vergabeplattform an die Vergabestelle zu übermitteln. Eine freiwillige Registrierung auf der Vergabeplattform wird zur uneingeschränkten Teilnahme am Vergabeverfahren ausdrücklich empfohlen, insbesondere, um Informationsdefizite im Rahmen der späteren Bewerber- und Bieterkommunikation zu vermeiden, welche im Falle einer fehlenden Registrierung zu Lasten des Bewerbers bzw. Bieters gehen. Teilnehmer am Verfahren haben sich unmittelbar nach dem Erhalt der Vergabeunterlagen über deren Vollständigkeit, Verständlichkeit und Klarheit zu vergewissern. Unklarheiten, Unvollständigkeiten und Widersprüche sind dem AG zeitnah über die Vergabeplattform mitzuteilen. Sämtliche Eignungsnachweise sind als Eigenerklärungen auch für die Nachunternehmen vorzulegen, weitere Nachweise sind auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen und Angaben gemäß § 56 Abs. 2 VgV nachzufordern. Ausgeschlossen von der Nachforderung sind Unterlagen und Angaben, die die Wertung der Angebote im Sinne des § 57 Abs. 1 VgV betreffen.
Erklärungen zu den gesetzlichen Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB und § 124 GWB und § 9 BerlAVG (Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz). Siehe Anlage zum Vertrag IV 4020F Besondere Vertragsbedingungen Mindeststundenentgelt aus den Vergabeunterlagen.
Erklärungen zu den gesetzlichen Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB und § 124 GWB gemäß Bewerbungsbogen
Erklärungen zu den gesetzlichen Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB und § 124 GWB gemäß Bewerbungsbogen.
Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur Einhaltung der vom Auftraggeber vorgegebenen Meilensteine und Termine sowie zur fristgerechten Erstellung der Haushaltsunterlagen gemäß AV § 24 LHO Berlin. Er benennt für die Dauer der Vertragslaufzeit einen festen Ansprechpartner.